Datenabruf per Browser und Fazit

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Wer im Moment Daten übertragen will, nutzt jedoch einfach einen Browser, nachdem er sich mit dem WLAN der Karte verbunden hat. In die Adresszeile wird die IP-Adresse der Flashair-Karte eingeben. Meist funktioniert auch einfach die Adresse "flashair". Nun erscheinen die Ordner auf der Karte und können wie vom FTP-Zugriff per Browser gewohnt per Klick geöffnet werden. Praktischerweise gibt es bei JPEG-Bildern sogar ein kleines Vorschaubild. Per Klick auf das Foto lässt es sich anzeigen - wenn es denn ein dem Browser bekanntes Format ist - und herunterladen.

Bei knapp 20 MByte großen RAW-Dateien dauerte der Download rund 20 Sekunden, bei einer rund 500 MByte großen Videodatei rund 6 Minuten. Bei der Konkurrenz von Eye-Fi ist zum Download auf Tablet oder Handy dagegen eine spezielle App nötig. Diese unterstützt nur das Empfangen von Bild- und Videodaten mit ihr bekannten Formaten. Dabei gibt es einige Einschränkungen wie etwa für den Empfang von RAW-Dateien, der nur für das Eye-Fi-Pro-X2-Modell freigeschaltet ist. All das ist bei der Toshiba Flashair kein Problem.

Allerdings leidet die Bequemlichkeit unter dem Browserzugriff. Wer mal eben 200 Fotos übertragen will, benötigt einige Zeit, um sie alle einzeln anzuklicken und dann herunterzuladen. Das ist bei Eye-Fi deutlich bequemer: Dort gibt es eine Funktion, mit der Bilder automatisch auf den Onlinedatenspeicher oder einen Laptop hochgeladen werden. Bei der Flashair müsste man sich dazu ein Script schreiben oder einen Download-Helper nutzen. Die Karte ist generell konfigurationsfreundlich: Die Einstellungen liegen in einer Textdatei und können von Fortgeschrittenen auch dort editiert werden. Davor warnt der Hersteller jedoch, da falsche Eingaben Funktionsprobleme nach sich ziehen können.

Ausblick: Direktunterstützung durch Hardwarehersteller

Toshiba will sich mit Flexibilität gegen die Konkurrenz durchsetzen: Es ist in Gesprächen mit zahlreichen Herstellern, die die Karte direkt unterstützen sollen. Basis dazu ist ein neuer Standard namens iSDIO von der SD-Association, dem Dachverband der SD-Kartenhersteller. Damit soll es in Zukunft möglich sein, von Kamera zu Kamera ebenso direkt Bilder zu übertragen, wie vom Drucker oder Fernseher von der Kamera zu empfangen.

Sogar für medizinische Geräte gibt es Einsatzszenarien. Auch die Nutzung der Karte im Infrastrukturmodus soll damit möglich sein. Der Hersteller erwartet im Laufe des Jahres Kameras, die solche Funktionen anbieten. Auf der Produktroadmap steht auch eine Unterstützung des DLNA-Standards der Digital Living Network Alliance, einem Zusammenschluss zahlreicher Unternehmen in den Bereichen Heimelektronik, Mobile Devices und EDV.

Verfügbarkeit und Fazit

Ab wann die Karte in Deutschland erhältlich ist und zu welchem Preis, hängt vom Einzelhandel ab. Toshiba rechnet jedoch mit Mitte Mai. In Japan oder über japanische Onlinehändler wie Amazon.jp ist die Karte seit Mitte März für umgerechnet rund 60 Euro erhältlich. Japanische Händler in Deutschland wie etwa Japantrendshop listen sie auch schon in Deutschland.

Die Toshiba Flashair ist eine interessante Alternative zu den Eye-Fi-Karten. Sie punktet vor allem durch ihre Flexibilität: Von allen Geräten, die eine WLAN-Verbindung aufbauen können und über einen Browser verfügen, kann auf die Karte zugegriffen werden. Allerdings bietet sie im Moment noch deutlich weniger Komfort als die Konkurrenz von Eye-Fi, da die Dateien manuell per Klick einzeln heruntergeladen werden müssen oder der Nutzer sich selbst um ein Script oder entsprechende Software kümmern muss. Spannend wird es, sobald Hardwarehersteller die Karte direkt unterstützen und dann Funktionen wie das Senden und Empfangen etwa direkt zwischen zwei Kameras anbieten.

SpezifikationenToshibaEye-FiSandisk
ModelleFlashairConnect X2, Mobile X2, Pro X2Sandisk Eye-Fi
Speicherplatz8 GByte4 / 8 GByte4 / 8 GByte
Geschwindigkeitsklasse664
WLAN-Standards802.11 b/g/n; nur 2,4-GHz-Frequenzband802.11 b/g/n; nur 2,4-GHz-Frequenzband802.11 b/g/n; nur 2,4-GHz-Frequenzband
WLAN-FunktionenDirekt- bzw. Ad-hoc-Modus sowie Infrastruktur-Modus (abhängig von entsprechender Hardware)Direkt- bzw. Ad-hoc-Modus sowie Infrastruktur-Modus (d.h. Nutzung vorhandener WLAN- Access-Points)Direkt- bzw. Ad-hoc-Modus sowie Infrastruktur-Modus (d.h. Nutzung vorhandener WLAN- Access-Points)
SicherheitsstandardsWPA2 voreingestelltWPA2, WEPWPA2, WEP
Unterstützte (Bild)formate für WLANKeine Beschränkung, beliebige möglichJPEG, Übertragung von RAW-Dateien nur bei Pro X2Video: mpg, mov, wmv, avi Audio, mp4, mts (Pro X2)JPEG, keine Übertragung von RAW-Dateien,Video: mpg, mov, wmv, avi Audio, mp4
Zusatzfunktion Cloud-Service über Kartenanbieternein, von Toshiba nicht geplant, aber über Dritte (z.B. Kamerahersteller) möglichjaja
Account/spezielle Software nötig zur Konfigurationnein/nein (Browser)ja/jaja/ja (von Eye-Fi)
Abruf der der Daten überBrowser, App geplant für Juni/Juli für iOS und AndroidApp (iOS und Android), auch Drittanbieter (z.B. Shuttersnitch)Eye-Fi-App (iOS und Android), auch Drittanbieter (z.B. Shuttersnitch)
ZusatzfeaturesWebserver eingebautGeotagging bei Pro X2
Vergleichstabelle SD-Speicherkarten mit WLAN-Funktion
 Test Eye-Fi-Konkurrent: Toshiba bringt SD-Karte mit WLAN auf den Markt

mgutt 25. Mai 2012

Browser ok, aber warum kann man die Cam nicht gleich als Netzlaufwerk anmelden? Dateien...

amp amp nico 04. Mai 2012

Ja nu man kann es eben nicht jedem recht machen. Wäre FTP drauf, würden andere nach http...

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