Terminierungsentgelte: Bundesnetzagentur stößt Preissenkungen im Mobilfunkmarkt an
Bundesnetzagentur in Bonn (Bild: Bundesnetzagentur)

Terminierungsentgelte Bundesnetzagentur stößt Preissenkungen im Mobilfunkmarkt an

Die Bundesnetzagentur schlägt deutlich niedrigere Tarife für die Durchleitung von mobilen Telefonaten vor. Den Kunden dürfte es freuen - Telekom und Vodafone hingegen protestieren.

Anzeige

Die Bonner Bundesnetzagentur schlägt vor, dass die deutschen Mobilfunknetzbetreiber Telekom, Vodafone, E-Plus und Telefónica Germany ab dem 1. Dezember 2012 ein einheitliches Terminierungsentgelt von 1,85 Cent pro Minute berechnen müssen. Ein Jahr später soll dieser Betrag, der für die Zustellung von Anrufen in die jeweiligen Mobilfunknetze anfällt, auf 1,79 Cent pro Minute sinken. Derzeit dürfen die Firmen jeweils leicht unterschiedliche Terminierungsentgelte zwischen 3,36 und 3,39 Cent pro Minute berechnen.

Grund ist, "dass der in den Mobilfunknetzen seit Jahren zu beobachtende Trend eines deutlichen Anstiegs der Datenmengen auch künftig anhalten wird. In erster Linie ist der Anstieg auf eine sehr erfolgreiche Vermarktung von Smartphones durch die Mobilfunknetzbetreiber zurückzuführen", so Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur. "Das Verhältnis zwischen Daten- und Sprachverkehr verschiebt sich durch diese Entwicklung weiter. Immer weniger Kosten werden durch den Sprachverkehr verursacht, so dass dieser einen entsprechend geringeren Anteil an den Gesamtkosten eines Mobilfunknetzes tragen muss."

Das jetzt veröffentlichte Mobilfunkterminierungsentgelt ist auf der Basis der Kosten der Leistungsbereitstellung eines Referenznetzbetreibers ermittelt worden. Es kann nicht sofort verbindlich in Kraft treten. Zuerst muss ein nationales Konsultationsverfahren durchgeführt werden, anschließend müssen die Europäische Kommission und die nationalen Regulierungsbehörden der übrigen EU-Mitgliedstaaten Stellung dazu nehmen.

Falls die Entgelte wie erwartet sinken, dürfen Endkunden mit niedrigeren Mobilfunkkosten rechnen. Die Telekom kritisierte die Entscheidung jedoch, weil den Unternehmen so ein Umsatzvolumen von 500 Millionen Euro entzogen werden - was auch weniger Investitionen in die Netze bedeute. Auch Vodafone hat sich negativ über die kommenden Tarife geäußert und sie als falsches Signal bezeichnet.


fabigg 19. Nov 2012

Wundert mich nicht bei einem Chrackdealer :D

currock63 18. Nov 2012

Die beiden Unternehmen investieren doch nur in ihre Spekulanten... äh.. Aktionäre. Die...

wiesson 18. Nov 2012

Sofern die Roaming-Gebühren entfallen werden sich Telekom und Co schon umschauen müssen. ^^

caldeum 18. Nov 2012

... sie hat das beste Netz und ist der teuerste Anbieter. Die Telekom darf ja nichtmal...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Systemadministrator (m/w)
    AKDB, Würzburg
  2. IT-Consultant Softwareentwicklung (In-House) (m/w) Systemengineering
    Mediengruppe RTL Deutschland GmbH, Köln
  3. Softwareentwickler GUI, HMI (m/w)
    GS Elektromedizinische Geräte G. Stemple GmbH, Kaufering (Raum München)
  4. Systementwickler (m/w) Connected Mobile Services
    GIGATRONIK Köln GmbH, Köln

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Südafrikanische App-Enwicklerin

    "Man findet ein Problem und überlegt sich eine App"

  2. Offener Brief

    Spielentwickler gegen Hass

  3. U3415W

    Gebogener 34-Zoll-Monitor von Dell zum Spielen

  4. Promi-Hack JLaw

    Apple will Fotodiebstahl untersuchen

  5. Kaveri ohne Grafikeinheit

    Neue Athlon-Prozessoren für den Sockel FM2+

  6. Taxi-Konkurrent

    Landgericht verbietet Uber deutschlandweit

  7. Verbraucherzentrale

    Auf Schreiben wegen Rundfunkbeitrag reagieren

  8. Filmstreaming

    Erste Preise für Netflix Deutschland sichtbar

  9. Alone in the Dark

    Atari setzt auf doppelten Horror

  10. LMDE

    Linux Mint wechselt zu Debian Stable neben Ubuntu



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Bioelektronik Pilze sind die besten Zellschnittstellen
  2. Teilchenbeschleuniger China will Higgs-Fabrik bauen
  3. Wissenschaft Hören wie die Fliegen

Formel E: Motorsport zum Zuhören
Formel E
Motorsport zum Zuhören

Alienware Alpha ausprobiert: Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
Alienware Alpha ausprobiert
Fast lautlose Steam-Machine mit eigenem Windows-UI
  1. Deutschland E-Sport ist mehr als eine Randerscheinung
  2. Crytek Ryse für PC mit 4K-Videos belegt über 120 GByte
  3. Wirtschaftssimulation Golem Labs entwickelt die Gilde 3

    •  / 
    Zum Artikel