Stürzende Linien DxO Viewpoint rückt Fotos gerade

Mit der Mac- und Windows-Software Viewpoint von DxO sollen stürzende Linien und durch Weitwinkelobjektive verzerrte Bilder gerade gerückt werden. Damit soll sich der ambitionierte Fotograf teure Shift-Objektive sparen können.

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Aus niedrigen Standpunkten aufgenommene Fotos von hohen Gebäuden wirken auf Fotos unnatürlich, und wer mit Weitwinkelobjektiven fotografiert, wird sich bei Nahaufnahmen an verzerrten Rändern stören. Das sieht vor allem unansehnlich aus, wenn sich Personen an den Bildrändern befinden.

Mit der Software DxO Viewpoint sollen diese Probleme nachträglich aus Digitalfotos herausgerechnet werden. Stürzende Linien entstehen bei Gebäudeaufnahmen aus Bodenhöhe. Im Bild wirken sie, als würden sie nach hinten kippen, da die eigentlich parallel verlaufenden, vertikalen Gebäudelinien anscheinend zusammenlaufen.

  • DxO Viewpoint beim Entzerren von Bildern (Bild: DxO)
  • DxO Viewpoint bei der Korrektur stürzender Linien (Bild: DxO)
DxO Viewpoint bei der Korrektur stürzender Linien (Bild: DxO)

Die Software kann Objekte in den Randbereichen von Fotos entzerren sowie die Perspektive wie zum Beispiel stürzende Linien korrigieren, so der Hersteller. So sollen am Ende auch die natürlichen Proportionen von verzerrten Gesichtern und Körpern wiederhergestellt werden. Für das optische Phänomen der stürzenden Linien können auch spezielle Objektive (Tilt-Shift) eingesetzt werden, die aber relativ teuer sind. Das Nikon Nikkor 24 mm 1:3,5D ED kostet zum Beispiel rund 1.800 Euro und das Canon TS E 24 mm - F/3.5 wird für ungefähr 1.900 Euro gehandelt.

Das seit Jahren erhältliche, kostenlose Windows-Programm ShiftN korrigiert ebenfalls stürzende Linien. Es durchsucht die Bilddateien nach geraden Linienstücken und Kanten, die in vertikaler Richtung verlaufen. Diese praktisch bei allen Architekturaufnahmen anzutreffenden Bereiche versucht die Software so anzuordnen, dass möglichst viele davon parallel verlaufen. Diese Software gibt es jedoch nicht für Mac OS X.

DxO Viewpoint soll für Windows und Mac OS X angeboten werden und im September 2012 für rund 80 Euro erhältlich sein. Das Programm ist auch als Plugin für Adobe Photoshop und Lightroom angekündigt worden.


ad (Golem.de) 06. Sep 2012

Ist im Artikel erwähnt... Mit freundlichen Grüßen ad (golem.de)

zonk 06. Sep 2012

danke ... es sind ja doch leute da die was von Fotografie verstehen!

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