Abo
  • Services:
Anzeige
Die des Itanium Poulson
Die des Itanium Poulson (Bild: Intel)

Supercomputer-CPU: Itanium 9500 startet, nächste Generation mit Xeon-Sockel

Die des Itanium Poulson
Die des Itanium Poulson (Bild: Intel)

Diesmal kommt ein Itanium pünktlich: Die unter dem Codenamen "Poulson" bekannte Serie Itanium 9500 ist verfügbar. Mit bis zu acht Kernen soll der Riesenprozessor 2,4-mal so schnell wie sein Vorgänger sein. Nach Poulson kommt Kittson, der sich der Xeon-Infrastruktur bedient.

Noch 2012 sollte der auf der Konferenz ISSC beschriebene Poulson alias Itanium 9500 starten, und diesmal hat Intel eine Itanium-Roadmap tatsächlich eingehalten. Kurz vor der am Wochenende beginnenden Supercomputer-Konferenz SC12 stellt der Chiphersteller die neuen Prozessoren vor. Alle bereits seit Monaten teils offiziell, teils inoffiziell durchgesickerten Daten bestätigen sich dabei.

Anzeige
  • Nur vier Modelle gibt es zum Start. (Tabelle: Intel)
  • Das Die des neuen Itanium
  • Bis zu 2,4 mal so schnell
  • Der chinesische Hersteller Inspur will bis zu 32 Itaniums in einem System anbieten
  • Die Roadmap für Itanium und Xeon
  • Das neue modulare Konzept
  • Intels Server-CPUs werden bald modular (Bilder: Intel)
Intels Server-CPUs werden bald modular (Bilder: Intel)

Poulson besteht aus bis zu acht Kernen und bis zu 54 MByte Cache, in der größten Version ergeben sich so 3,1 Milliarden Transistoren und 544 Quadratmillimeter Die-Fläche. Bei den Cache-Größen gibt Intel aber ein bisschen an, weil alle Zwischenspeicher zusammengezählt werden. Dennoch ist der L3-Cache - nun wie bei den PC-CPUs "last level cache" genannt - mit bis zu 32 MByte sehr groß. Die Kerne arbeiten mit Hyperthreading, so dass ein Itanium 16 Threads ausführen kann.

Der Vorgänger, Itanium 9300 alias Tukwila, besaß nur vier Kerne und zum Start maximal 1,73 GHz, das schnellste Poulson-Modell Itanium 9560 kommt auf 2,53 GHz. Durch den gesteigerten Takt und die verdoppelte Anzahl von Kernen erscheint die Leistungssteigerung um den Faktor 2,4 realistisch. Dabei helfen auch höher getaktete QPI-Links. Statt 4,8 erreichen sie nun 6,4 GT/s.

Neu ist auch der "Scalable Memory Buffer", der in einem Chip namens Intel 7510 bei gleichem Tempo bis zu 2 Terabyte RAM pro Sockel ansteuern kann, den Vorgänger 7500 gibt es auch noch. Dabei setzt Intel weiterhin auf Standardmodule, und zwar bis DDR3-1066. Sowohl DIMM- als auch Rank-Bauformen sind dabei möglich.

Sockelkompatibel zum Itanium 9300

Poulson passt in den Sockel FCLGA1248, den Intel mit dem Vorgänger Tukwila eingeführt hatte. Nach einem Bios-Update können die neuen Itaniums also in bestehenden Maschinen verwendet werden. Das dürfte auch der Grund sein, warum die Prozessoren nun vorgestellt werden: In der am 12. November 2012 erscheinenden Top500-Liste der schnellsten Supercomputer der Welt werden sich wohl einige Maschinen mit dem neuen Chip finden. In den vergangenen Jahren haben jedoch x86-CPUs und GPUs die Itaniums mit ihrer Epic-Architektur dort immer weiter verdrängt.

Um diesen Trend zu stoppen und das Design der Server zu vereinfachen, hat Intel für den Nachfolger des Poulson, Codename Kittson, bereits eine wichtige Ankündigung gemacht. Große Teile der Infrastruktur von E7-Xeons - wohl aber erst nach deren Vorstellung mit Haswell-Architektur - soll auch Kittson verwenden. Auch einen gemeinsamen Sockel erwähnte Intel, so dass künftig Mischsysteme mit Xeons und Itaniums möglich sind. Kittson wird für Ende 2014 erwartet, Intel will bis 2020 alle zwei Jahre neue Itaniums vorstellen.

