Synaptics Thintouch ausprobiert Tastatur mit sich wegduckenden Tasten

Normalerweise bewegt sich eine Taste nur auf und ab. Nicht so Synaptics fertiges Konzept: Hier gleiten die Tasten eine Rampe hinunter. Uns gefällt der überraschend harte Anschlag trotz der hohen Lautstärke. Wir zeigen zudem im Video die Bewegung der Tasten.

Anzeige

Synaptics hat für den Mobile World Congress 2013 ein Lenovo X1 Carbon mit einer neuen Thintouch genannten Tastatur versehen. Eigentlich ist die Firma für ihre kapazitiven Touchgeräte bekannt. In Zukunft soll es aber auch Tastaturen in Notebooks von Synaptics geben, was die Firma bereits im August 2012 mit einem gerenderten Video angekündigt hat.

Das Besondere der Tastatur: Sie ist sehr flach. Damit kann der Entwickler eines Notebooks entweder mehr Platz für den Akku vorsehen oder auch ein noch dünneres Gerät entwickeln. Die Tasten bewegen sich bei dem Konzept nicht mehr auf und ab, sondern ducken sich seitlich weg, was in unserem folgenden Video gut zu sehen ist:

Mit einer gehörigen Portion Skepsis haben wir die ersten Tippversuche gestartet und waren überrascht. So gut tippt es sich selten auf so einer flachen Tastatur. Allerdings war unser Versuch nur eine Trockenübung, denn das Notebook selbst schaltete Synaptics nicht ein. Der Hub, wenn man ihn so nennen darf, ist gering, was aber überhaupt nicht störte.

Der Anschlag ist dafür extrem hart. Das erinnert fast schon an den mechanischen Anschlag der mittlerweile selten gewordenen Microschalter-Tasten. Dass sich die Tasten beim Tippen nach unten, also in die Richtung des Anwenders bewegen, stört überhaupt nicht. Allerdings ist die Tastatur auch rekordverdächtig laut. Deutlich wahrnehmbare Klackgeräusche bestätigen jeden einzelnen Tastenanschlag. Wer selber tippt, dürfte sich daran nicht stören, die benachbarten Mitarbeiter könnte es hingegen zur Weißglut treiben.

Tastatur wird noch optimiert

Laut Synaptics wird die Tastatur noch optimiert. Sie könnte also durchaus noch leiser werden. Fraglich ist allerdings, ob dann der angenehm harte und präzise Anschlag bleibt. Außerdem ist unklar, wie leicht sich die Tasten entfernen und säubern lassen. Klassische Notebooktastaturen können mit ein wenig Fingerspitzengefühl schnell auseinandergenommen werden.

Das Konzept ist noch nicht fertig. Einige Tasten sind noch reine Dummys. Das gilt insbesondere für die F- und die Pfeiltasten. Die Leertaste besitzt hingegen schon den Slide-Mechanismus und ist dabei überraschend stabil. Die Tastatur bietet zudem eine Gestenerkennung, da die Tasten zusätzlich kapazitiv arbeiten. In der Praxis konnte Synaptics das noch nicht zeigen.

  • Normalerweise bewegen sich Tasten auf und ab. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Bei Synaptics' Thintouch-Tastatur ist das nicht so. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein Druck auf eine Taste sorgt für eine seitliche Verschiebung. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)
Normalerweise bewegen sich Tasten auf und ab. (Foto: Andreas Sebayang/Golem.de)

Die Tastatur soll auf jeden Fall auf den Markt kommen, aber auch nach beharrlichem Nachfragen wollte die Firma keinen präzisen Termin nennen. Irgendwann im Jahr 2013 soll es so weit sein. Nur weil Synaptics die Tastatur in einem Lenovo-Notebook zeigt, heißt das noch nicht, dass Lenovo diese auch anbieten wird. Synaptics wollte keinen Partner beim Namen nennen.


EvilSheep 27. Feb 2013

Tastenbewegung zum Nutzer hin müsste deutlich schonender für die Fingergelenke sein...

diablo77 27. Feb 2013

...und das ist die beste Erklärung dafür! Einfache Physik! Vielen Dank dafür.

DaObst 26. Feb 2013

Die damit erzeugte Energie wäre viel zu gering als das man damit einen Akku, der heutigen...

sabrehawk 26. Feb 2013

und wir wissen ja alle wie durchschlagend erfolgreich der Alte mit seinen Erfindungen war^^

fluppsi 25. Feb 2013

Konnte in dem Video auch nicht viel erkennen. Zumindest nicht was jetzt die angebliche...

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektmanager (m/w)
    FTI Group, München
  2. Softwareentwickler Microsoft C# / .NET (m/w)
    HABA - Erfinder für Kinder, Habermaaß GmbH, Bad Rodach
  3. IT Spezialist/IT Spezialistin Applikationsmanagement II
    Messe Frankfurt GmbH, Frankfurt am Main
  4. Senior Consultant SAP CRM / Solution Architect SAP CRM (m/w)
    Home Shopping Europe GmbH, Ismaning bei München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Cortana im Test

    Gebt Windows Phone eine Stimme

  2. Megaupload

    Kim Dotcom bekommt sein Vermögen zurück

  3. Wolfenstein The New Order

    "Als Ein-Mann-Armee gegen eine Übermacht"

  4. Microsoft Office 365 Personal

    Günstigeres Cloud-Office für Privatpersonen

  5. Planeten

    Bekommt der Saturn Nachwuchs?

  6. Linux

    Fehlende Kconfig-Details verärgern Distro-Maintainer

  7. Intel

    Umsatz mit Smartphones und Tablets bricht massiv ein

  8. Samsung

    Galaxy-S5-Bauteile teurer als beim iPhone 5S und Galaxy S4

  9. OLED

    Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter

  10. Nach Undercover-Recherche

    Zalando geht juristisch gegen RTL-Journalistin vor



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Test Lego Der Hobbit: I am King under the Mountain
Test Lego Der Hobbit
I am King under the Mountain

Erst kullern die Klötzchen, dann die Lachtränen: Traveller's Tales' chaotische Mischung aus Jump 'n' Run und Action-Adventure ist urkomisch, atmosphärisch dicht und oft mehr Film als Spiel. König unter dem Berg ist nicht Smaug, sondern Slapstick.

  1. Lego Minifigures angespielt Abenteuer mit rund 100 Klassen
  2. Jason Alleman Tastatur aus Lego
  3. Kunststoffklötzchen Lego spielen in Google Chrome

Solarauto: Stella ist leichter als mancher Elektroauto-Akku
Solarauto
Stella ist leichter als mancher Elektroauto-Akku

Stella ist ein besonderes Elektroauto: Es macht sich seinen Fahrstrom selbst, mit Solarzellen auf dem Dach. Das in den Niederlanden entwickelte Fahrzeug ist ein viersitziges Familienauto mit Straßenzulassung.

  1. E-Power Formula 3 Elektrorennwagen auf Formel-3-Basis
  2. Industrie-Ethernet-Anschluss Bastler findet Zugang zum Netzwerk im Tesla Model S
  3. Tesla Mit Titanpanzer gegen Akkubrände

Robotik: Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern
Robotik
Humanoide lassen sich mit dem Gehirn steuern

Der Roboter Geminoid soll bald nur durch Gedanken bewegt werden. Aber bei den Experimenten im Labor von Hiroshi Ishiguro geht es um mehr: Ishiguro will zeigen, dass Brain-Computer-Interfaces besser funktionieren, wenn das gesteuerte Objekt humanoid ist.

  1. Human Robots Roboter, menschengleich

    •  / 
    Zum Artikel