Teardown-Analyse: Chips der Wii U sind langsam, klein und sparsam
Das Mainboard der Wii U, das MCM rechts noch mit Heatspreader (Bild: Anandtech)

Leistungsaufnahme um 30 Watt

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Kleine Chips, die wenig können, lassen sich auch mit wenig Strom betreiben. Wie auch Nintendo selbst berichtete, war geringe Leistungsaufnahme eines der Designziele bei der Wii U. Anands Messungen bestätigen das: Nur 33 Watt benötigt das Gerät beim Spielen von Super Mario U; für das Hauptmenü der Konsole sind es über 31 Watt. Weniger Energie benötigt das Gerät nur beim Filmstreaming über den US-Dienst Netflix, hier sind es 28,5 Watt.

Damit ist die Wii U zwar insgesamt sparsam, viel sparsamer als auch die aktuellen Versionen von Xbox 360 und Playstation 3, aber offenbar wie auch diese Konsolen nicht auf dynamisches Stromsparen ausgelegt. Bei modernen CPUs und GPUs in PCs ergeben sich Verhältnisse vom ruhenden Desktop gegenüber Volllast für beide Chips von mehreren hundert Prozent. Dazu beherrschen die Bausteine zahlreiche Schlafmodi, bei denen Teile - wie ein CPU-Core - vollständig abgeschaltet werden können. Ähnliche Techniken scheint Nintendo nicht einzusetzen.

GPU auf dem Niveau einer Radeon HD 4700?

Kaum offizielle Angaben gibt es zum größten Chip auf dem MCM der Wii U, welcher die GPU darstellt. 3DCenter meint, es sei eine RV770-GPU, wie sie vor vier Jahren bei der Serie Radeon HD 4000 von AMD zum Einsatz kam. Anhand der Diegröße sollen maximal 480 Rechenwerke vorhanden sein, denn 32 MByte Embedded-DRAM sollen auf den Die auch noch vorhanden sein. Das ergäbe eine vermutlich noch geringere Leistung als bei dem Niveau einer Radeon HD 4770 - weil die Taktfrequenzen für die geringe Leistungsaufnahme niedrig sein müssen.

In der GPU muss aber nicht unbedingt Embedded-Speicher vorhanden sein, auch wenn Anandtech zu einem ähnlichen Ergebnis kommt: Es gibt nämlich einen weiteren Chip auf dem MCM. Laut der Beschriftung auf dem Heatspreader kann es sich bei dem mit 2,65 Quadratmillimetern winzigen Die nur um einen Baustein von Renesas handeln, denn die CPU stammt von IBM, die GPU von AMD. Zwar stellt Renesas auch DRAM her, aber ebenso PCIe-Switches - um einen solchen Switch könnte es sich handeln, der CPU und GPU verbindet.

Die einzigen Bausteine, zu denen sich anhand ihrer Modellnummern sichere Aussagen treffen lassen, sind die DRAMs. In vier Chips sind insgesamt 2 GByte RAM von Hynix untergebracht, der Speicher ist nach DDR3-1600 für eine Konsole recht schnell. Das ist auch nötig, da sich CPU und GPU das DRAM teilen (shared memory), und ein alter Konsolentrick: Auch die Playstation 3 arbeitet bis heute mit dem sonst kaum verwendeten Rambus-Speicher, der in solchen Umgebungen noch Vorteile bringen kann.

Den mit einem eigenen Bildschirm versehenen Controller der Wii U, das Pad, hat im Übrigen noch kein Hardwaretester zerlegt. Interessant wäre dabei vor allem, wie Nintendo die nach ersten Beobachtungen nahezu latenzfreie Übertragung der Bildinhalte realisiert hat.

 Teardown-Analyse: Chips der Wii U sind langsam, klein und sparsam

mnementh 26. Nov 2012

Hmm, beim genaueren Hinsehen fällt auf: in der Top 10 sind 3 Titel von Nintendo, 3 von...

mnementh 26. Nov 2012

Die verschiedenen Trackingunternehmen (sei es VGChartz, NPD, MediaCreate oder...

TTX 25. Nov 2012

Naja mich interessiert auch furchtbare ob meine Spielekonsole schneller ist als mein...

caldeum 25. Nov 2012

Na DIE Stelle zitier doch mal bitte ... Nochmal zum Rambus: Ist jetzt nicht eindeutig...

johnny rainbow 23. Nov 2012

Sondern nur die maximale Leistungsaufnahme während dem Spielen von Super Mario Bros. Die...

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