Streetscooter Die Post fährt elektrisch aus

Deutsche Post DHL testet ab Juli 2013 das Elektroauto Streetscooter im Zustelldienst. Das Aachener Unternehmen Streetscooter hat das elektrische Postauto in Zusammenarbeit mit der Post entwickelt.

Anzeige

Deutsche Post DHL setzt ab Juli 2013 50 Elektroautos vom Typ Streetscooter ein, um Briefe und Pakete zuzustellen.

  • Das Elektroauto Streetscooter auf der Hannover Messe 2011 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Es soll ohne Akku nur 5.000 Euro kosten. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Das Auto soll es in vier verschiedenen Ausführungen geben. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Das Elektroauto Streetscooter auf der Hannover Messe 2011 (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Streetscooter ist ein günstiges Elektroauto, das von einem Konsortium unter der Leitung der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) in Aachen entwickelt wurde. Konzipiert ist es für den Stadtverkehr als Zweitfahrzeug in verschiedenen Ausführungen: als zweisitziges Compact-Fahrzeug, Kombi, Viersitzer oder Cabrio.

Akku leasen

Der Streetscooter soll vor allem günstig sein. Das wollen die Entwickler dadurch erreichen, dass der Akku nicht im Kaufpreis inbegriffen ist. Stattdessen soll der Käufer den Stromspeicher leasen. Ein Modell des Autos präsentierte die RWTH im vergangenen Jahr auf der Hannover Messe.

In Zusammenarbeit mit der Post hat Streetscooter ein Auto entwickelt, das eigens auf die Anforderung der Brief- und Paketzustellung auf dem Land zugeschnitten ist: Es ist 4,6 Meter lang und hat einen Kastenaufbau, der genug Platz bietet für die Sendungen. Er verfügt außerdem über eine robuste Ausstattung, die allen Sicherheitsstandards entspricht.

300 Tage im Jahr

Der Antrieb hat eine durchschnittliche Leistung von 30 kW und eine Spitzenleistung von 45 kW. Das Auto fährt bis zu 85 Kilometern in der Stunde und hat eine Reichweite von 120 Kilometern. Als Stromspeicher dient ein Lithium-Ionen-Akku. Für den Postbetrieb muss das Auto besonders robust ausgestattet sein, da es bis zu 200-mal am Tag stoppen und anfahren muss und bis zu 300 Tage im Jahr im Einsatz ist.

Der Prototyp erfülle "die Erwartungen an Ausstattung, Ladekapazität und Sicherheitsstandards", erklärt die Post.In der nächsten Projektphase soll der gelbe Streetscooter im Alltag auf Wirtschaftlichkeit und Umweltverträglichkeit getestet werden: Im kommenden Jahr soll das Auto im Zustelldienst getestet werden. 50 Vorserienfahrzeuge hat die Post geordert. Die ersten sollen ab Juli 2013 im Einsatz sein.

"Wir betreiben eine der größten Fahrzeugflotten in Deutschland - darum haben wir ein besonderes Interesse, wirtschaftliche und emissionsarme Fahrzeuge einzusetzen", begründet Jürgen Gerdes, Konzernvorstand Brief Deutsche Post DHL, den Einsatz der Elektroautos. Verlaufe der Praxistest erfolgreich, könnte die Post weitere Streetscooter anschaffen. Das Unternehmen betreibt nach eigenen Angaben eine größere Flotte von Fahrzeugen mit alternativen Antrieben.


teleborian 07. Nov 2012

Eben darum weil sie keine haben sind sie ja geeignet

Chrizzl 31. Okt 2012

Ich weiß ja nicht wo ihr wohnt, aber hier bei uns (Karlsruhe) sehe ich morgens jede Menge...

Paule 31. Okt 2012

Wenn das Auto nur billige 5000 Euro kostet, dann ist das die eine Seite der Medallie...

Kommentieren



Anzeige

  1. Junior Fleet IT Systems Manager (m/w)
    TUI Cruises GmbH, Hamburg
  2. Quality Assurance Engineer / Rollout and System Integration (m/w)
    PAYBACK GmbH, München
  3. Java Entwickler (m/w)
    Siemens AG, Erfurt
  4. Business Analyst / Projekt Manager (m/w)
    Parts Europe GmbH, Wasserliesch bei Trier

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Epic Games

    Unreal Engine 4.1 mit Zugriff auf Konsolen-Quellcode

  2. Heartbleed-Bug

    Techfirmen zahlen Millionen für Open-Source-Sicherheit

  3. Sofortlieferung

    Base liefert Smartphone noch am gleichen Tag

  4. Leica T

    Teure Systemkamera mit Touchscreen

  5. The Elder Scrolls Online

    Inhaltserweiterung und Goldfarmer

  6. Sensabubble

    Display aus duftenden Seifenblasen

  7. Lulzsec

    FBI soll von Anonymous-Hacks profitiert haben

  8. Opera Coast 3.0

    Der Gesten-Browser fürs iPhone ist da

  9. Linux 3.13

    Canonical übernimmt erneut Kernel-Langzeitpflege

  10. Klötzchen

    Dänemark in Minecraft nachgebaut



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Energieversorgung: Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter
Energieversorgung
Forscher übertragen Strom drahtlos über 5 Meter

Südkoreanische Wissenschaftler haben einen Fernseher aus 5 Metern Entfernung ohne Kabel mit Strom versorgt. Sie träumen von öffentlichen Bereichen, in denen Nutzer ihre Geräte drahtlos laden können - vergleichbar mit heutigen öffentlichen WLANs.

  1. Genetik Forscher wollen Gesicht aus Genen rekonstruieren
  2. Leslie Lamport Turing-Award für LaTeX-Erfinder
  3. Bionik Pimp my Plant

LG LED Bulb ausprobiert: LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen
LG LED Bulb ausprobiert
LED-Leuchtmittel als Ersatz für 100- und 150-Watt-Glühlampen

Light + Building Zur vergangenen Lichtmesse in Frankfurt hat LG zwei LED-Lampen angekündigt, die vor allem Philips Konkurrenz machen werden. Mit 20 und 33 Watt zieht LG mit Philips gleich beziehungsweise überholt die Niederländer sogar. Wir konnten uns das 20-Watt-Exemplar bereits anschauen.

  1. Rückruf durch ESTI Schweizer Starkstrominspektorat warnt vor Billig-LED-Lampen
  2. Power over Ethernet Philips will Lichtsysteme mit Netzwerkkabeln versorgen
  3. Intelligentes Licht von Osram Lightify als Hue-Konkurrent

Test The Elder Scrolls Online: Skyrim meets Standard-MMORPG
Test The Elder Scrolls Online
Skyrim meets Standard-MMORPG

Es ist so groß wie mehrere Rollenspiele zusammen und bietet auch Soloabenteurern Unterhaltung für Wochen und Monate. Vieles in The Elder Scrolls Online erinnert an Skyrim - und leider noch mehr an das altbekannte Strickmuster gängiger MMORPGs.

  1. The Elder Scrolls Online Zenimax deaktiviert umstrittene Bezahlmethoden
  2. Abopflicht Verbraucherschützer mahnen The Elder Scrolls Online ab
  3. Zenimax Online The Elder Scrolls Online ohne Server-Schlangen gestartet

    •  / 
    Zum Artikel