Test Call of Juarez Gunslinger Hör-Spiel im Wilden Westen

Der wilde, wilde Westen fängt im Downloadshop an: In Gunslinger folgt der Spieler mit dem Revolver in der Hand den Kneipenerzählungen eines alten Kopfgeldjägers - und erlebt dabei ein höchst unterhaltsames Abenteuer.

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"Garretts Männer sind wie ein Haufen Hühner rumgerannt, denen man den Kopf abgeschnitten hat", erinnert sich der ebenso alte wie ehemalige Kopfgeldjäger Silas Greaves an eine Schießerei. Er sitzt in einem Saloon mitten in Kansas und erzählt bei einem Bierchen, wie das war, damals, im Dezember 1880 in Stinking Springs, bei seiner Begegnung mit Billy the Kid. Anders als die Bardame und die anderen Kneipengäste hört der Spieler die Abenteuer von Greaves nicht nur. In Call of Juarez: Gunslinger von Techland spielt er den Schilderungen des alten Mannes nach und begegnet dabei tatsächlich Billy the Kid, Jesse James und weiteren Westernhelden.

Dieses Erzählen ist in Gunslinger nicht nur ein Element im Hintergrund, sondern elementarer Bestandteil der Action, die sich immer wieder nach der Geschichte des alten Mannes richtet. Wenn er etwa von einer Flucht in letzter Sekunde redet, öffnet sich in der 3D-Welt tatsächlich ein Felsvorsprung. Und wenn Greaves berichtet, wie er urplötzlich einem Indianerhäuptling begegnet ist, fällt der im wahrsten Sinne des Wortes vom Himmel vor die Spielernase.

  • Zu spät: Die Postkutsche in diesem Tal ist bereits überfallen. (Bilder: Golem.de)
  • Im Western-Städtchen kämpft der Spieler gegen Banditen, ...
  • ... die manchmal schon auf Balkonen lauern.
  • Besondere Gegner stellt das Programm mit schicken Grafiken vor.
  • Die Grafik setzt den Wilden Westen stimmungsvoll in Szene.
  • Auch den Erstkontakt mit besonderen Waffen haben die Designer schick in Szene gesetzt.
  • Mit den gesammelten Erfahrungspunkten kann der Spieler einige Extra-Skills freischalten.
  • Im Felstal warten erst Apachen, und dann doch "nur" Cowboys...
  • Das Grafikmenü der PC-Fassung
Zu spät: Die Postkutsche in diesem Tal ist bereits überfallen. (Bilder: Golem.de)

Das klingt etwas seltsam, funktioniert aber hervorragend und sorgt immer wieder für Überraschungen. Wenn Greaves von einer besonders heftigen Schießerei erzählt und plötzlich von Apachen statt von Cowboys schwadroniert, fällt ihm auch mal einer der Zuhörer ins Wort - worauf sich Greaves korrigiert: Es wären schon Cowboys gewesen, die hätten aber wie Apachen gekämpft. Gleichzeitig fährt das Geschehen wie ein rückwärts laufender Film zurück, und dann sind statt der eben noch kämpfenden Indianer tatsächlich Cowboygegner zu sehen.

Von diesem Element abgesehen, bietet die rund vier bis fünf Stunden lange Kampagne mit ihren 14 Levels eher simple Shooter-Kost. So gut wie alle Umgebungen sehen stimmungsvoll aus, unter anderem ist der Spieler in Westernstädtchen unterwegs, stellt sich in Felstälern dem Gefecht, erkundet Farmen und Ställe und kämpft auf einem fahrenden Zug. Die Levels sind sehr schlauchartig angelegt, viel zu erkunden gibt es nicht.

Verfügbarkeit und Fazit 

Rolf Schreiter 24. Mai 2013

Mir gefällts. Nachdem ich bei Bound in Blood etwas enttäuscht war, weil die Grafik in der...

BillamGrill 24. Mai 2013

Hat sich erledigt...

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