Kommen dann noch GPUs ins Spiel, müssen Programmierer gleich drei Architekturen unterstützen: x86, Epic und beispielsweise Nvidias Cuda. Das mag in Einzelfällen mit Code, der jeweils auf eine Architektur optimiert ist und schon existiert, Vorteile bringen, widerspricht aber den Trends bei vielen Supercomputern. So hatte sich beispielsweise das Münchner LRZ für seinen Rechner SuperMUC für Xeon-CPUs entschieden und auf GPUs verzichtet. Zuvor kamen dort am Vorgängerrechner HLRB II nur Itaniums zum Einsatz. In diesem Fall müssen die Entwickler also nun wie bisher nur eine Architektur unterstützen, auch wenn sich diese geändert hat.


eye home zur Startseite
Ovaron 09. Nov 2012

F: Wann war denn das? A: 2004! http://www.eweek.com/c/a/IT-Infrastructure/Intel-Itanium...

HxLehmann 09. Nov 2012

Like !!!



Anzeige

Stellenmarkt
  1. CERATIZIT Deutschland GmbH, Empfingen
  2. eins energie in sachsen GmbH & Co. KG, Chemnitz
  3. Schneidereit GmbH, Solingen
  4. BG-Phoenics GmbH, München


Anzeige
Top-Angebote
  1. und 15€ Cashback erhalten
  2. 17,99€ statt 29,99€
  3. (u. a. Assassins Creed IV Black Flag 9,99€, F1 2016 für 29,99€, XCOM 4,99€, XCOM 2 23,99€)

Folgen Sie uns
       


  1. Hololens

    Microsoft holoportiert Leute aus dem Auto ins Büro

  2. Star Wars

    Todesstern kostet 6,25 Quadrilliarden britische Pfund am Tag

  3. NSA-Ausschuss

    Wikileaks könnte Bundestagsquelle enttarnt haben

  4. Transparenzverordnung

    Angaben-Wirrwarr statt einer ehrlichen Datenratenangabe

  5. Urteil zu Sofortüberweisung

    OLG empfiehlt Verbrauchern Einkauf im Ladengeschäft

  6. Hearthstone

    Blizzard schickt Spieler in die Straßen von Gadgetzan

  7. Jolla

    Sailfish OS in Russland als Referenzmodell für andere Länder

  8. Router-Schwachstellen

    100.000 Kunden in Großbritannien von Störungen betroffen

  9. Rule 41

    Das FBI darf jetzt weltweit hacken

  10. Breath of the Wild

    Spekulationen über spielbare Zelda



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus 3T im Test: Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
Oneplus 3T im Test
Schneller, ausdauernder und immer noch günstig
  1. Smartphone Oneplus 3T mit 128 GByte wird nicht zu Weihnachten geliefert
  2. Android-Smartphone Oneplus Three wird nach fünf Monaten eingestellt
  3. Oneplus 3T Oneplus bringt Three mit besserem Akku und SoC

Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert: Eine sanfte Magnetbahnfahrt im Nirgendwo
Seoul-Incheon Ecobee ausprobiert
Eine sanfte Magnetbahnfahrt im Nirgendwo
  1. Transport Hyperloop One plant Trasse in Dubai

Astrohaus Freewrite im Test: Schreibmaschine mit Cloud-Anschluss und GPL-Verstoß
Astrohaus Freewrite im Test
Schreibmaschine mit Cloud-Anschluss und GPL-Verstoß
  1. Cisco Global Cloud Index Bald sind 90 Prozent der Workloads in Cloud-Rechenzentren
  2. Cloud Computing Hyperkonvergenz packt das ganze Rechenzentrum in eine Kiste
  3. Cloud Computing Was ist eigentlich Software Defined Storage?

  1. Re: Kritik unberechtigt?

    Impergator | 01:11

  2. Re: 200.000 Pfund für Essen?

    Seismoid | 01:08

  3. Re: Wenn Obama seinen Behörden das Hacken von...

    DerSkeptiker | 01:05

  4. Re: dauert noch

    ArcherV | 01:02

  5. Re: paydirekt

    Ninos | 00:34


  1. 18:27

  2. 18:01

  3. 17:46

  4. 17:19

  5. 16:37

  6. 16:03

  7. 15:34

  8. 15:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel