Abo
  • Services:
Anzeige
Verfassungsschutzpräsident Maaßen vor dem NSA-Untersuchungsausschuss
Verfassungsschutzpräsident Maaßen vor dem NSA-Untersuchungsausschuss (Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)

Reicht eine Handynummer zum Drohnenangriff?

Nachtrag vom 9. Juni 2016, 22:32 Uhr

Maaßen verteidigte ebenso wie sein Amtsvorgänger Heinz Fromm die Entscheidung von Regierung und Verfassungsschutz, den US-Geheimdiensten Handynummern und weitere Daten deutscher Dschihadisten zu geben. Eine Handynummer reiche nicht aus, um eine Person zu lokalisieren, selbst wenn die US-Drohnen eine Art Imsi-Catcher einsetzten, sagte er.

Anzeige

Wenn eine Drohne feststelle, dass eine bestimmte SIM-Karte in einem bestimmten Gebäude aktiv sei, könne auf dieser Basis ein Raketenschlag befohlen werden, hatte hingegen der frühere US-Drohnenpilot Brendan Bryant im vergangenen Oktober vor dem Ausschuss gesagt.

Bryant twitterte am Donnerstag in Reaktion auf die Aussage Maaßens: "Technisch hat er recht, wenn man nur auf die Genauigkeit der Schläge und nicht auf ihre Gründe schaut." Das heißt, die Lokalisierung erfolgt nicht alleine auf Basis der Handy-Ortung, sondern auch mit Hilfe der Drohnenkamera, die von den Drohnenpiloten gesteuert wird. Dennoch reicht den USA offenbar die Ortung eines Handys aus, um einen Drohnenangriff zu starten. Seit seinem Amtsantritt im August 2012 sei ihm kein Fall bekanntgeworden, dass eine Person nach der Weitergabe eines Datums an US-Dienste getötet worden sei, sagte Maaßen.

NSA-Dokumente als verdeckte Geheimdienstoperation?

Der Verfassungsschutzpräsident kündigte an, dass das umstrittene NSA-Analysetool XKeyscore "bald" im Normalbetrieb eingesetzt werde. Er habe stets auf die schnelle Einführung des Programms gedrängt, da es verschiedene Datenformate und Protokolle lesbar machen könne, die vom Geheimdienst sonst nicht genutzt werden könnten. Allerdings hätten zahlreiche Probleme gelöst werden müssen, so dass sich die Einführung verzögert habe.

In seiner Vernehmung deutete Maaßen zudem an, dass Dokumente, wie sie beispielsweise auf Wikileaks zur angeblichen NSA-Überwachung deutscher Politiker veröffentlicht wurden, möglicherweise gefälscht sein könnten. "Es gibt False-Flag-Operationen", sagte er, um die Vorwürfe den USA in die Schuhe zu schieben. Wobei damit nicht gesagt werden sollte, dass es sich in diesem Fall um eine solche verdeckte Operation handele. Die veröffentlichten Dokumente seien aber "durchaus plausibel".

 Streit im Bundestag: Verfassungsschutz stellt Snowden als russischen Agenten dar

eye home zur Startseite
Eheran 15. Jun 2016

Im fraglichen Moment, also wenn man den Handybesitzer mit einer Drone töten will, wird...

Schnarchnase 13. Jun 2016

Das nennt sich Frustration und nicht Herabblicken. Klare...

Atalanttore 13. Jun 2016

Und Ostpreußen damit Bayern nicht mehr das rückständigste Bauerngebiet in der...

AllDayPiano 13. Jun 2016

"Ich kenne diesen Snowden gar nicht. Das hat man mir so in den Mund gelegt. Ich freue...

Atalanttore 12. Jun 2016

Als "NSA-Dienststelle Mitteleuropa" zum Schutz der Verfassung der USA.



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Abstatt
  2. OSRAM GmbH, Garching bei München
  3. Robert Bosch GmbH, Stuttgart-Feuerbach
  4. Securiton GmbH Alarm- und Sicherheitssysteme, Achern


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 72,44€
  2. und 19 % Cashback bekommen

Folgen Sie uns
       


  1. Red Star OS

    Sicherheitslücke in Nordkoreas Staats-Linux

  2. Elektroauto

    Porsche will 20.000 Elektrosportwagen pro Jahr verkaufen

  3. TV-Kabelnetz

    Tele Columbus will Marken abschaffen

  4. Barrierefreiheit

    Microsofts KI hilft Blinden in Office

  5. AdvanceTV

    Tele Columbus führt neue Set-Top-Box für 4K vor

  6. Oculus Touch im Test

    Tolle Tracking-Controller für begrenzte Roomscale-Erfahrung

  7. 3D Xpoint

    Intels Optane-SSDs erscheinen nicht mehr 2016

  8. Webprogrammierung

    PHP 7.1 erweitert Nullen und das Nichts

  9. VSS Unity

    Virgin Galactic testet neues Raketenflugzeug

  10. Google, Apple und Mailaccounts

    Zwei-Faktor-Authentifizierung richtig nutzen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Spielen mit HDR ausprobiert: In den Farbtopf gefallen
Spielen mit HDR ausprobiert
In den Farbtopf gefallen
  1. Ausgabegeräte Youtube unterstützt Videos mit High Dynamic Range
  2. HDR Wir brauchen bessere Pixel
  3. Andy Ritger Nvidia will HDR-Unterstützung unter Linux

Breath of the Wild: Spekulationen über spielbare Zelda
Breath of the Wild
Spekulationen über spielbare Zelda
  1. Konsole Nintendo gibt Produktionsende der Wii U bekannt
  2. Hybridkonsole Nintendo will im ersten Monat 2 Millionen Switch verkaufen
  3. Switch Nintendo erwartet breite Unterstützung durch Entwickler

Gear S3 im Test: Großes Display, großer Akku, große Uhr
Gear S3 im Test
Großes Display, großer Akku, große Uhr
  1. In der Zuliefererkette Samsung und Panasonic sollen Arbeiter ausgebeutet haben
  2. Vernetztes Auto Samsung kauft Harman für 8 Milliarden US-Dollar
  3. 10LPU und 14LPU Samsung mit günstigerem 10- und schnellerem 14-nm-Prozess

  1. Re: Selbst schuld, wer das benutzt (kt)

    Cok3.Zer0 | 01:20

  2. Re: Aufgepasst, jetzt machen sich wieder Leute...

    ChristianKG | 01:01

  3. Re: bei der Bahn "in den Laden" gehen kostet 10...

    Cok3.Zer0 | 00:55

  4. Re: "Start.de" gibt es nicht mehr

    ChristianKG | 00:48

  5. Re: Für Paranoiker, einfach eigenes...

    ChristianKG | 00:43


  1. 17:25

  2. 17:06

  3. 16:53

  4. 16:15

  5. 16:02

  6. 16:00

  7. 15:00

  8. 14:14


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel