Telekommunikationsausrüster: Protestaktion bei Alcatel-Lucent gegen Stellenabbau
Konzernchef Ben Verwaayen (Bild: AFP/Getty Images)

Telekommunikationsausrüster Protestaktion bei Alcatel-Lucent gegen Stellenabbau

In Stuttgart will die Belegschaft des Telekommunikationsausrüsters Alcatel-Lucent in dieser Woche gegen den Abbau von 530 Arbeitsplätzen protestieren. Ziel ist ein Treffen des Aufsichtsrats von Alcatel-Lucent.

Anzeige

Am kommenden Freitag, dem 23. November 2012, findet in Stuttgart eine außerordentliche Aufsichtsratssitzung bei Alcatel-Lucent statt. Dies wollten die Beschäftigten während der Arbeitszeit um 10:15 Uhr mit einer Protestaktion auf dem Werksgelände begleiten, erklärte Benno Eberl von der IG Metall Stuttgart und Mitglied des Aufsichtsrates des Konzerns.

Alcatel-Lucent will in Deutschland 530 Arbeitsplätze abbauen. Das hatte Unternehmenssprecherin Regina Wiechens-Schwake am 18. Oktober 2012 verkündet. Der Telekommunikationsausrüster hat hierzulande 3.750 Beschäftigte. Ob es betriebsbedingte Kündigungen geben wird, war im Oktober noch nicht bekannt. "Die 5.490 Arbeitsplätze, die im Rahmen des Performance Programs weltweit bis Ende 2013 wegfallen sollen, sind auf die Länder runtergebrochen worden und heute dem Europäischen Betriebsrat vorgestellt worden. Weitere Details müssen erst ausgearbeitet werden", erklärte Wiechens-Schwake.

Für die Belegschaft in Stuttgart ist dies nicht der erste Stellenabbau. Jörg Schmitt, Gesamtbetriebsratsvorsitzender von Alcatel-Lucent Deutschland und Mitglied des Aufsichtsrates, sagte: "Der Niedergang auf Raten muss endlich zu Ende sein, wenn wir die Zukunft unserer Firma und aller Beschäftigten erhalten wollen. Es ist für uns an der Zeit, gemeinsam für diese Zukunft zu kämpfen."

Alcatel-Lucent-Finanzchef Paul Tufano sagte der Nachrichtenagentur Bloomberg am 15. Oktober 2012, dass Teilverkäufe möglich seien, um die anhaltende Verlustserie auszugleichen. Möglich sei beispielsweise ein Verkauf eines Teils der Patente des französischen Konzerns, die nicht zum Kettengeschäft gehörten. Alcatel-Lucent habe 30.000 Patente und 15.000 Patentanträge, sagte Tufano.


Kommentieren



Anzeige

  1. Kundenberater / Projektmanager (m/w) Vertriebssteuerung
    Magmapool AG, Montabaur (Raum Koblenz)
  2. Informatiker/in Schwerpunkt SAP Applikationen
    Lechwerke AG, Augsburg
  3. Informatiker/-in im IT-Helpdesk (Incidentmanagement)
    ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  4. Praxisorientierte Promotion
    Horváth & Partners Management Consultants, Bayreuth

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Apple

    Golden Master von OS X 10.10 Yosemite ist da

  2. Microsofts neues Betriebssystem

    Auf Windows 8 folgt Windows 10 mit Startmenü

  3. Akamai

    Deutschlands Datenrate liegt bei 8,9 MBit/s durchschnittlich

  4. Niedriger Schmelzpunkt

    3D-Drucken mit metallischer Tinte

  5. Tiger and Dragon II

    Netflix bietet ersten Kinofilm gleichzeitig zur Premiere

  6. Darkfield VR

    Kickstart für Dogfights mit Oculus Rift

  7. Neue Red-Tarife

    Vodafone bucht Datenvolumen automatisch nach

  8. Freies Betriebssystem

    FreeBSD-Kernel könnte in Debian Jessie entfallen

  9. Kontonummerncheck

    Netflix akzeptiert Kunden einiger Sparkassen nicht

  10. Mittelerde Mordors Schatten

    6 GByte VRAM für scharfe Ultra-Texturen notwendig



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Test Fifa 15: Mehr Emotionen, mehr Gesang, mehr Dreck
Test Fifa 15
Mehr Emotionen, mehr Gesang, mehr Dreck
  1. Fifa 15 angespielt Verbesserter Antritt bringt viele neue Tore
  2. EA-Pressekonferenz Shadow Realms und Merkels lange Nase
  3. EA Access Battlefield 4 und Fifa 14 im Abo

Deutsche Telekom: 300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen
Deutsche Telekom
300.000 von Umstellung auf VoIP oder Kündigung betroffen
  1. Deutsche Telekom Umstellung auf VoIP oder Kündigung
  2. Entlassungen Telekom verkleinert Online-Innovationsabteilung stark
  3. Mobile Encryption App angeschaut Telekom verschlüsselt Telefonie

Nicholas Carr: Automatisierung macht uns das Leben schwer
Nicholas Carr
Automatisierung macht uns das Leben schwer
  1. HP Proliant m400 Moonshot-Microserver mit 64-Bit-ARM-Prozessoren
  2. Entwicklung vorerst eingestellt Notebooks mit Touch-Displays sind nicht gefragt
  3. Computerchip IBM stellt künstliches Gehirn vor

    •  / 
    Zum Artikel