Tablet mit integriertem Ständer
Direkt in das Tablet integriert ist ein Ständer aus Metall, der ausgeklappt werden kann. Auch er wird am unteren Ende mit einem Magneten am Gehäuse gehalten, so dass er sich nicht ungewollt öffnet. Mit leichtem Druck federt er gut hörbar in die offene Position. Leider lässt sich der Ständer nur in dieser einen Position verwenden, die Neigung des aufgestellten Tablets lässt sich nicht verändern.
Microsoft hat den Winkel aber so gewählt, dass sich damit auf einem Tisch gut arbeiten lässt. Selbst auf dem Schoß ist die Konstruktion mit Ständer und Touch Cover noch brauchbar. Die zum Teil harsche Kritik der ersten US-Tests können wir so nicht nachvollziehen. Etwas wackelig ist das Ganze aber schon.
Der Ständer selbst hat eine recht scharfe Kante. Schneiden kann man sich daran zwar nicht, auf manch empfindlicher Oberfläche könnte das Metall aber durchaus Kratzer hinterlassen.
Ordentliches Display
Das IPS-Display-Panel im Surface verfügt zwar nur über eine Auflösung von 1.366 x 768 Pixeln, was im Vergleich zum iPad 3 mit einer Auflösung von 2.048 x 1.536 oder dem Anfang der Woche angekündigten 10-Zoll-Tablet Nexus 10 von LG und Google mit sogar 2.560 x 1.600 Pixeln bescheiden wirkt. Microsoft setzt auf seine Softwaretechnik Cleartype, die die Lesbarkeit von Schriften verbessern soll. So macht das Surface-Display einen guten Eindruck, kann mit deutlich höher aufgelösten Displays wie dem im iPad aber nicht mithalten.
Dabei ist das Display hell genug, um die meisten Spiegelungen zu überstrahlen.
Proprietäre Anschlüsse
Im Gehäuse von Microsofts Tablet finden sich nur wenige Anschlüsse. An der unteren Seite gibt es einen X-poligen proprietären Anschluss für Zubehör, an dem die Tastatur-Cover andocken, an der rechten Seite befindet sich ein fünfpoliger proprietärer Stromanschluss. Der Stecker wird wie bei den Magsafe-Anschlüssen in Apples Macbooks per Magnet gehalten. Microsofts Konstruktion ist aber deutlich fummeliger zu nutzen als die von Apple. Zwar ist es uns wiederholt gelungen, den Stecker am Kabel so in die Nähe der Buchse zu halten, dass er von allein in die richtige Position rutschte, fasst man aber den Stecker an, verkantet er oft und muss daher recht präzise in die Buchse gesteckt werden. Da das Surface-Gehäuse nach hinten abgeschrägt ist, gestaltet sich das unnötig kompliziert. Es funktioniert zwar, nur eben nicht ganz so elegant wie bei Apple.
USB, Micro-HDMI und MicroSD
Ebenfalls rechts befindet sich ein normal großer USB-2.0-Port. Das ist zwar praktisch, ein zweiter USB-Port sowie Unterstützung von USB 3.0 wäre aber noch praktischer gewesen. Denn so erreicht das Surface bei der Datenübertragung via USB nur 20 MByte/s lesend und 16 MByte/s schreibend. Per USB aufladen lässt sich das Tablet nicht.
Zudem gibt es einen Micro-HDMI-Ausgang, mit dem sich das Surface-Tablet an ein externes Display anschließen lässt. Etwas versteckt und ebenfalls auf der rechten Seite gibt es einen Steckplatz für MicroSDXC-Karten. Das Einstecken und Herausnehmen von Speicherkarten ist etwas mühsam, das gilt insbesondere, wenn zugleich der Stromanschluss des Tablets belegt ist. Die erreichten Datenraten beim Lesen und Schreiben auf MicroSD-Karten liegen bei 20 respektive 16 MByte/s.
Die Leistungswerte für USB und MicroSD entsprechen denen, die wir am Vivo Tab RT von Asus gemessen haben.
Darüber hinaus gibt es links noch einen Kopfhöreranschluss (3,5 mm Klinke) und einen Lautstärkeregler. An der oberen Kante ist der Ein- und Ausschalter zu finden, auf den das Tablet sehr flott und ohne Verzögerung reagiert, anders als ein iPad.
Dual-Band-WLAN, aber kein UMTS
WLAN unterstützt Surface nach 802.11a/b/g/n, funkt also im Bereich von 2,4 und 5 GHz. Dabei unterstützt der integrierte WLAN-Chip Datentransferraten von bis zu 270 MBit/s im 5-GHz-Netz, in unserer Büroumgebung machte sich der schnelle Chip aber kaum bemerkbar: Wir erreichten damit in der Praxis bei einem kurzen Test nur knapp über 5 MByte/s auf kurzer Distanz, beim Asus waren es 4 MBit/s.
Ein Surface-Modell mit integriertem WWAN-Modem für UMTS oder LTE bietet Microsoft derzeit nicht an.
Kameras, Lautsprecher und Mikrofone
Das Surface verfügt über zwei Kameras, eine vorn und eine hinten, die bei Videos eine Auflösung von 720p erreichen. Beide ermöglichen auch in dunkleren Umgebungen noch Aufnahmen, die allerdings starkes Rauschen und leuchtende Pixel aufweisen.
Auf beiden Seiten befindet sich ein Lautsprecher, so dass das Surface Stereoton ausgeben kann. Ein iPad 3 klingt mit seinem Mono-Lautsprecher deutlich besser und ist lauter. Im Vergleich zum Vivo Tab RT ist das Surface zwar lauter, klingt aber weniger voll, obwohl das Gehäuse deutlich größer ist und somit mehr Platz für Lautsprecher bieten sollte.
Das Surface verfügt über zwei Mikrofone.
Knapper Speicherplatz
Bei einem Surface-Modell mit nur 32 GByte Flash-Speicher bleiben leider nur 14 GByte für den Nutzer übrig. Ein Teil der GByte geht durch die 1.024er Umrechnung verloren und 4 GByte braucht allein schon die Wiederherstellungspartition. Auf Laufwerk C sind zudem rund 14 GByte durch das System belegt, und zwei weitere Partitionen machen noch einmal 400 MByte unbenutzbar. Es wird aber auch ein Modell mit 64 GByte angeboten.
Wie schon in unserem Test des Vivo Tab RT von Asus geschildert, ist es vor diesem Hintergrund wenig sinnvoll, ein Windows-RT-Tablet mit nur 32 GByte Speicherplatz zu kaufen. 64 GByte sollten es mindestens sein, wenn der Anwender ein paar Videos und Musik mitnehmen will.
| Surface RT im Test: Tablet mit Ecken und Kanten | Surface nach dem ersten Einschalten |






Hätte schon lange gerne einen Ausfürhlichen Test über die Atom-CPU mit Office und anderen...
Wir brauchen mehr User dieser Sorte. Hat man morgens immer was zu lachen^^
http://forum.xda-developers.com/showthread.php?t=1961793
Falsch 129¤ für eine sehr gute Tastatur, mit integrierten Cover zum Display Schutz und...
Sie wirkt schon ziemlich klein gut kann man letzen Endes als Kritikpunkt durchgehen...
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