Anzeige
Simuliertes Higgs-Ereignis: weitere Erkenntnisse über das 2012 entdeckte Teilchen
Simuliertes Higgs-Ereignis: weitere Erkenntnisse über das 2012 entdeckte Teilchen (Bild: Cern)

Teilchenbeschleuniger: China will Higgs-Fabrik bauen

China plant den Bau eines eigenen Teilchenbeschleunigers, der doppelt so groß werden soll wie der LHC. Die Anlage soll Ende der 2020er Jahre in Betrieb gehen.

Anzeige

Der nächste Riesenteilchenbeschleuniger könnte in Asien errichtet werden: Das chinesische Institut für Hochenergiephysik (Ihep) will einen Beschleuniger bauen, in dem Positronen und Elektronen kollidieren sollen.

Der unterirdische Ring solle einen Umfang von 52 Kilometern haben, berichtet die britische Fachzeitschrift Nature. Das ist fast doppelt so viel wie der Large Hadron Collider (LHC). Der Teilchenbeschleuniger des Cern ist 27 Kilometer groß.

Mit oder ohne Partner

Die Anlage soll rund 3 Milliarden US-Dollar kosten. Das Geld soll der chinesische Staat aufbringen. Es könnten sich aber auch andere Länder daran beteiligen, sagte Ihep-Direktor Yifang Wang kürzlich auf einer Konferenz. Allerdings werde China nicht darauf warten, sondern anfangen.

Ist die Finanzierung sichergestellt, könnten die Bauarbeiten in etwa fünf Jahren beginnen. 2028 soll der Beschleuniger fertig sein. Zudem ist geplant, ihn bis Mitte der 2030er Jahre so umzubauen, dass darin Protonen mit Protonen kollidieren.

Kollisionen mit geringerer Energie

In dem Beschleuniger sollen Elektronen und Positronen kollidieren. Diese Kollisionen finden bei weniger Energie statt als die Kollisionen von Protonen im LHC - die Kollisionsenergie des chinesischen Beschleunigers soll 240 Gigaelektronenvolt betragen. Der LHC ist für Kollisionen mit einer Energie von 14 Teraelektronenvolt ausgelegt.

Nature bezeichnet den Beschleuniger als "Higgs-Fabrik". Durch die geringere Energie sollen sich die Kollisionen besser auswerten lassen. Das soll weitere Erkenntnisse über das 2012 nachgewiesene Higgs-Teilchen ermöglichen, etwa über dessen Interaktion mit anderen Partikeln.

Einen Riesenbeschleuniger zu bauen, ist auch eine Frage des Prestiges für das aufstrebende China. Der derzeit längste Beschleuniger, der chinesischen Wissenschaftlern im eigenen Land zur Verfügung steht, hat einen Umfang von gerade einmal 240 Metern.


eye home zur Startseite
daarkside 25. Jul 2014

Faszinierend, unter diesem Artikel herrscht fast einhellig die Meinung, dass es so wie es...

Bouncy 25. Jul 2014

hmpf, manchmal ist es zu einfach... :D

hannes1 24. Jul 2014

gut erklärt, Danke! :-) Mit der Rechnung bekommt diese Zahl gleich einen Sinn...

daarkside 24. Jul 2014

Das sie es nicht wollen hat doch mit dem Topic nichts zu tun, ging ja um einen/einige...

Kalle_Grabowski 24. Jul 2014

Eben und Protonen und Elektronen unterscheiden sich bei der Ruhemasse um den Faktor...

Kommentieren



Anzeige

  1. CIO / Head of IT (m/w)
    über JobLeads GmbH, Bodensee
  2. Client Services Software Support (m/w)
    State Street Bank International GmbH, Frankfurt
  3. Edi Specialist (m/w)
    MISUMI Europa GmbH, Schwalbach (Taunus)
  4. Leiter Interne IT (m/w)
    OXID eSales AG, Freiburg im Breisgau

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Gehalt.de

    Was Frauen in IT-Jobs verdienen

  2. Kurzstreckenflüge

    Lufthansa verspricht 15 MBit/s für jeden an Bord

  3. Anonymisierungsprojekt

    Darf ein Ex-Geheimdienstler für Tor arbeiten?

  4. Schalke 04

    Erst League of Legends und nun Fifa

  5. Patentverletzungen

    Qualcomm verklagt Meizu

  6. Deep Learning

    Algorithmus sagt menschliche Verhaltensweisen voraus

  7. Bungie

    Destiny-Karriere auf PS3 und Xbox 360 endet im August 2016

  8. Vive-Headset

    HTC muss sich auf Virtual Reality verlassen

  9. Mobilfunk

    Datenvolumen steigt während EM-Spiel um 25 Prozent

  10. Software Guard Extentions

    Linux-Code kann auf Intel-CPUs besser geschützt werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Zenbook 3 im Hands on: Kleiner, leichter und schneller als das Macbook
Zenbook 3 im Hands on
Kleiner, leichter und schneller als das Macbook
  1. 8x Asus ROG 180-Hz-Display, Project Avalon, SLI-WaKü-Notebook & mehr
  2. Transformer 3 (Pro) Asus zeigt Detachable mit Kaby Lake
  3. Asus Zenbook Flip kommt für fast 800 Euro in den Handel

Android Wear 2.0 im Hands on: Googles Aufholjagd mit Komplikationen
Android Wear 2.0 im Hands on
Googles Aufholjagd mit Komplikationen
  1. Android Wear 2.0 Google etabliert Fragmentierung bei Smartwatches
  2. Microsoft Outlook-Watch-Face für Android-Smartwatches
  3. Samsung Keine neuen Smartwatches mit Android Wear geplant

E-Mail-Verschlüsselung: EU-Kommission hat Angst vor verschlüsseltem Spam
E-Mail-Verschlüsselung
EU-Kommission hat Angst vor verschlüsseltem Spam
  1. Netflix und Co. EU schafft Geoblocking ein bisschen ab
  2. Android FTC weitet Ermittlungen gegen Google aus
  3. Pay-TV Paramount gibt im Streit um Geoblocking nach

  1. Re: In 24 Jahren IT habe ich noch keine IT...

    Dadie | 03:14

  2. Re: Tor ist unsicher geworden

    Pjörn | 03:04

  3. Re: Leidige Frage - gleiche Arbeit, gleicher Lohn

    slead | 03:00

  4. Re: es wird mit keinem wort erwähnt...

    Unix_Linux | 02:27

  5. Re: Wow...

    Unix_Linux | 02:24


  1. 18:37

  2. 17:43

  3. 17:29

  4. 16:56

  5. 16:40

  6. 16:18

  7. 16:00

  8. 15:47


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel