Streckenrekord: Schwimmroboter Wave Glider erreichen Hawaii
Wave Glider: Stürmen und Strömungen getrotzt (Bild: Liquid Robotics)

Streckenrekord Schwimmroboter Wave Glider erreichen Hawaii

Vier Schwimmroboter sind autonom von San Francisco nach Hawaii gefahren - das ist Weltrekord. Die Fahrt war nur die erste Etappe einer Pazifiküberquerung: Zwei Wave Glider fahren weiter nach Japan, die anderen steuern Australien an.

Anzeige

Die Wave Glider haben die erste Etappe ihrer Pazifiküberquerung absolviert: Die vier Schwimmroboter des US-Unternehmens Liquid Robotics haben Hawaii erreicht und damit einen neuen Streckenrekord für autonome Wasserfahrzeuge aufgestellt.

Die vier Roboter waren im November 2011 von San Francisco aus zu einer autonomen Pazifiküberquerung gestartet. Obwohl die Etappe bis Hawaii der kleinere Teil der sogenannten Pacific Crossing Challenge (Pac X) war, ist sie schon ein Rekord: Die vier Wave Glider haben eine Distanz von über 3.200 Seemeilen, das sind über 5.900 Kilometer, autonom zurückgelegt. Zuvor lag der Rekord für einen Schwimmroboter bei etwa 2.500 Seemeilen, also 4.630 Kilometern.

Über und unter Wasser

Ein Wave Glider besteht aus zwei Teilen: einem schwimmenden, etwa 2 Meter mal 60 Zentimeter großen Floß und einer knapp 2 Meter langen und 40 Zentimeter breiten Unterwasserantriebseinheit. Sie ist mit einer etwa 7 Meter langen Leine mit dem Floß verbunden. Sie ähnelt einem Schlitten, an dem sechs drehbar gelagerte, etwa 1 Meter breite Flügel befestigt sind, die für den Vortrieb erzeugen: Fährt der Wave Glider eine Welle hinauf, klappen die Flügel nach hinten. Gleitet er von der Welle herab, klappen sie nach vorne.

  • Der Schwimmroboter Wave Glider (Foto: Liquid Robotics)
  • Vier Wave Glider sind auf Rekordjagd über den Pazifik unterwegs nach Japan und Australien. (Foto: Liquid Robotics)
  • Aussetzen eines Wave Gliders von einem Boot aus.(Foto: Liquid Robotics)
  • Das Wasserfahrzeug besteht aus einer schwimmenden Plattform... (Foto: Liquid Robotics)
  • ... und einer getauchten Antriebseinheit. (Foto: Liquid Robotics)
  • Angetrieben werden die Wave Glider von der Kraft der Wellen. (Foto: Liquid Robotics)
  • Die Flügel sind drehbar gelagert... (Foto: Liquid Robotics)
  • ... und wandeln die Energie der Wellen in Vortrieb. (Foto: Liquid Robotics)
  • Besonders schnell ist ein Wave Glider nicht. (Foto: Liquid Robotics)
  • Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 2 Knoten, 3,7 km/h (Foto: Liquid Robotics)
  • Etwa 100 Wave Glider hat Liquid Robotics bisher gebaut. (Foto: Liquid Robotics)
Der Schwimmroboter Wave Glider (Foto: Liquid Robotics)

Besonders schnell ist der Antrieb nicht: Die Schwimmroboter dümpeln mit 0,4 bis 2 Knoten, 0,74 bis 3,7 Kilometer pro Stunde, über den Pazifik. Dafür haben sie auf ihrem Weg nach Hawaii gezeigt, dass sie hochseetauglich sind: Sie widerstanden 8 Meter hohen Wellen in einem Sturm und ließen sich auch von starken Meeresströmungen nicht vom Kurs abbringen.

Solarzellen erzeugen Strom

Die Überwasserplattform des Wave Gliders beherbergt Steuerelektronik, das GPS zur Navigation, Sensoren sowie eine Funkeinheit für den Kontakt mit dem Land. Ihre Oberfläche ist mit Solarzellen ausgelegt, die Strom für die Elektronik liefern. Akkus sorgen dafür, dass auch nachts oder bei bewölktem Himmel elektrische Energie zur Verfügung steht.

Nächste Etappe: Japan und Australien 

omo 15. Mär 2012

Gibt genug, was vor sich hin dümpelnd Zeit hat ;-) Wer nicht mehr so rüstig im Rollstuhl...

wp (Golem.de) 15. Mär 2012

Klar: tief Luft holen. ;-) Danke für den Hinweis - ist korrigiert. wp (Golem.de)

Kommentieren



Anzeige

  1. Projektleiter / Scrum Master (m/w)
    365FarmNet Group GmbH & Co. KG, Berlin
  2. Forschungsingenieur/-in Maschine Learning
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  3. Software-Entwickler/in C++
    Data Room Services GmbH, Frankfurt am Main
  4. SAP ABAP-Entwickler (m/w)
    DPD GeoPost (Deutschland) GmbH, Großostheim bei Aschaffenburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Icann

    Länderdomains sind kein Eigentum

  2. LG

    Update soll Abschalt-Bug beim G3 beseitigen

  3. Square Enix

    Final Fantasy 14 zwei Wochen kostenlos

  4. Google und Linaro

    Android-Fork für Modulsmartphone Ara

  5. Wachstumsmarkt

    Amazon investiert 2 Milliarden US-Dollar

  6. Orbit

    Runtastic präsentiert neuen Fitness-Tracker

  7. Accelerated Processing Unit

    Drei 65-Watt-Kaveri im Handel erhältlich

  8. F1 2014

    New-Gen-Konsolen fahren hinterher

  9. Vectoring

    Telekom wird 100-MBit/s-VDSL anfangs für 35 Euro anbieten

  10. Mtgox

    Polizei ermittelt wegen Diebstahls



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Google: Youtube und der falsche Zeitstempel
Google
Youtube und der falsche Zeitstempel
  1. Spielevideos Google soll 1 Milliarde Dollar für Twitch.tv zahlen
  2. Videostreaming Youtube-Problem war ein Bug bei Google
  3. Videostreaming Telekom sieht Youtube-Problem erneut bei Google

Liebessimulation Love Plus: "Ich hoffe, du wirst für immer schön bleiben"
Liebessimulation Love Plus
"Ich hoffe, du wirst für immer schön bleiben"
  1. PES 2015 angespielt Neuer Ball auf frischem Rasen
  2. Metal Gear Solid - The Phantom Pain Krabbelnde Kisten und schwebende Schafe

LG 34UM95 im Test: Ultra-Widescreen-Monitor für 3K-Gaming
LG 34UM95 im Test
Ultra-Widescreen-Monitor für 3K-Gaming
  1. Free-Form Display Sharp zeigt LCD mit kurvigem Rahmen
  2. Eizo Foris FS2434 IPS-Display mit schmalem Rahmen für Spieler
  3. Philips 19DP6QJNS Klappmonitor mit zwei IPS-Displays

    •  / 
    Zum Artikel