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Glückliche Amazon-Arbeiter in der Unternehmensdarstellung
Glückliche Amazon-Arbeiter in der Unternehmensdarstellung (Bild: Amazon)

Streik: Amazon nennt sich selbst "einen guten Arbeitgeber"

Glückliche Amazon-Arbeiter in der Unternehmensdarstellung
Glückliche Amazon-Arbeiter in der Unternehmensdarstellung (Bild: Amazon)

Amazon hat ausnahmsweise auf einen Massenstreik reagiert. Verhandelt wird weiter nicht mit den Streikenden, die Tariflohn wollen, aber es gibt Eigenlob vom Europachef.

Amazon hat auf die Berichterstattung über die Ausweitung des Streiks im Weihnachtsgeschäft und die Folgen für die rechtzeitige Paketauslieferung reagiert. Steven Harman, EU Directors Operations bei dem US-Konzern erklärte: "Wir sind ein guter Arbeitgeber, allein in 2015 haben wir hunderte neue Arbeitsplätze geschaffen. Gemeinsam mit unserer bestehenden Belegschaft helfen die neuen Kollegen dabei, unser Lieferversprechen einzuhalten."

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Amazon habe im Jahr 2015 mehr als 800 neue unbefristete Arbeitsplätze in seinen deutschen Versandzentren geschaffen. Unter den neuen Mitarbeitern seien zahlreiche, die im Weihnachtsgeschäft zunächst als Saisonkräfte angefangen hätten. Zusätzlich plane der E-Commerce-Konzern, im Laufe des Januars 2016 nochmals über 200 saisonale Stellen in feste Arbeitsplätze umzuwandeln. Damit hätten dann 80 Prozent der Mitarbeiter ein unbefristetes Arbeitsverhältnis. Amazon hat bereits den Bau eines neuen Logistikzentrums in Werne angekündigt, das 2017 eröffnen wird.

Streik zeigt Wirkung

Bei Amazon waren die Lagerarbeiter heute in den der Versandzentren Leipzig, Rheinberg, Werne, Bad Hersfeld, Graben und Koblenz erneut in den Streik getreten. Die Arbeitsniederlegungen gehen in Rheinberg, Werne, Graben und Koblenz bis Weihnachten weiter. In Leipzig erwartete Verdi bis Mitternacht rund 450 Streikende. Laut den Angaben waren heute in Rheinberg 250 und in Werne 80 Kollegen im Ausstand. Das sind allein rund 800 Arbeitsniederlegungen.

Bei Amazon gibt es keine Tarifverträge. Der Kampf darum wird schon seit dem Frühjahr 2013 geführt. Verdi will den US-Versandhändler zur Aufnahme von Tarifverhandlungen über Bedingungen des Einzelhandels bringen. Amazon lehnt jedes Gespräch strikt ab und verweist auf eine Bezahlung am oberen Ende dessen, was in der Logistikbranche üblich sei.

Unbefristete Jobs nicht für Gewerkschaftler

Zu der hohen Anzahl der unbefristeten Beschäftigungsverhältnisse gab es im Sommer 2015 ganz andere Aussagen: Da wurden die Entfristungsklagen von vier Betriebsratsmitgliedern am Arbeitsgericht in Brandenburg an der Havel verhandelt. Alle vier waren bis Ende 2014 oder bis zum 31. Januar 2015 bei Amazon in Brieselang bis zu anderthalb Jahre befristet beschäftigt. Ihre Verträge wurden zusammen mit weiteren 900 Befristeten nicht erneut verlängert, obwohl es bis dahin wieder rund 50 Neueinstellungen im Betrieb gab. Der Kündigungsschutz für Betriebsräte half den Aktiven deswegen nicht.

In der Regel würden befristet Beschäftigte nicht weiterbeschäftigt, obwohl ihnen dies bei guten Leistungen regelmäßig versprochen werde, so die Erfahrungen der Betroffenen.

Beschäftigte bei Amazon klagen laut Verdi über hohe Arbeitshetze und Überwachung am Arbeitsplatz. In Feedback-Gesprächen würden Arbeiter wegen Inaktivität von nur einer Minute unter Druck gesetzt.


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Emulex 23. Dez 2015

Es ist genauso schlüssig wie der umgekehrte Fall, dass gefragte Fähigkeiten sehr sehr...

stuempel 23. Dez 2015

Also, mal im Ernst: Wenn die Artikel lediglich von Bild, Junge Freiheit und news.de...

Emulex 23. Dez 2015

Danke für diesen Einblick ! Wünsche dir schöne Weihnachtstage und einen guten Rutsch ins...

ty812 22. Dez 2015

https://www.amazonrobotics.com/#/

/mecki78 22. Dez 2015

Im Gegensatz zu all den Arbeitgebern da draußen, die von sich selber sagen schlechte...

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