Abo
  • Services:
Anzeige
Streaming-Verträge: Youtube-Sperre von Indies "eine Frage von Tagen"
(Bild: Andrew Kelly/Reuters)

Streaming-Verträge: Youtube-Sperre von Indies "eine Frage von Tagen"

Manche Indie-Labels könnten noch im Juni 2014 aus Youtube verschwinden. Dies sagte ein Sprecher des Unternehmens US-Medien. Youtube bereitet ein Abomodell für werbefreies Streaming vor, bei dem Teile der Musikindustrie aber nicht mitmachen wollen.

Anzeige

Der Ton in der Auseinandersetzung zwischen Youtube und Indie-Labels verschärft sich. So sagte Youtube-Vize Robert Kyncl der Financial Times, dass die Sperre mancher Videos nur noch "eine Frage von Tagen" sei. Kyncl ist bei Youtube für Geschäftsbeziehungen zu anderen Firmen und alle lizensierte Inhalte zuständig, zuvor kümmerte er sich bei Netflix unter anderem um den Einkauf von Rechten an Filmen und Fernsehsendungen.

Mit der vagen Zeitangabe spielt der Manager offenbar auf den 25. Juni 2014 an. An diesem Datum soll nach unbestätigten Berichten aus der Musikbranche Youtube seinen neuen Streaming-Service vorstellen, der werbefrei auf verschiedenen Geräten genutzt werden kann. Die Videos sollen dabei auch offline genutzt werden können, ganz so, wie es beispielsweise Spotify und andere Dienste schon anbieten.

Für dieses Angebot hat Youtube laut Kyncl bereits "mit 95 Prozent des Musikmarktes" Lizenzverträge abgeschlossen, wie die Financial Times berichtet. "Wir bezahlen fair und im Rahmen des Branchenüblichen", sagte der Youtube-Vize weiter.

Missbrauch der Marktmacht?

Dem widersprechen jedoch vor allem Verbände von Indie-Labels deutlich. So nannten der Verband unabhängiger Musikunternehmen (VUT) und das Worldwide Independent Network (WIN) Anfang Juni 2014 die neuen Youtube-Verträge "äußerst ungünstig und nicht verhandelbar". Die Vergütung liege unter den Preisen, die andere Streaming-Dienste wie beispielsweise Spotify zahlen. Zusammen mit den US-Verbänden Featured Artists Coalition (FAC) und Impala haben sich deswegen VUT und WIN bei der EU-Kommission über Youtube beschwert. Das Unternehmen nutze seine große Reichweite, um Indie-Label zu benachteiligen, so der Vorwurf.

Die Musikunternehmen, welche die neuen Verträge mit Youtube mit unterzeichnen wollen, sehen sich nicht nur durch ihr Fehlen beim Abomodell gefährdet. Offenbar sollen ihre Inhalte auch im kostenlosen Angebot von Youtube nicht mehr zugänglich sein. Dazu zitiert die Financial Times den namentlich nicht genannten Chef eines großen Labels, der sagt, durch die neuen Verträge würde vor allem der Gratis-Zugang zu Youtube mit mehr Videos aufgewertet.

Das mache dieses Angebot so attraktiv, dass andere Dienste wie Spotify oder Deezer das Nachsehen haben könnten. Vor allem mit Spotify arbeiten viele Indies schon lange eng zusammen, so dass wohl die pro Abruf gezahlten Lizenzgebühren in der Summe geringer werden könnten, wenn Nutzer das größere Angebot von Youtube bevorzugen.


eye home zur Startseite
AllDayPiano 18. Jun 2014

Natürlich. Weil die Minor-Labels nicht die Marktmacht haben, um ihren musikalischen...

Anonymer Nutzer 18. Jun 2014

Ist die Sache für uns in Deutschland überhaupt relevant? Bringt ja nicht viel wenn...

Herr Unterfahren 18. Jun 2014

@Blackburn: die Reichweite eines Radiosenders muß erstmal durch Zielgruppenbefragungen...

Phreeze 18. Jun 2014

wird demnächst das Unwort des Jahres werden. Subsubsubunternehmen zahlen auch...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Landeskreditbank Baden-Württemberg -Förderbank-, Karlsruhe
  2. Scheugenpflug AG, Neustadt/Donau
  3. Daimler AG, Germersheim
  4. Optica Abrechnungszentrum Dr. Güldener GmbH, Nittenau Raum Regensburg


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 209,99€/219,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 69,99€/149,99€/79,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 149,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Update

    Onedrive erstellt automatisierte Alben und erkennt Pokémon

  2. Die Woche im Video

    Ausgesperrt, ausprobiert, ausgetüftelt

  3. 100 MBit/s

    Zusagen der Bundesnetzagentur drücken Preis für Vectoring

  4. Insolvenz

    Unister Holding mit 39 Millionen Euro verschuldet

  5. Radeons RX 480

    Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter

  6. Koelnmesse

    Tagestickets für Gamescom ausverkauft

  7. Kluge Uhren

    Weltweiter Smartwatch-Markt bricht um ein Drittel ein

  8. Linux

    Nvidia ist bereit für einheitliche Wayland-Unterstützung

  9. Copyright

    Klage gegen US-Marine wegen 558.466-mal Softwarepiraterie

  10. Cosmos Rings

    Rollenspiel für die Apple Watch



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Nintendo auf dem Smartphone: Pokémon Go Out!
Nintendo auf dem Smartphone
Pokémon Go Out!
  1. Pokémon Go Verbraucherschützer reichen Abmahnung gegen Niantic ein
  2. Wearable Pokémon Go Plus grundsätzlich vorbestellbar
  3. T-Mobile US Telekom-Tochter bietet freien Datenverkehr für Pokémon Go an

Miniscooter: E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
Miniscooter
E-Floater, der Elektroroller für die letzte Meile
  1. Relativity Space Raketenbau ohne Menschen
  2. Surround-Video Nico360 filmt 360-Grad-Videos zwischen Fingerspitzen
  3. Besuch bei Senic Das Kreuzberger Shenzhen

Pokémon Go im Test: Hype in der Großstadt, Flaute auf dem Land
Pokémon Go im Test
Hype in der Großstadt, Flaute auf dem Land
  1. Die Woche im Video Wirbel um Wasserwerke, Pokémon und Autopiloten
  2. Pokémon Go und Nutzerrechte Gotta catch 'em all!
  3. Nintendo und Niantic Pokémon Go in den USA erhältlich

  1. Re: Wie lange ist die Laufzeit einer Testversion...

    quasides | 13:08

  2. Re: AMD ist nicht tot zu bekommen...und das ist...

    David64Bit | 13:07

  3. Re: Hindernisse einbauen

    Lagganmhouillin | 13:06

  4. Re: Datenschutz ist lächerlich

    Bozzy | 13:05

  5. Re: Na dann viel Glück..

    DrWatson | 13:04


  1. 13:08

  2. 09:01

  3. 18:26

  4. 18:00

  5. 17:00

  6. 16:29

  7. 16:02

  8. 15:43


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel