Teilchenphysik: Beschleuniger ILC ist bereit für den Bau
ILC: Ergänzung zum LHC (Bild: ILC)

Teilchenphysik Beschleuniger ILC ist bereit für den Bau

Eine internationale Kooperation von Physikern hat die Pläne für einen neuen Teilchenbeschleuniger veröffentlicht. Auf deren Basis wird jetzt über Finanzierung und Standort entschieden.

Anzeige

International Linear Collider (ILC) heißt das nächste Großprojekt der Teilchenphysik: An diesem Teilchenbeschleuniger soll die Forschungsarbeit des Large Hadron Collider (LHC) fortgeführt werden. Die Linear Collider Collaboration hat die technischen Details zu der Anlage veröffentlicht.

  • Konzept des Teilchenbeschleunigers ILC (Bild: ILC)
Konzept des Teilchenbeschleunigers ILC (Bild: ILC)

Der ILC ist ein 31 Kilometer langer Teilchenbeschleuniger, in dem Wissenschaftler Elektronen und Positronen kollidieren lassen wollen. Anders als der LHC ist der ILC nicht ringförmig. Die Elementarteilchen werden auf zwei geraden Bahnen beschleunigt und sollen dann mit einer Energie von 500 Gigaelektronenvolt (GeV) kollidieren. Zwei Detektoren sollen die Kollisionen aufzeichnen.

Ergänzung zum LHC

Die Anlage wird eine Ergänzung zum LHC: Aus den Experimenten wollen die Physiker unter anderem weitere Erkenntnisse über das Higgs-Boson, das mutmaßlich am LHC entdeckt worden ist, sowie über dunkle Materie gewinnen, die einen Großteil der Materie im Universum ausmacht.

Der jetzt veröffentlichte Technical Design Report (TDR) beschreibt, wie die Anlage aussehen soll, enthält einen Plan zum Bau der Anlage und geht auf Kosten und Risiken ein. Damit ist die Planungsphase abgeschlossen. Der TDR ist die Grundlage, auf der die Regierungen der beteiligten Länder über das Projekt entscheiden.

Morgen mit Bauen anfangen

Die Anwendung sei klar, die Technik verfügbar, sagt Barry Barish von der Linear Collider Collaboration. "Wir könnten morgen anfangen zu bauen. Alles, was wir brauchen, ist eine klare politische Äußerung", fordert er. Es gebe deutliche Anzeichen dafür, dass Japan dieses Projekt im Land haben wolle.

Die Baukosten für die Anlage werden auf knapp acht Milliarden US-Dollar geschätzt. Mögliche Standorte sind das Cern in Genf, das Fermilab in den USA oder die japanische Insel Kyushu. Japan gilt derzeit als wahrscheinlicher Standort, weil sich sowohl die Regierung als auch die Wissenschaftler dafür einsetzen.


l.blissett2 01. Okt 2013

Das ist doch der Punkt, dass wäre als Vorgehen nun wirklich nicht besonders clever (mal...

smuhu 15. Jun 2013

Ja ist natürlich klar. Gemeint war natürlich der Bau der Beschleunigerringe. Das CERN...

Yeeeeeeeeha 15. Jun 2013

Funfact: Geld wird weder da noch dort "verpulvert", sondern wechselt nur den Besitzer...

Yeeeeeeeeha 15. Jun 2013

Spinner m) = lächerlich wenig Guess what: Ein anständiges Kraftwerk haut MILLIARDEN Watt...

Cinemati 15. Jun 2013

Wenn Du 8 Runden drauf drehst ist er es ja ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München
  2. IT-Projektleiter/in (SAP)
    Landeshauptstadt München, München
  3. Gruppenleiter (m/w) für Software-Qualitätsmanagement
    TRUMPF GmbH + Co. KG, Ditzingen bei Stuttgart
  4. Projektleiter/in Software für mechatronische Fahrwerksysteme
    Schaeffler Technologies GmbH & Co. KG, Herzogenaurach

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Nokia

    Offline-Navigation Here für alle Android-Geräte

  2. Test F1 2014

    Monotonie auf der Strecke

  3. Projekt Phoenix

    Open-Source-Alternative zu Apples Swift

  4. Phishing

    Gezielte Angriffe über Onlinewerbung

  5. Thomas Gleixner

    Echtzeit-Linux wird Hobbyprojekt

  6. Aquabook 3

    Das wassergekühlte Gaming-Notebook

  7. Erneuerbare Energie

    Norwegen speichert Windstrom aus Dänemark

  8. Build 9860

    Windows 10 jetzt mit Info-Center für Benachrichtigungen

  9. Baden-Württemberg

    Weiteres Bundesland will Body-Cams an Polizisten einsetzen

  10. Markenwechsel

    Microsoft Lumia ist das neue Nokia



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  2. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars
  3. Raumfahrt Asteroidensonde Hayabusa-2 ist startklar

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

IT-Gipfel 2014: De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
IT-Gipfel 2014
De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"
  1. Digitale Verwaltung 2020 E-Mail soll Briefe und Amtsbesuche ersetzen
  2. Digitale Agenda Ein Papier, das alle enttäuscht
  3. Webmail Web.de kritisiert langsame De-Mail-Einführung der Regierung

    •  / 
    Zum Artikel