Kampfsystem und Fazit

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Einen gewissen Ausgleich bildet das Wirtschaftssystem, mit dem wir im Spielverlauf eine eigene Reederei aufbauen und damit Kaffee und andere Waren zwischen Europa, Nordamerika und der Karibik handeln können, um Geld für neue Waffen oder zusätzliche Umkleidekabinen zu bekommen.

Das Kampfsystem ist noch etwas einfacher als das neue System von Assassin's Creed 3: Im Grunde reicht es aus, einen Gegner anzuvisieren und dann ausdauernd genug auf den entsprechenden Knopf zu drücken. Die anderen Feinde halten sich im Hintergrund, bis sie an die Reihe kommen. Der Schwierigkeitsgrad ist dadurch deutlich niedriger, die Hauptkampagne nach fünf bis zehn Stunden geschafft.

An einigen Stellen nutzt das Programm bestimmte Funktionen der PS Vita. So müssen wir die Kamera zu einer Lichtquelle ausrichten, um Botschaften auf Papier zu lesen oder einen Brief mit einen Griff entlang des Bildschirms und der Touch-Rückseite öffnen. In einem Fall geht das Ganze furchtbar daneben: Ein Minispiel, bei dem wir eine Kugel mit Hilfe der Bewegungssteuerung durch ein Labyrinth bugsieren müssen, ist noch ziemlich verbuggt.

Assassin's Creed 3 Liberation ist nur für die PS Vita erhältlich. Eigentlich sollte so ein Titel genau auf die Leistungsfähigkeit seiner Plattform angepasst sein - aber das ist leider nicht der Fall. Wirklich flüssig ist die Darstellung der Spielewelt selten, stattdessen ist meist ein mal mehr, mal weniger starkes Ruckeln zu spüren. Wenn richtig viel los ist auf dem Bildschirm, etwa in Kämpfen oder in Szenen mit großer Fernsicht, kommt es sogar häufiger zu größeren Sprüngen.

Davon abgesehen ist die Grafik gut. Die Stadt New Orleans ist schick in Szene gesetzt, die weiteren Gebiete, vor allem die Sumpflandschaft Bayou, sehen ebenfalls sehr stimmungsvoll aus. Die Zwischensequenzen wirken zwar längst nicht so aufwendig wie in der Hauptserie, aber für ein Handheld überdurchschnittlich gut. Statt eines echten Multiplayermodus gibt es die Möglichkeit, Kämpfe auswürfeln zu lassen - völlig überflüssig, aber Ubisoft gibt auf der Verpackung auch nur "1 Spieler" an.

Liberation kostet rund 45 Euro. Das Spiel ist ungeschnitten und voll lokalisiert - die meisten Sprecher der deutschen Version gefallen uns aber nur mäßig. Die USK hat eine Freigabe ab 16 Jahren erteilt.

Fazit

Auf den ersten Blick macht Assassin's Creed 3 Liberation ordentlich was her: Die offene Welt im Handheld-Format der PS Vita wirkt faszinierend, die farbenfrohe Stadt New Orleans gefällt uns als Szenario sogar besser als das düstere Boston in Assassin's Creed 3. Die Idee mit den unterschiedlichen Kostümierungen und Fähigkeiten ist gelungen und könnte durchaus in einen "großen" Serienteil passen.

Die imposante Grafik hat allerdings ihren Preis, und der ist hoch: Uns jedenfalls hat das ständige Ruckeln auf Dauer wirklich genervt. Bewegungen und vor allem schnelle Action fühlen sich in Liberation nahezu immer irgendwie zäh an. Schade, dass auch die Handlung eine Enttäuschung ist - wenn auch auf vergleichsweise hohem Niveau.

Unterm Strich machen das Erkunden der Welt, die Vielfalt und Menge interessanter Aufgaben und die gute Steuerung trotzdem einigermaßen Spaß - ein Stück weit ist das Spielprinzip von Assassin's Creed eben schlicht unkaputtbar. Mit besserer Technik, oder eben mehr Rücksicht auf die Grenzen der PS Vita, wäre aber mehr drin gewesen.

 Test Assassin's Creed 3 Liberation: Freie Welt mit zu vielen Grenzen

Max-M 06. Nov 2012

Ja, das stimmt schon. 256 MB wenn ich mich recht erinnere. Sollte wohl mit der...

Garwarir 06. Nov 2012

Ich würde das Spiel ja gerne spielen, aber finde es leider nirgends auf Englisch. Eine...

bltpgermany 06. Nov 2012

Es ist und bleibt Konsooooole.... die größte Bremse die es in Sachen Spielewelt gibt...

Garius 05. Nov 2012

" Klingt spannend, ist es aber nicht, weil die Story Lücken hat - und damit meinen wir...

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