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Superhot
Superhot (Bild: Golem.de)

Verfügbarkeit und Fazit

Diese Entscheidungen machen die eigentliche Herausforderung von Superhot aus. Nicht das Schießen an sich, sondern das Überlegen: Wie können wir in einer eigentlich ausweglosen Situation inmitten von Feinden mit ein paar einfachen Tricks überleben? Diese Tricks lernen wir nach und nach kennen: Wir können hinter einen Feind springen, sodass die für uns gedachte Kugel eines Kollegen ihn erwischt. Manchmal müssen wir einfach schnell in Deckung gehen, ein anderes Mal bewegen wir uns Millimeter um Millimeter durch einen Kugelhagel.

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Das Tolle an Superhot ist, dass das im Laufe der Zeit immer besser funktioniert - wenn wir den Bogen raushaben. In den besten Momenten des Spiels bewegen wir uns fast wie Neo in den Matrix-Filmen mit fast traumwandlerischer Sicherheit durch den feindlichen Kugelhagel, halten die Zeit an, blicken uns um, weichen Gegnern aus und greifen nach ihren Waffen.

Das können wir übrigens dann nicht nur in der Kampagne machen, sondern auch in einer Reihe von sogenannten endlosen Arenen sowie in zwölf besondere Herausforderungen. Die Kampagne ist in drei bis fünf Stunden absolviert - danach macht Superhot nur noch Spaß, wenn man Freude an der guten Steuerung und dem Gameplay an sich hat.

  • Mit lautem Scheppern zerspringt einer der Computergegner. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Hauptmenü von Superhot erinnert an DOS und ähnliche Betriebssysteme. (Screenshot: Golem.de)
  • In einer schneeweißen U-Bahn-Station liefern wir uns eine Schießerei. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Bahn von Kugeln können wir im Stehen sehen. (Screenshot: Golem.de)
  • Nur wenige Abschnitte wie dieser Raum sind etwas größer. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Handlung wird per Texteinblendungen ... (Screenshot: Golem.de)
  • ... und mit ASCII-Zeichen erhellt. (Screenshot: Golem.de)
  • Fensterscheiben zerplatzen mit einem lauten Knall. (Screenshot: Golem.de)
  • Feinde in der Nähe können wir mit Boxhieben angreifen. (Screenshot: Golem.de)
  • Ab und zu stürmen viele Gegner nacheinander auf uns zu. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Grafikmenü der Windows-Version ist sehr spartanisch gehalten. (Screenshot: Golem.de)
Die Handlung wird per Texteinblendungen ... (Screenshot: Golem.de)

Superhot basiert auf der Unity-Engine, grafisch macht das Programm eine etwas durchwachsene Figur. Alle Umgebungen sind in leicht texturiertem Weiß gehalten - aus der Nähe ist vage nur eine Ahnung etwa von einer Steinoberfläche zu sehen. Feinde sind knallrot und nicht sehr detailreich, dafür aber ordentlich animiert. Auch in Zeitlupe fallen kaum nicht zusammenpassende Bewegungsphasen auf, alles wirkt flüssig und glaubhaft.

Ein echter Hingucker sind die auf roten Bahnen fliegenden Kugeln, sowie die Feinde bei Treffern: Die virtuellen Wesen zerspringen wie Kristallvasen mit ein paar orangenen Lichteffekten, dazu sind Geräusche von splitterndem Glas zu hören. Sonst gibt es übrigens keine ernsthaften Geräusche, keinen Soundtrack und keine Sprachausgabe - abgesehen von einem nervigen "Superhot"-Sample nach erfolgreich absolvierten Einsätzen.

Superhot ist als Download über Steam für Windows-PC, Linux und OS X verfügbar und kostet rund 23 Euro. Einen VR-Modus für Oculus Rift und Co. wollen die Entwickler demnächst per Patch nachreichen. Am 24. März 2016 soll eine Box-Version als Collector's Edition in den deutschsprachigen Handel kommen. In ein paar Wochen soll außerdem eine Umsetzung für die Xbox One folgen - ein genauer Termin liegt nicht vor. Das Programm hat noch keine Altersfreigabe von der USK erhalten, aber die europäische Jugendschutzstelle PEGI hat das "Ab 12"-Jahre-Logo vergeben.

Fazit

Den Namen Superhot sollten sich Computerspieler merken. Die ebenso geniale wie einfache Art, wie hier der Ablauf der Zeit als zentrales Element funktioniert, wird früher oder später garantiert von anderen Titeln übernommen. Die Spielmechanik ermöglicht viele frische Ideen, die auch noch ein breites Publikum ansprechen dürften. Denksportler können über das perfekte Timing knobeln, Actionfreunde haben Spaß an dramatisch durch die Luft sausenden Kugeln und Explosionen in Zeitlupe.

Zwar schöpft Superhot das enorme Potenzial seiner Grundidee nicht voll aus - allein schon, weil das Budget der Entwickler viel zu klein gewesen sein dürfte. Aber das Spiel macht sehr viel richtig: Die Steuerung ist nahezu perfekt, Grafik und Animationen erfüllen ihren Zweck und sind schick in Szene gesetzt. Gerade in einem zweiten oder dritten Durchgang, wenn man mehr Übung als beim ersten Versuch hat, kann man sich mit tänzerischer Sicherheit durch die Gänge ballern und es scheppern lassen.

Sogar die fast schon frech in Szene gesetzte Einfachsthandlung mit ihren Anspielungen an die Matrix regt mehr zum Nachdenken an als manch aufwendig mit Schauspielern inszenierte Trailershow. Superhot ist ein tolles Programm, auf das jeder Computerspieler mindestens einen Blick werfen sollte.

 Superhot im Test: Zeitlupenaction in der DOS-Matrix

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Schnarchnase 29. Feb 2016

Kurz ja, aber endlich mal wieder ein ganz neues Spielprinzip und daher meiner Meinung...

Schnarchnase 29. Feb 2016

Nein braucht man offensichtlich nicht. Jedenfalls läuft es auf meinem uralten Rechner...

manudrescher 29. Feb 2016

Ich muss meinem Vorposter zustimmen. Ich habe jetzt schon einen ganzen Batzen Levels...

TheBigLou13 26. Feb 2016

Leider komplett falsch - die Gegner spawnen durch Triggerzones (also nicht immer gleich...

luarix 26. Feb 2016

Sondern ... ? Alternativ verstehe ich unter "wichtig" ein Meilenstein in der...



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