Anzeige
Der Gründer und Chef von Kino.to (r.)
Der Gründer und Chef von Kino.to (r.) (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Streamingportal Vier Jahre und sechs Monate Haft für Kino.to-Chef

Gegen Dirk B. ist vom Landgericht Leipzig ein mildes Urteil gesprochen worden. Der Chef von Kino.to hätte im schlimmsten Fall mit 15 Jahren Haft bestraft werden können.

Anzeige

Der Gründer und Chef des illegalen Filmportals Kino.to ist vom Landgericht Leipzig zu vier Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Das Urteil wurde am 14. Juni 2012, dem vierten Verhandlungstag im Prozess gegen Dirk B., gesprochen. Das Gericht stellte zuletzt einen Strafrahmen von vier Jahren und sechs bis zehn Monaten in Aussicht und blieb damit heute im untersten Strafrahmen. Theoretisch waren bis zu 15 Jahre Haft möglich.

Am 6. Juni 2012 hatte Dirk B. ein Geständnis abgelegt, nachdem ihm die 11. Große Strafkammer eine mildere Strafe in Aussicht gestellt hatte.

Bis zu 3,7 Millionen Euro an den Staat

Dirk B. muss zudem an den Staat bis zu 3,7 Millionen Euro abführen, die er über meist betrügerische Werbung wie Abofallen, Adware zum Unterschieben von Trojanern, Sportwetten und Onlineglücksspielen über seine spanische Firma eingenommen hat. Zahlreiche Mobiltelefone, Note- und Netbooks sowie Speichermedien sollen eingezogen werden.

In der vorangegangenen Sitzung ließ er durch seinen Anwalt erklären, er sei den Verlockungen erlegen, im Internet sehr viel Geld zu verdienen. Die "Freiheit des Internet", die sich nicht nur manche Partei auf die Fahnen geschrieben habe, sei eine surreale Wunschvorstellung.

Bastian P., der Chefprogrammierer von Kino.to, wurde am 11. April 2012 wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Dies war die fünfte Verurteilung im Prozess um Kino.to.

Nachtrag vom 14. Juni 2012, 18:29 Uhr

Die 3,7 Millionen Euro würden B. "vom Staat weggenommen", erklärte eine Sprecherin der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). Es werde aber noch geprüft, ob überhaupt so viel Geld vorhanden sei. Der Beklagte solle, so das Gericht, nicht in die Privatinsolvenz getrieben werden. "Ob zivilrechtlich Schadensersatzansprüche geltend gemacht werden, wissen wir nicht, das entscheiden die Rechteinhaber eigenverantwortlich. Die GVU hat kein Mandat für zivilrechtliche Klagen."


Trollfeeder 15. Jun 2012

Nach neuesten Erkenntnissen, war das auch beim echten Robin Hood so. Also bei der Person...

Flying Circus 15. Jun 2012

Tut er nicht. Er weist darauf hin, daß das mutmaßliche (ich weiß es nicht) bezahlen der...

Trollversteher 14. Jun 2012

So? Statistik? Es ist doch eher so, daß nur letztere Fälle groß durch die Presse gehen...

Trollversteher 14. Jun 2012

Du bist ja lustig. Niemand kann eine Google-Suche "objektiv nutzen". Es gibt kaum...

mb (Golem.de) 14. Jun 2012

Sie haben Recht - vielen Dank für den Hinweis! MfG,

Kommentieren



Anzeige

  1. Thesis "Efficient Invariant Deep Models for Computer Vision" PhD Position at the MPI for Intelligent Systems
    Robert Bosch GmbH, Tübingen, Leonberg
  2. Head of HR Automation & Innovation (m/w)
    Deutsche Telekom AG, Bonn
  3. Referent/in SAP Modul SD
    über MARTIN & PARTNER Societät für Unternehmensberatung, Raum Stuttgart
  4. Datenbankadministratorin / Datenbankadministrator
    Landesbetrieb IT.Niedersachsen, Hannover

Detailsuche


Top-Angebote
  1. NEU: Men in Black 3 (+ Blu-ray) [Blu-ray 3D]
    9,90€
  2. NEU: The Green Hornet (inkl. 2D Blu-ray) [Blu-ray 3D]
    9,90€
  3. NEU: Bad Boys 2 [Blu-ray]
    7,90€ FSK 18

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Umbau

    Die Mediencenter Cloud der Telekom ist offline

  2. Fertigungstechnik

    Globalfoundries baut Forschungszentrum für EUV-Lithographie

  3. Gehackte Finanzinstitute

    Kriminelle greifen die Infrastruktur von Banken an

  4. Streaming

    Mobiler Datentraffic steigt um das Siebenfache

  5. Recht auf Vergessenwerden

    Google sperrt Links für alle europäischen Nutzer

  6. Abodienst

    Humble Bundle finanziert neue Indiegames

  7. 28HPCU-Fertigung

    ARM und UMC machen Smartphone-Chips günstiger

  8. Poseidon-Gruppe

    Über ein Jahrzehnt internationale Cyberattacken

  9. EU-Datenschützer

    Ein langer böser Brief an Facebook

  10. Graphite-Bibliothek

    Wenn Schriftarten zur Sicherheitslücke werden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Xcom 2 im Test: Strategie wie vom anderen Stern
Xcom 2 im Test
Strategie wie vom anderen Stern
  1. Vorschau Spielejahr 2016 Cowboys und Cyberspace
  2. Xcom 2 angespielt Mit Strategie die Menschheit retten

Verschlüsselung: Nach Truecrypt kommt Veracrypt
Verschlüsselung
Nach Truecrypt kommt Veracrypt

Sèbastien Loeb Rally Evo im Test: Mit dem Weltmeister über Stock und Stein
Sèbastien Loeb Rally Evo im Test
Mit dem Weltmeister über Stock und Stein
  1. Dirt Rally im Test Motorsport für Fortgeschrittene
  2. Rockstar Games Jede Kugel zählt in GTA Online
  3. Microsoft Forza 6 bekommt Mikrotransaktionen

  1. Re: Ziemlich spät...

    Clarissa1986 | 03:04

  2. Re: GNOME 3 ist toll, die Anwendungs-"Updates...

    Vanger | 03:02

  3. HAHA! :D

    Clarissa1986 | 03:00

  4. Re: ist dich klar, das der traffic steigt

    Golressy | 02:24

  5. Re: Viel Wind im Nichts!

    User_x | 02:20


  1. 18:25

  2. 17:27

  3. 17:24

  4. 17:14

  5. 16:51

  6. 16:23

  7. 15:54

  8. 15:19


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel