Surface RT im Test Tablet mit Ecken und Kanten

Microsoft hat mit dem Surface erstmals selbst einen PC auf den Markt gebracht. Mit dem Tablet will Microsoft zeigen, wozu Windows RT imstande ist. Herausgekommen ist ein gutes Tablet mit praktischen Ideen, das aber so seine Probleme hat. Andere sind besser.

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Surface ist Microsofts erster eigener PC, zumindest bezeichnet Microsoft das Tablet so. Es hat einen ARM-Prozessor und läuft mit Windows RT. Offiziell ist es seit dem Start von Windows 8 und Windows RT am vergangenen Freitag, dem 26. Oktober 2012 auf dem Markt, doch Microsoft kämpft mit Lieferproblemen und hat hierzulande die Auslieferung verschoben. Statt des Tablets erhielten die Vorbesteller zunächst per E-Mail eine Entschuldigung und einen Gutschein über 50 Euro für Einkäufe im Microsoft Store. Nur dort ist Microsofts Tablet im Übrigen derzeit bestellbar. Die ersten Vorbesteller haben auch in Deutschland mittlerweile ihre Geräte erhalten.

Aktuell ist Surface nur mit Nvidias ARM-SoC Tegra 3 verfügbar. Eine Version mit Intels Core-i5-Prozessor soll erst Anfang 2013 folgen. Entsprechend kommt auf dem uns vorliegenden Testgerät Windows RT zum Einsatz, das wir uns bereits auf dem Vivo Tab RT von Asus angeschaut haben. Zwar stecken sowohl in dem RT-Tablet von Asus als auch in Microsofts Surface RT ein Tegra 3 mit 1,3 GHz sowie ein 10-Zoll-Display mit einer 16:9-Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln und 5 Touchpunkten, dennoch unterscheiden sich die beiden Geräte deutlich, beispielsweise beim Gewicht: Das Surface ist mit 683 Gramm deutlich schwerer als das Vivo Tab RT mit 532 Gramm. Und obwohl das Surface nicht viel mehr wiegt als ein iPad 3 (662 Gramm), fühlt es sich aufgrund seiner langgestreckten Form deutlich schwerer an. Das Display in Microsofts Tablet ist minimal größer als das im Vivo Tab RT.

Der äußere Eindruck

Microsofts Surface macht einen hochwertigen Eindruck. Das Design ist schlicht und setzt auf klare Linien und Kanten. Das passt zu Microsofts neuer Designsprache, die auch Windows 8 und Windows RT sowie andere neue Microsoft-Produkte prägt. Schlicht ist auch der Lieferumfang: Neben dem Tablet liegen lediglich ein Ladegerät und eine Kurzanleitung im Karton. Das Ladegerät nutzt allerdings keinen USB-Stecker, wie das bei den meisten anderen Herstellern mittlerweile der Fall ist. Das Kabel mit dem proprietären Ladestecker für das Surface lässt sich nicht vom Netzteil trennen.

Touch und Type Cover

Die von Microsoft entwickelte passende Tastatur, die auch als Abdeckung für das Tablet dient, muss extra bestellt werden. Der Kunde hat hier die Wahl zwischen dem Touch Cover mit berührungsempfindlicher Oberfläche und dem Type Cover mit echten Tasten.

Die Cover werden einfach an das Tablet angeklippt und durch einen Magneten gehalten. Das funktioniert gut und das Cover rutscht meist mit einem satten Schnappgeräusch von allein in die richtige Position. Selten verkantet es sich dabei und bedarf ein klein wenig Nachhilfe. Die Magnete sind stark genug, um auch das Gewicht des Tablets zu halten, so dass es direkt an der Tastatur hochgenommen werden kann. Im Vergleich zum iPad 3 setzt Microsoft auf stärkere Magnete, der Mechanismus ist aber etwas hakeliger.

Das Touch Cover wurde fast von jedem in der Redaktion eher skeptisch beäugt, es tippt sich darauf aber in etwa wie auf einer Bildschirmtastatur. Lediglich die linke Shift-Taste ist ziemlich klein, so dass der Nutzer oft die danebenliegende Taste trifft. Ärgerlicher ist hingegen, dass wiederholt eine der gar nicht vorhandenen Tasten klemmte oder die Tastatur komplett ihren Dienst einstellte, was sich nur lösen ließ, indem das Touch Cover vom Tablet getrennt und wieder angeklippt wurde.

Auch das in das Touch Cover integrierte Touchpad funktioniert nicht ganz so, wie es sollte: Das Scrollen mit der Zweifingergeste klappt nur zuverlässig, wenn der Nutzer regelrecht über die Oberfläche kratzt. Wie lange die Oberfläche das mitmacht, ist bisher schwer einzuschätzen. Sanfte Streichbewegungen führen jedenfalls nicht immer zu präzisem Scrollen, so dass wir immer wieder lieber auf dem Touchscreen navigiert haben. Dabei passiert es aber durchaus, dass das Touchpad mit dem Unterarm berührt wird. Da bei der Touchbedienung am Display das Touchpad nicht deaktiviert wird, kommt es so ab und an zu ungewollten Eingaben. Drag-and-Drop mit dem in das Touch Cover integrierten Touchpad erwies sich als hakelig.

Deutlich praktischer finden wir das Type Cover mit seinen mechanischen Tasten. Diese sind zwar flach, aber es tippt sich auf der Tastatur erstaunlich gut. Größtes Manko auch hier ist die zu kleine linke Shift-Taste, was bei uns zu ständigen Vertippern führte.

Werden die Tastaturhüllen geschlossen, geht das Tablet von allein aus und beim Öffnen wieder an. Dabei gibt es allerdings eine Verzögerung von 1 bis 2 Sekunden. Klappt man die Tastaturen um, so dass sie auf der Rückseite des Tablets liegen, werden sie praktischerweise deaktiviert.

Tablet mit integriertem Ständer 

synoon 10. Nov 2012

Hätte schon lange gerne einen Ausfürhlichen Test über die Atom-CPU mit Office und anderen...

TheTribalK 08. Nov 2012

Wir brauchen mehr User dieser Sorte. Hat man morgens immer was zu lachen^^

cappuccino 04. Nov 2012

http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=1961793

nmSteven 02. Nov 2012

Falsch 129¤ für eine sehr gute Tastatur, mit integrierten Cover zum Display Schutz und...

nmSteven 02. Nov 2012

Sie wirkt schon ziemlich klein gut kann man letzen Endes als Kritikpunkt durchgehen...

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