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Alex Gibneys Zero Days ist ein empfehlenswerter Film.
Alex Gibneys Zero Days ist ein empfehlenswerter Film. (Bild: Pressematerial)

Stuxnet-Doku Zero Days: Wenn Michael Hayden aus dem Nähkästchen plaudert

Alex Gibneys Zero Days ist ein empfehlenswerter Film.
Alex Gibneys Zero Days ist ein empfehlenswerter Film. (Bild: Pressematerial)

Die USA wollten Iran im Kriegsfall mit gezielten digitalen Angriffen komplett lahmlegen - Stuxnet soll nur ein kleiner Teil einer sehr viel größeren Operation gewesen sein, wie ein Dokumentarfilm enthüllt. Darin redet sich ein Exgeheimdienstler fast um Kopf und Kragen.

Ein Motorradfahrer schlängelt sich durch den dichten Verkehr der iranischen Hauptstadt Teheran. Ein anderes Auto kommt ins Blickfeld. Auf einmal befestigt der Motorradfahrer ein kleines Paket - eine Bombe - an dem fahrenden Auto, entfernt sich, und das Auto explodiert. Der Insasse: ein iranischer Atomwissenschaftler. So beginnt der Dokumentarfilm Zero Days von Regisseur Alex Gibney, der auf der Berlinale Premiere hatte und jetzt bei den gängigen Streamingportalen erschienen ist.

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Stuxnet sei, das berichten anonyme US-Offizielle in dem Film, ein Versuch gewesen, Israel von einem Krieg gegen den Iran abzuhalten. In diesen wären die USA fast unweigerlich mit hineingezogen worden. Doch Stuxnet war dem Film zufolge nur ein sehr kleiner Teil einer sehr viel größeren Operation: Mehrere Tausend Mitarbeiter von NSA, anderen US-Geheimdiensten und dem Mossad sollen stellenweise daran gearbeitet haben, alle denkbaren vernetzen Systeme im Iran zu kompromittieren - um so im Kriegsfall wichtige Systeme wie die Luftabwehr und die Kommandostrukturen des Landes entscheidend zu schwächen.

Die Operation Nitro Zeus sei die Vorbereitung eines vollständigen Cyberwars gewesen, heißt es im Film. Zu einem ähnlichen Schluss kommen zwei Journalisten: David Sanger von der New York Times, der als erster Journalist ein detailliertes Buch über Stuxnet verfasst hatte, und James Ball, der für Buzzfeed arbeitet. Beide hatten vorab Zugang zu dem Material und beide bestätigen Gibneys Recherchen. Beide greifen dabei auch auf zusätzliche Quellen zurück.

Haydens große Wortspielkunst

Bemerkenswert ist, wie der Film die Aussagen von Ex-NSA- und Ex-CIA-Chef Michael Hayden inszeniert, der zunächst detailliert beschreibt, welche Maßnahmen man theoretisch ergreifen müsste, um das iranische Atomprogramm zu stoppen oder zu verlangsamen. Nur um dann zu sagen, dass "irgendjemand" genau das mit Stuxnet gemacht habe und jede Verantwortung abstreitet. Große Wortkunst. Hayden gibt auch zu, dass die Operation Nitro Zeus vom Umfang her mit einer Kriegserklärung vergleichbar wäre. Also, wenn irgendjemand das irgendwie gemacht hätte.

Dass das Stuxnet-Virus überhaupt öffentlich bekanntwurde, schreibt die US-Seite komplett Israel zu. Israel hätte den Source-Code auf eigene Faust weiterentwickelt, damit die Malware aggressiver nach Zielen im Iran sucht. Denn die Infektionen seien auch mit den weniger aggressiven Versionen der Malware immer erfolgreich gewesen: "Bei TAO (der NSA-Einheit Tailored Access Operations, Anmerkung) lachen wir über alle, die glauben, dass eine Air-Gap sie vor Angriffen schützt", werden die NSA-Quellen in dem Film zitiert.

Die Darstellung der Situation durch die US-Seite erscheint dann aber doch etwas einfach, frei nach dem Motto: "Wir wollten ja nur die Israelis von Dummheiten, Krieg und weiteren Attentaten abhalten und außerdem sind sie schuld, dass Stuxnet überhaupt bekanntgeworden ist."

Die Geheimhaltung von Cyberwaffen ist 'lächerlich hoch' 

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dunogim 05. Sep 2016

Leider gibts die nicht auf Amazon oder Google Play. Dann muss ich halt meinen Rapidshare...

DrWatson 05. Sep 2016

Offensichtlich ist das nicht passiert. Ich kann mich jedenfalls nicht daran erinnert...

DrWatson 05. Sep 2016

Ist es doch oder gab es einen Atomkrieg von dem ich nichts mitbekommen habe? Eine...

frostbitten king 03. Sep 2016

Alles klar. Scheint wohl doch interessant für mich zu sein. Danke.

frostbitten king 03. Sep 2016

Ja schon nur naiv betrachtet, sind die Sicherheitsvorkehrungen bei einem abgeschlossenen...

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