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Der Schlüssel zum Praxistest für das Tesla Model S
Der Schlüssel zum Praxistest für das Tesla Model S (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Die Zukunft des Autofahrens

Müssen Tesla-Fahrer daher vor den Funktionen ihres eigenen Autos gewarnt oder sogar geschützt werden? Die Berlinerin, die am Supercharger in Herzsprung ihren Tesla auflädt, winkt ab. Sie habe sich über den entsprechenden Brief des Kraftfahrt-Bundesamtes gewundert. Es sei doch völlig klar, dass der Wagen nicht autonom fahren könne. Die Familie fährt seit knapp zwei Jahren Tesla, und für sie steht nach einer Fahrleistung von 75.000 Kilometern fest: nie wieder etwas anderes als ein Elektroauto. Daheim laden die Berliner den Akku mit der eigenen Solaranlage auf dem Dach auf. Unterwegs an Ladestationen in der Stadt, beispielsweise auf Parkplätzen von Supermärkten und auf Überlandfahrten eben an den Superchargern.

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Bei einer Geschwindigkeit von 130 km/h sei eine Reichweite von über 300 Kilometern realistisch, erzählt die erfahrene Elektroautomobilistin. Es komme darauf an, die Fahrt richtig zu planen - oder sich beim Fahren zu disziplinieren. Die Entscheidung sei: langsamer zu fahren und seltener zu laden, oder schneller zu fahren und dafür einmal öfter einen Supercharger anzusteuern. Sie hätten einmal sogar die von Tesla versprochene Reichweite von 500 Kilometern übertroffen. Allerdings nicht freiwillig. Da in Polen kein Supercharger auf der Strecke gelegen habe, musste man eben mit 80 km/h über die Autobahn fahren.

Das Laden wird zum Ereignis

Selbst den Zwangspausen beim Laden konnte die Familie etwas Gutes abgewinnen. Oft seien andere Tesla-Fahrer da, mit denen sich eine Unterhaltung entwickele. Oder es kämen Interessierte und fragten nach dem Elektroauto. So dauere der Stopp oft länger als der eigentliche Ladevorgang.

Insgesamt zeigt der Tesla in vieler Hinsicht die Zukunft der automatisierten Elektromobilität. Zwar wünscht man sich bisweilen die doppelte Akkureichweite, doch lassen sich lange Strecken mit Hilfe der Supercharger in angemessener Zeit bewältigen. Der Autopilot entspricht in einigen Punkten jedoch nicht den Erwartungen an Bedienbarkeit und Zuverlässigkeit. Würde man die Vorteile der E-Klasse mit denen des Tesla verbinden, hätte man ein zufriedenstellendes System. Die prinzipiellen Einschränkungen, die mit teilautomatisierten Funktionen verbunden sind, wären damit aber immer noch nicht überwunden. Doch schon jetzt helfen diese Funktionen dabei, ermüdende Langstreckenfahrten erträglicher zu machen.

Touchdisplay sehr angenehm

Als sehr angenehm empfanden wir das riesige Touchdisplay in der Mittelkonsole, das von einem Tegra-Prozessor gesteuert wird. Darauf laufen das Navigationssystem sowie das Menü für die Fahrzeugsteuerung. Vorteil der Größe sind eine gute Ablesbarkeit und eine gute Bedienbarkeit. Selbst während des Fahrens konnten wir problemlos Zielorte über die Tastatur eingeben. Da das Auto ein integriertes LTE-Modem hat, ist es möglich, über das Display im Internet zu surfen sowie Musik von Spotify zu streamen.

Negativ fiel uns hier auf, dass Tesla zwar alle Supercharger in die Navigation integriert hat. Andere Ladesäulen hingegen nicht. Im Stadtverkehr ist man dann auf externe Anbieter wie Intercharge oder Chargemap angewiesen. Zudem kennt das Navigationssystem zentrale Funktionen von Google Maps nicht. So ist es beispielsweise nicht möglich, bei der Planung der Route Zwischenstationen anzugeben. Auch vermissten wir die Funktion, eine Route durch Anklicken und Ziehen verändern zu können.

Flatrate fürs Laden abgeschafft

Zudem ist das Model S mit fünf Metern Länge und mehr als zwei Metern Breite nicht gerade ein praktisches Stadtauto. Die enge Einfahrt in die Tiefgarage eines Brüsseler Hotels war nervenaufreibender als die gesamte zwölfstündige Anfahrt. Ein Parkhauspilot würde vermutlich nicht weiterfahren, wenn alle Abstandssensoren rot blinkten und sofortigen Stopp forderten. Aber auf einem Fünf-Meter-Chassis lassen sich nun mal deutlich mehr Akkus unterbringen als in einem Kleinwagen. Auch wegen des Einstiegspreises von derzeit 105.000 Euro ist das von uns getestete Model S 90D nur für die wenigsten Autofahrer eine Alternative zu einem Benziner.

Was passiert jedoch, wenn in einigen Jahren nicht nur 25.000, sondern Hunderttausende Elektroautos auf deutschen Straßen unterwegs sind? Hoffentlich sind bis dahin wirklich flächendeckend Schnelllader aufgestellt, wie es die Bundesregierung plant. Für Tesla dürfte es dann auch zu teuer werden, die Infrastruktur für Supercharger und das kostenlose Laden nur über den Verkaufspreis zu finanzieren. Es ist daher kein Wunder, dass Tesla für Neukunden die Nutzung der Schnelllader nicht mehr kostenlos anbietet. Die große Nachfrage nach dem deutlich günstigeren Model 3 erfordert noch höhere Investitionen. Aber je mehr Oasen es gibt, desto mehr Menschen trauen sich durch die Wüste.

 Und plötzlich war der Spiegel ab

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neocron 29. Nov 2016

was du da nicht alles hineininterpretierst ... genau so ist es moeglich, dass das Model S...

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ScaniaMF 28. Nov 2016

1. Wenn man sich die Untersuchung des Bundesministeriums für Umwelt durchliest, dann...

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ChMu 19. Nov 2016

Kommt hin. Bei constant 90 liegen wir bei gut 13kWh laut Anzeige,bei 120 ( mehr ist hier...

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blackpeeta 14. Nov 2016

Bis vor ca. 2 Wochen wurde der Autopilot auf der o. g. Tesla-Seite noch großspurig als...

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ChMu 14. Nov 2016

Ja, er ist dem Vordermann gefolgt, wie er soll, und der ist ploetzlich verschwunden...

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