Streamingportal: Kino.to-Chef verdiente 6,6 Millionen Euro
Der Gründer und Chef von Kino.to (Bild: Achim Sawall/Golem.de)

Streamingportal Kino.to-Chef verdiente 6,6 Millionen Euro

Zu Beginn des Prozesses gegen den Chef von Kino.to hat heute nur die Anklage gesprochen. Der Staatsanwalt nannte die Streamingplattform ein neues Massenmedium für Urheberrechtsverletzungen.

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Der Gründer und Chef von Kino.to, Dirk B., soll mit dem Portal 6,6 Millionen Euro verdient haben. Am 8. Mai 2012 wurde vor dem Landgericht Leipzig die Anklage gegen den gelernten Bodenleger verlesen. Dietmar Bluhm von der Generalstaatsanwaltschaft sagte, dass die Einnahmen aus Werbung und Abonnements stammten.

Das Portal Kino.to sei von dem Team betrieben worden, um sich dauerhaft persönlich zu bereichern. Der 39-jährige Dirk B. wird der gemeinschaftlichen Urheberrechtsverletzung verdächtigt. Er äußerte sich am 8. Mai 2012 nicht zu den Vorwürfen.

"Das größte deutschsprachige Internetportal für illegale Kopien"

"Kino.to war das größte deutschsprachige Internetportal für illegale Kopien", sagte der Staatsanwalt. Der Angeklagte und sein Team hätten mit Kino.to "neben Fernsehen und Kino ein neues Massenmedium geschaffen."

Auf die Filme sei von Kino.to nicht nur verlinkt worden, sondern die Kopien seien selbst beschafft, für das Streaming konvertiert und auf eigenen Filehostern bereitgestellt worden. Diese tauchten in den Linklisten immer weit oben auf. "Ohne den Link war die Raubkopie nicht verfügbar", sagte Bluhm.

Die GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) hatte schon einmal im Jahr 2004 ein Verfahren gegen Dirk B. angestrengt. Damals betrieb er die Portalseite Saugstube für Torrent-Netzwerke, die mit einem Zahlungssystem gekoppelt war. Es kam zur Verhandlung gegen B., der zu der Zeit noch den Namen Dirk N. trug und später den Familiennamen seiner Frau annahm. Am 26. Februar 2004 wurde er zu 150 Tagessätzen zu jeweils 26 Euro und ersatzweise fünf Monaten Haft verurteilt.

Dirk B. soll auch Filehoster Archiv.to betrieben haben

Doch er machte offenbar weiter, wie Golem.de aus Anklägerkreisen erfuhr. Die Saugstube blieb online, der große kommerzielle Erfolg aber kam mit Kino.to, die illegale Plattform verzeichnete Werbeeinnahmen mit Abofallen, Adware zum Unterschieben von Trojanern, Sportwetten und Onlineglücksspielen und bot kostenpflichtige Premiumzugänge an. Mit der Abschaltung der Plattform wurden auf den Konten von Dirk B. 2,5 Millionen Euro beschlagnahmt, der Domaininhaber von Kino.to fuhr einen Mercedes SL 63 AMG Roadster. Er soll zudem den Filehoster Archiv.to betrieben haben, der im Auswahlmenü von Kino.to immer auf Platz 1 bis 3 stand, so die Ermittler.

Bastian P., der Chefprogrammierer von Kino.to, wurde am 11. April 2012 wegen gewerbsmäßiger Urheberrechtsverletzungen zu einer Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten verurteilt. Es war die fünfte Verurteilung im Prozess um Kino.to.


menetekel_1 11. Mai 2012

Generell werden Schauspieler eh überbewertet - teilweise sogar mit der dargestellten...

menetekel_1 11. Mai 2012

Hab ich grad mal gemacht. Da steht "und der der ohne Fehler ist werfe den ersten Stein...

Dennis_Bue 10. Mai 2012

Ich finde das eigentlich verglichen mit dem Schaden nicht soviel was verdient wurde. Habe...

ret411 10. Mai 2012

Wieder völlig Übertrieben in meinen Augen! Früher warens die geilen Schuhe, Hose,Uhr...

narf 10. Mai 2012

wen interessiert was für ne karre der angeklagte gefahren ist... selbst wenn der typ nen...

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