Viel Action und das Fazit

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Diese Passagen verlieren aber doppelt: Einerseits fehlt die typische Dead-Space-Horror-Stimmung, andererseits gibt es auch spielerische Mankos. Deckungssystem und Beweglichkeit von Isaac sind alles andere als perfekt, zudem wiederholen sich die Gegner und ihre Verhaltensweisen schnell. Hinzu kommt die serientypische Linearität: Zwar ist es möglich, abseits des Hauptweges etwa die Umgebung nach nützlichen Extras abzusuchen und so kleinere Exkursionen zu unternehmen. Prinzipiell ist der nächste Schritt aber immer vorgegeben.

Über die Technik lässt sich hingegen kaum ein schlechtes Wort verlieren: Trotz der oft düsteren Schauplätze sind die Detaildichte hervorragend und die Lichteffekte beeindruckend. Die Animationen sind flüssig, die Soundkulisse schaurig-schön.

Wer Dead Space 3 nicht alleine spielen will, kann dank des neuen Online-Koop-Modus auch zu zweit die Necromorphs bekämpfen. Isaac wird dann von John Carver begleitet - der taucht auch ab und zu in der Kampagne auf, ohne dass sich dem Spieler wirklich erschließen würde, woher er kommt. Im Duo ändern sich an der Kampagne dann Kleinigkeiten. Die Gegner sind zahlreicher und etwas hartnäckiger, zudem ist bei einigen Rätseln Teamwork gefragt: Während einer repariert, muss ihn der andere beschützen. Der ohnehin schon niedrigere Gruselfaktor ist im Koop praktisch nicht mehr vorhanden. Als Ausgleich haben die Entwickler Halluzinationen eingebaut: Der eine Spieler sieht Bilder, die auf dem Bildschirm des anderen nicht erscheinen.

  • Dead Space 3 (Bilder: EA)
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Dead Space 3 (Bilder: EA)

Dead Space 3 ist ab dem 7. Februar 2013 für Windows-PC, Xbox 360 und Playstation 3 verfügbar und kostet etwa 60 Euro; für die PC-Fassung sind ein Nutzerkonto und eine Aktivierung bei Origin notwendig. Der Titel hat von der USK eine Freigabe erst ab 18 Jahren erhalten und enthält keine inhaltlichen Änderungen gegenüber der US-Version. Zum Unmut vieler Spieler hat Publisher Electronic Arts bereits zahlreiche zusätzliche Downloadinhalte angekündigt - Spieler werden die Möglichkeit haben, mehrere (kostenpflichtige) Story- und Gameplay-Zusatzinhalte herunterzuladen. Hinzu kommen diverse Mikrotransaktionen, etwa, um zeitsparend an größere und bessere Waffen zu kommen.

Fazit

Isaac Clarke gruselt sich zu Beginn noch in gewohnt dunklen Raumschiffgängen, wird später aber auf einem Eisplaneten endgültig zum Action-Rambo. Daran ändern auch vereinzelte Minirätsel nichts. Als reiner Shooter ohne düstere Atmosphäre kann Dead Space 3 nicht überzeugen. Dafür ist Isaac in Kämpfen zu ungelenk und es fehlt ein intuitives Deckungssystem. Linear verlaufende Level und leicht durchschaubare Gegner-K.I. machen das Geschehen zuweilen langweilig. Zumindest bis wieder ein gescriptetes Ereignis oder ein riesiger Endgegner auftaucht. Dann hat auch Dead Space 3 seine spektakulären Momente.

Im neuen Online-Koop-Modus wird Isaac von John Carver begleitet. Dass die Spieler im Duo noch mehr Gegner in den Weg gestellt bekommen, senkt den ohnehin schon niedrigen Gruselfaktor noch weiter. Ein standesgemäßes Finale der bis dahin tollen Dead-Space-Serie ist der dritte Teil nicht geworden. Die actionlastigere Ausrichtung dürfte vielen Fans kaum zusagen, die Genrebezeichnung Survival-Horror passt nur noch in Ansätzen. Für Fans ist Dead Space 3 trotzdem interessant, wenn sie unbedingt die letzten Geheimnisse der bedrohlichen Marker lüften wollen.

 Test Dead Space 3: Schießen im Schnee statt Gruseln im Dunkeln

RealAngst 10. Feb 2013

Schon Dead Space 2 war für mich ein deutlicher Schritt in die Falsche...

DekenFrost 07. Feb 2013

Klingt fair.

DekenFrost 07. Feb 2013

Also Origin VOR dem download auf englisch zu stellen scheint zu funktionieren, ich hab es...

LordSiesta 07. Feb 2013

Das gibt es: Dunwall City Trials, anscheinend ein ganz klassisches Add-On mit neuen...

der_wahre_hannes 07. Feb 2013

Ok, es ist noch früh am Morgen, aber ich habe beim Lesen doch eben tatsächlich das 'i...

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