Swisscom Unternehmens-Backup-Bänder landen bei Zeitung

Vier Bänder mit Backups der Unternehmenskommunikation der Swisscom sind der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) zugespielt worden. Darauf befinden sich Verträge, interne E-Mails und Kundendaten.

Anzeige

Bänder aus Rechenzentren der Swisscom sind der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) übergeben worden. Wie die Redaktion berichtet, befinden sich darauf 14.500 E-Mails, Verträge mit Privat- und Geschäftskunden, Angaben zu Bestellungen und Telefonanschlüssen und 600.000 Nummern aus dem Telefonbuch, zum Teil mit weiteren Angaben. Auch interne E-Mails zu Projekten, Sitzungsprotokolle, Dienstpläne, Krankmeldungen, Einladungen zu Geschäftsessen und Korrespondenz zu Bewerbungen, Entlassungen und zu Weiterbildungen finden sich auf den Bändern.

Laut Swisscom-Sprecher Olaf Schulze stammen die meisten Bänder aus einem Rechenzentrum in Ostermundigen, das inzwischen an die Schweizerische Bundesbahnen (SBB) abgetreten worden sei.

"Drei der Bänder sind bereits wieder im Besitz von Swisscom und werden analysiert", erklärte das Unternehmen am 18. September 2013. Strafanzeige gegen unbekannt sei bei der Staatsanwaltschaft erstattet worden und der eidgenössische Datenschutzbeauftragte informiert sowie interne Untersuchungen eingeleitet worden. "Derzeit wird von einem kriminellen Hintergrund ausgegangen", so die Swisscom.

Die Backup-Daten stammen aus zwei Rechenzentren von Swisscom und enthalten Sicherungskopien aus den Jahren 2008 bis 2010. "Derzeit lässt sich nicht ausschließen, dass auch Kundeninformationen auf den Bändern gespeichert sind", erklärte das Unternehmen.

Die bei der Zeitung aufgetauchten Bänder würden seit 2012 nicht mehr von Swisscom verwendet. Heute erfolge die Datenspeicherung auf Festplatten. "Das Entfernen der Datenträger aus den Servern erfolgt ausschließlich im Vieraugenprinzip, ebenso wie die Einlagerung in mehrfach gesicherten Entsorgungsräumen." Solche Datenträger seien in einem Konvoi mit zwei Begleitfahrzeugen zum Schreddern transportiert worden. Dabei seien auch externe Partnerfirmen eingebunden. Seit Anfang 2012 würden Festplatten bereits vor der Entsorgung im Rechenzentrum entmagnetisiert. Ein weiteres Band habe die Zeitung der Quelle zurückgegeben. "Swisscom setzt alles daran, auch in den Besitz dieser fehlenden Daten zu kommen", erklärte das Telekommunikationsunternehmen.


silentburn 18. Sep 2013

Ausserdem was wurde gefunden? 14000 Mails ? die hab ich allein die letzten Jahren der...

ichbert 18. Sep 2013

Weil dies Vor und Nachteile hat. Administratoren wägen dies Vor/Nachteile ab und...

thesparxinc 18. Sep 2013

Ich lese das auch so das NACH 2012 erst ein 4-Augen Prinzip eingesetzt wird. Vor 2010...

User_x 18. Sep 2013

in der Poststelle falsche Adresse aufgeschrieben... aber was berechtigt die Zeitung...

oBsRVr666 18. Sep 2013

Wayne interresierts.

Kommentieren



Anzeige

  1. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier
  2. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  3. BW/BI Anwendungsbetreuer (m/w)
    Universitätsklinikum Würzburg, Würzburg
  4. IT-Leiter/in
    Silvretta Montafon Bergbahnen AG über TCI Consult GmbH, St. Gallenkirch (Österreich)

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Quartalsbericht

    Amazon weiter mit hohem Umsatz und etwas Gewinn

  2. Quartalsbericht

    Microsofts Gewinn und Umsatz fallen

  3. Element

    Schenkers Windows-Tablet ab 350 Euro - aber ohne Tastatur

  4. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  5. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  6. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  7. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  8. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  9. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  10. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Conversnitch: Die twitternde Abhörlampe
Conversnitch
Die twitternde Abhörlampe

Conversnitch ist eine kleine Lampe, die unauffällig Gesprächsfetzen aus ihrer Umgebung mitschneidet, online eine Spracherkennung durchführt und den Text auf Twitter postet. Die Kunstaktion soll das Bewusstsein für die alltägliche Überwachung wecken.

  1. Menschenrechte Schärfere Exportkontrollen für Spähprogramme gefordert
  2. NSA-Skandal "Europa ist doch keine Kolonie"
  3. Frankreich Geheimdienst greift auf alle Daten von Orange zu

Microsoft: Remote-Desktop-App für Windows Phone
Microsoft
Remote-Desktop-App für Windows Phone

Microsoft hat eine Remote-Desktop-App für Windows Phone veröffentlicht. Damit kann aus der Ferne von einem Smartphone auf einen anderen Windows-Rechner zugegriffen werden, ohne dass auf diesem eine spezielle Software installiert sein muss.

  1. Cortana im Test Gebt Windows Phone eine Stimme
  2. Smartphones Nokia und HTC planen Updates auf Windows Phone 8.1
  3. Ativ SE Samsungs neues Smartphone mit Windows Phone

Palcohol: Der Cocktail in Pulverform
Palcohol
Der Cocktail in Pulverform

Mit kleinem Gepäck unterwegs und trotzdem nicht auf den abendlichen Drink verzichten? Ein US-Unternehmen hat Rum und Wodka in Pulver verwandelt. Zum Trinken einfach mit Wasser aufgießen - zum Schnupfen jedoch nicht geeignet.

  1. OLED Das merkwürdige Bindungsverhalten organischer Halbleiter
  2. Max-Planck-Institut Quantencomputer werden Silizium-Chips ähnlicher
  3. Kognitionswissenschaft Computer erkennt 21 Gesichtsausdrücke

    •  / 
    Zum Artikel