Street View: Google erhält Strafe für WLAN-Datensammlung
Street-View Fahrzeug (auf der Cebit 2010): Recht auf Schutz persönlicher Daten vor unsachgemäßer und unerwünschter Nutzung (Bild: Werner Pluta/Golem.de)

Street View Google erhält Strafe für WLAN-Datensammlung

Google muss wegen der Erfassung von Daten aus offenen WLANs eine Geldstrafe in Höhe von 7 Millionen US-Dollar zahlen und eine öffentliche Aufklärungskampagne zum Datenschutz machen. Darauf haben sich Anklagevertreter von 38 US-Bundesstaaten und das Unternehmen geeinigt.

Anzeige

Google muss eine Strafe für seine WLAN-Datensammlung zahlen. Darauf hat sich das Unternehmen mit Vertretern von 38 US-Bundesstaaten außergerichtlich geeinigt. Googles Fotofahrzeuge hatten zwischen 2008 und 2010 Daten aus offenen WLANs aufgezeichnet.

  • Was steckt drin? Googles Fotofahrzeuge werden auf der Cebit 2010 von Künstlern verziert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Nicht nur Fotos gemacht: Datenerfassungseinrichtung auf dem Dach. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Google-Street-View-Logo auf einem der Autos (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Was steckt drin? Googles Fotofahrzeuge werden auf der Cebit 2010 von Künstlern verziert. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)

Google werde ein Strafe in Höhe von 7 Millionen US-Dollar zahlen, verkündete Eric Schneiderman, Generalstaatsanwalt des US-Bundesstaates New York. Das Unternehmen verpflichte sich, die unrechtmäßig gesammelten Daten zu löschen und sie nicht zu verwenden. Es werde zudem seine Mitarbeiter in Sachen Datenschutz schulen sowie eine Aufklärungskampagne über Datenschutz für die Öffentlichkeit durchführen.

Recht auf Datenschutz

"Die Verbraucher haben ein Recht auf Schutz wichtiger persönlicher und finanzieller Daten vor unsachgemäßer und unerwünschter Nutzung durch Unternehmen wie Google", sagte Schneiderman. "Diese Einigung geht auf den Schutz der Privatsphäre ein und schützt die Rechte derjenigen, deren Daten ohne ihre Erlaubnis gesammelt wurden."

Google entschuldigte sich für die Datensammlung, gab aber kein Schuldeingeständnis ab. "Wir bei Google bemühen uns um den Schutz der Privatsphäre", heißt es in einer Stellungnahme. Im konkreten Fall sei das aber nicht gelungen: Die Fahrzeuge, die für das Angebot Google Street View Straßenzüge fotografierten und WLANs erfassten, hatten Daten aus offenen WLANs abgefangen und aufgezeichnet. Darunter waren auch vertrauliche Daten wie E-Mails und Passwörter.

Versehen oder Vorsatz?

Google hatte beteuert, bei der Datensammlung habe es sich um ein Versehen gehandelt. Ein Programmierer von Google hatte aber später ausgesagt, er habe die Software absichtlich so gestaltet, dass sie Daten aus WLANs aufzeichnete. Seine Kollegen und Vorgesetzte seien darüber informiert gewesen.

Bei der Untersuchung der Angelegenheit durch die US-Regulierungsbehörde Federal Communication Commission (FCC) war Google glimpflicher davon gekommen: Die FCC erklärte, sie habe "keine ausreichenden Beweise" für einen Verstoß gegen den Wire Tap Act gefunden und sprach Google frei. Die Behörde verhängte lediglich eine Geldstrafe von 25.000 US-Dollar wegen Behinderung der Ermittlungen.


TouchMeDown 14. Mär 2013

Naja, mann kann auch noch MAC Adressen Filterung einbauen, doch die ist halt leicht zu...

Phreeze 14. Mär 2013

WEN wollen sie denn tracken ??? Es ist bei weitem einfacher eine IP zu tracken...

bbu 14. Mär 2013

Bitte gib du dir das nächste mal Mühe und lies den verlinkten Artikel weiter: "and pay a...

Anonymer Nutzer 13. Mär 2013

Wer findet den Fehler? ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Projektleiter/in (SAP)
    Landeshauptstadt München, München
  2. Senior Manager CRM (m/w)
    Kontron AG, Augsburg
  3. Technischer Redakteur (m/w) für Softwaredokumentation
    Teradata GmbH, München
  4. Abteilungsleiter/in
    Robert Bosch GmbH, Renningen

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Inbox

    Google erfindet die E-Mail neu

  2. Pangu 1.0.1

    Jailbreak für iOS 8.1

  3. Gratiseinwilligung für Google

    Verlage knicken beim Leistungsschutzrecht ein

  4. John Riccitiello

    Ex-EA-Chef ist neuer Boss von Unity Technologies

  5. Android Wear

    Moto 360 und G Watch erhalten Update

  6. Digitale Dividende II

    Bundesnetzagentur will DVB-T ab April 2015 beenden

  7. Security

    Gefährliche Schwachstellen im UEFI-Bios

  8. Broadcom

    Chips für Router mit G.Fast sind fertig

  9. Canon Filmkamera

    EOS C100 Mark II mit Dual-Pixel-AF und besserem Sucher

  10. Samsung

    Galaxy-Geräte mit Knox für US-Regierung zertifiziert



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Spacelift: Der Fahrstuhl zu den Sternen
Spacelift
Der Fahrstuhl zu den Sternen
  1. Geheimmission im All Militärdrohne X-37B nach Langzeiteinsatz gelandet
  2. Raumfahrt Indische Sonde Mangalyaan erreicht den Mars
  3. Raumfahrt Asteroidensonde Hayabusa-2 ist startklar

3D-Druck ausprobiert: Internetausdrucker 4.0
3D-Druck ausprobiert
Internetausdrucker 4.0
  1. Niedriger Schmelzpunkt 3D-Drucken mit metallischer Tinte
  2. Deltadrucker Magna Japanisches Unternehmen zeigt Riesen-3D-Drucker
  3. 3D-Technologie US-Armee will Sprengköpfe drucken

Qubes OS angeschaut: Abschottung bringt mehr Sicherheit
Qubes OS angeschaut
Abschottung bringt mehr Sicherheit

    •  / 
    Zum Artikel