TAL Telekom darf Preise für DSL der Konkurrenz erhöhen

Die Telekom wollte fast 23 Prozent mehr Miete für die Verbindung zwischen Kabelverzweiger und Wohnung fordern. Ganz so viel hat die Bundesnetzagentur nicht genehmigt.

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Die Deutsche Telekom hat von der Bundesnetzagentur einen etwas höheren Mietpreis für die Überlassung der Teilnehmeranschlussleitung (TAL) genehmigt bekommen. Für die TAL darf die Telekom statt 10,08 Euro künftig 10,19 Euro berechnen. Für den Zugang zur TAL an einem Kabelverzweiger, einem der grauen Verteilerkästen am Straßenrand, darf der Festnetzbetreiber künftig nur noch 6,79 Euro monatlich statt bisher 7,17 Euro in Rechnung stellen.

Die Telekom wollte den Mietpreis um fast 23 Prozent erhöhen. Sie hatte am 22. Januar 2013 beim Regulierer die Anhebung des monatlichen Entgeltes von 10,08 auf 12,37 Euro beantragt. Das derzeit gültige Entgelt läuft am 30. Juni 2013 aus. Für die Strecke vom großen Knotenpunkt Hauptverteiler (HVt) bis zum Kabelverzweiger (KVz) steigt das Monatsentgelt von 2,91 Euro auf 3,40 Euro.

Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, sprach von einer moderaten Preiserhöhung für den Zugang zur letzten Meile. "Zu niedrige Preise würden bereits getätigte Investitionen entwerten sowie neue beeinträchtigen", sagte Homann. Die Telekom twitterte, es sei ein gutes Signal für den Breitbandausbau, dass seit 14 Jahren erstmals keine Absenkung bei der TAL gewollt sei.

Der Breko, zu dem Telefónica, Versatel und viele lokale Festnetzbetreiber gehören, hat sich gegen den Entscheid gewandt. Die Bundesnetzagentur habe dem Infrastrukturwettbewerb geschadet. Mit der Anhebung gingen wichtige Investitionsmittel für die kostenintensive Glasfaserverlegung verloren - vor allem im ländlichen Raum. Dort zähle jeder Cent. Die Absenkung der Kabelverzweiger-TAL gleiche dies nicht aus. Die Entscheidung muss noch der Europäischen Kommission vorgelegt werden.

Peer Knauer, Präsident des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM), sagte: "Der Preiserhöhung für mehr als neun Millionen angemietete TAL-Anschlüsse am Hauptverteiler steht eine marginale Senkung für nur rund 140.000 gemietete TALs am KVz gegenüber. Das bedeutet eine drastische Belastung des Wettbewerbs und der Infrastrukturinvestoren in Höhe von rund 37 Millionen Euro."


hw75 24. Apr 2013

was ist denn das für eine Quatschrechnung, wieviel man insgesamt mit 384kbit downloaden...

M.P. 02. Apr 2013

Stimmt, die Tiefbauunternehmer verlangen immer weniger für das Verlegen der Kabel, und...

Blauer 30. Mär 2013

@Dumpfbacke Zu spät zum Editieren. Hier was zum Lesen. "... Die DBP lieferte zwar als...

Youssarian 30. Mär 2013

Die Differenz zwischen TAL/HVt und TAL/KVz beträgt demnach 3,40 Euro. Das heißt, die...

nille02 29. Mär 2013

In Deutschland hast du noch das Problem das viele Hausbesitzer das nicht zulassen wenn...

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