TAL: Telekom will Preise für Konkurrenz erhöhen
Telekom-Kabel, fotografiert im Museum für Kommunikation Hamburg (Bild: Stefan Müller)

TAL Telekom will Preise für Konkurrenz erhöhen

Die Telekom will von der Konkurrenz mehr Geld für die letzte Meile. Die Preise für die Teilnehmeranschlussleitung (TAL) sollen um fast 23 Prozent steigen. Laut VATM wird so der Glasfaserausbau behindert.

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Die Deutsche Telekom hat bei der Bundesnetzagentur einen höheren Mietpreis für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) beantragt. Die Telekom will den Mietpreis um fast 23 Prozent erhöhen. Sie hat am 22. Januar 2013 bei der Bundesnetzagentur die Anhebung des monatlichen Entgeltes von derzeit 10,08 auf 12,37 Euro beantragt. Das derzeit gültige Entgelt läuft am 30. Juni 2013 aus.

Jürgen Grützner, Geschäftsführer des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM): "Die Telekom baut meist dort, wo die Kabelnetzbetreiber schon größte Konkurrenz machen. Und der Ausbau mit Glasfaser bis in alle Häuser - FTTH - in Deutschland wird eher 20 als 10 Jahre dauern. Daher müssen wir es schaffen, die Glasfaser wenigstens bis in alle Gemeinden zu bekommen. Wer aber hier investieren will, und das sind fast ausschließlich die Wettbewerber der Telekom, der darf nicht mit Mietentgelten für die letzten hundert Meter vom Ausbau abgehalten werden, die aufgrund eines fiktiven Neupreises für das quasi abgeschriebene Kupfernetz festgelegt werden."

"Wer Breitbandnetze massiv ausbaut, braucht Sicherheit darüber, dass die Infrastruktur nicht weiter entwertet wird", sagte Niek Jan van Damme, Deutschland-Chef bei der Telekom. Auch andere Anbieter, die selbst in Netzinfrastruktur investieren, hätten sich für stabile TAL-Entgelte ausgesprochen - etwa die Kabelnetzbetreiber und Stadtnetzbetreiber wie Netcologne und M-Net im Buglas (Bundesverband Glasfaseranschluss).

Mit letzter Meile wird in Telekommunikationsnetzen der Abschnitt der Leitung zwischen der örtlichen Vermittlungsstelle (Hauptverteiler) und dem Anschluss beim Kunden bezeichnet. Derzeit hat die Telekom rund 9,5 Millionen TAL vermietet.


hpommerenke 22. Jan 2013

Vermutlich gibt es dort auch bereits Kabel und/oder VDSL. DANN würde es mich auch nichts...

Paule 22. Jan 2013

Bis hier stimmt alles. Aber ab hier gibt es logische Fehler im Text. Hier der...

Paule 22. Jan 2013

Die Kosten der TAL werden von den Anbietern doch ganz einfach 1:1 in deren...

Vradash 22. Jan 2013

Dies. Aber es ist ja heutzutage so: Hauptsache schnell und billig! Und dann meckern wenn...

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