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Marc Sauter mit HTC Vive auf der Gamescom 2015
Marc Sauter mit HTC Vive auf der Gamescom 2015 (Bild: Golem.de)

Steam VR: Im Secret Shop geht uns ein Licht auf

Marc Sauter mit HTC Vive auf der Gamescom 2015
Marc Sauter mit HTC Vive auf der Gamescom 2015 (Bild: Golem.de)

Eine neue Demo und erstmals kabellose Controller: Valves Secret Shop für Steam VR ist ein interaktiver Dota-2-Spielplatz aus Licht und Schatten. Zumindest, bis die wunderschöne Umgebung mit Gewalt wortwörtlich aufgebrochen wird.

Der grüne Frosch mag offenbar keine Golem.de-Redakteure auf seinem Regalbrett: Er spuckt mit der Zunge in unsere Richtung, wir ziehen rasch den Kopf ein - denn so ein grüner Hüpfer wirkt ziemlich bedrohlich, wenn man auf nur wenige Zentimeter geschrumpft ist. Also teleportieren wir uns per Knopfdruck zurück in die Raummitte, dort sind wir nämlich lebensgroß statt winzig klein.

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Besagter Frosch auf dem Regalbrett ist Teil einer neuen Demo für Valves Steam VR, also der Kombination aus HTCs Vive genanntem Head-mounted Display und den beiden namenlosen Controllern. Anders als bei den Präsentationen auf dem Mobile Word Congress im März 2015 und der E3-Spielemesse im Juni benötigen wir für Steam VR auf der Gamescom keinen Hüftgurt mehr: Die Controller sind erstmals kabellos, wodurch unsere Bewegungen wie bei Oculus' Touch-Steuerung kein bisschen eingeschränkt sind - toll.

Secret Shop heißt die Demo, was Dota-2-Spieler aufhorchen lässt: Die kennen den kleinen Laden als Handelspunkt für Items, betrieben wird er vom Shopkeeper. Der poltert am Anfang zur Tür herein und drückt uns eine leuchtende Kugel in die Hand, die wir per Knopfdruck aufnehmen. Der düstere Raum ist vollgestopft mit Tischen voller Dota-2-Items und weiterem Krimskrams, vom Boden aus glubscht uns ein äußerst ulkiges und ziemlich kurioses Drachenwesen an.

Treten wir nahe an die Aufbauten um uns heran, hält uns das System namens Chaperone davon ab, gegen ganz reale Wände zu laufen - Steam VR blendet zuvor ein gekacheltes Energiefeld ein. Innerhalb des Spielraums können wir uns frei bewegen und die Umgebung untersuchen. Das Schachbrett hat es uns besonders angetan: Die filigranen Figuren weisen feine Holzmaserungen auf und werfen dynamische Schatten, wenn wir die leuchtende Kugel schwenken.

  • Der Secret Shop (Screenshot: Valve)
Der Secret Shop (Screenshot: Valve)

Neben manchen Objekten glüht eine magische Markierung, per Knopfdruck finden wir uns dort auf Mäuschengröße geschrumpft wieder und wandern umher. Durch diese Idee können wir immer neue Bereiche erkunden, ohne dass die etwa 20 Quadratmeter reale Raumfläche zu einem Problem werden. Auf einem Trankrezept prangen Buchstaben groß wie Füße, vor der gefährlich klackernden Spinne fliehen wir lieber schnell. Andernorts treffen wir auf bezahnte Monsterbücher wie in Harry Potter und auf ein riesiges Auge in einem Loch - und wir werfen einen Blick in den Wald, in dem der Secret Shop steht.

Kaum haben wir die offenbar letzte Markierung entdeckt und uns wieder zurück auf Mannsgröße teleportiert, beginnt die ganze Hütte zu wackeln und zu ächzen - über uns ist etwas verdammt Großes. Keine Sekunde später reißen die Klauen einer mächtigen Kreatur (genauer: des Roshans) den Secret Shop auf, die Demo endet mit dem geifernden Maul direkt vor unserem Kopf.


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