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Hitachis Quarzglasplättchen soll Daten mehrere hundert Millionen Jahre speichern können.
Hitachis Quarzglasplättchen soll Daten mehrere hundert Millionen Jahre speichern können. (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)

Storage-Technik: Glas als Datenspeicher für die Ewigkeit

Hitachis Quarzglasplättchen soll Daten mehrere hundert Millionen Jahre speichern können.
Hitachis Quarzglasplättchen soll Daten mehrere hundert Millionen Jahre speichern können. (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)

Hitachi-Forscher arbeiten an einem Speicher aus Glas, der Daten mehrere hundert Millionen Jahre lang sichern soll - selbst wenn er zwischendurch Chemikalien, Hitze oder Schlägen ausgesetzt wird.

Mit dünnem, mehrschichtigem Quarzglas könnte Hitachi eines der Probleme des Digitalzeitalters lösen: Bisher fehlt es an Technik, die Daten in digitaler Form auch zuverlässig über die nächsten Jahrhunderte und Jahrtausende sichert. Wie AFP berichtet, glauben Hitachi-Forscher, das leisten zu können - nicht nur einige zehntausend, sondern gar mindestens mehrere hundert Millionen Jahre.

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CDs und Festplatten etwa überstehen laut Hitachi-Forscher Kazuyoshi Torii höchstens einige Dekaden bis ein Jahrhundert. Kazuyoshi und seine Kollegen setzen deshalb auf Quarzglas, das Daten in mehreren Schichten in binärer Form speichert. Die kleinen Punkte sollen mit einem normalen optischen Mikroskop erkannt, in den Computer übertragen und mit Bildanalysesoftware ausgelesen werden können. Selbst wenn es die Lesegeräte und Software dafür nicht mehr gibt, sollen sich die Daten deshalb vergleichsweise leicht wieder rekonstruieren lassen - sofern denn bekannt ist, dass es sich um einen Datenträger mit binärer Speicherung handelt.

  • Hitachis Prototyp eines Quarzglas-Datenspeichers zur Langzeitarchivierung (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)
  • Hitachis Quarzglas-Datenspeicher - die binär gespeicherten Daten lassen sich unter einem optischen Mikroskop anschauen. (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)
Hitachis Prototyp eines Quarzglas-Datenspeichers zur Langzeitarchivierung (Bild: Yoshikazu Tsuno/AFP/Getty Images)

Der Prototyp ist ein 2 x 2 cm kleines und 2 mm dünnes Glasplättchen. Es besteht aus vier Schichten, auf denen die Daten gespeichert werden. Zusätzliche Schichten sind den Forschern zufolge möglich. Geschrieben werden die Daten per Laser. Der Prototyp speichert noch 40 Megabyte pro Quadratzoll (2,54 x 2,54 cm = 6,4516 qcm), etwas wenig für heutige Datenmengen.

Dafür sollen die Glas-Datenträger aber wasserdicht sein, durch viele Chemikalien keinen Schaden nehmen und auch Temperaturen von etwa 1.000 Grad Celsius für mindestens zwei Stunden unbeschadet überstehen. "Wir glauben, dass die Daten überleben werden, solange das Glas nicht zerbrochen wird", zitiert AFP Toriis Kollegen Takao Watanabe.

Quarzglas, auch Kieselglas genannt, ist selbst gegen die meisten Säuren resistent, gilt als schlagfest und sehr hitzebeständig. Es wird beispielsweise beim Spaceshuttle eingesetzt.

Noch soll Hitachi zwar nicht entschieden haben, wann der Glasspeicher wirklich eingesetzt wird. Für den Anfang könnte das Unternehmen den Forschern zufolge aber entsprechende Speicherdienste zur Langzeitarchivierung beispielsweise für Regierungseinrichtungen und Museen anbieten.


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Rulf 30. Sep 2012

500 jahre alte bücher, wo alles in bester ordnung ist, sind bestimmt nicht aus...

Technikfreak 28. Sep 2012

Mich wundert sowieso, wo der Moderi bleibt, sonst killen sie so ein Thema nach dem...

adba 27. Sep 2012

Quatsch! Wenn schon hätte er das Glas so eingebaut das die dickere Seite oben ist, damit...

Mindbreaker 27. Sep 2012

Nix da, alter Hut. Bei deinem Beispiel auch wieder andere Materialien und Kleber mit im...

M.P. 27. Sep 2012

Naja, bis zu einem gewissen Grad kann man da entgegenwirken: Kleine...



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