Anzeige
Spotify: Musik- und Film-Streamingdienste mit illegalen AGB
(Bild: Spotify)

Spotify: Musik- und Film-Streamingdienste mit illegalen AGB

Viele Streaming-Anbieter können die Preise einseitig ändern und den Dienst jederzeit sperren oder kündigen. Das ergab eine Überprüfung der Nutzungsbestimmungen. Der VZBV beanstandete 30 Klauseln bei Rdio, 25 bei Spotify und 18 bei Napster.

Anzeige

Die Nutzungsbestimmungen vieler Streaming-Plattformen für Musik oder Filme in Deutschland sind laut dem Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) in großen Teilen rechtswidrig. Das gab die Organisation am 14. Mai 2014 bekannt. Die Verbraucherschützer haben den Webauftritt und Vertragsklauseln von 14 Unternehmen überprüft und 20 Abmahnungen versandt.

Der VZBV beanstandete fast 130 Klauseln, die Verbraucher benachteiligen, davon 30 bei Rdio, 25 bei Spotify und 18 bei Napster. Viele Anbieter behielten sich in ihren Klauseln vor, die Vertragsinhalte und sogar die Preise einseitig zu ändern und den Dienst jederzeit zu sperren oder zu kündigen. Auch schränkten die Klauseln die Haftung der Anbieter oder Mängelrechte der Nutzer ein. Nach Ansicht des VZBV sind zudem viele Datenschutzbestimmungen rechtswidrig: Zum Beispiel können Daten nach dem Ermessen des Unternehmens an Dritte, insbesondere an Facebook, weitergegeben werden, um Werbung zu schalten. Verbraucherdaten werden ohne Zustimmung des Nutzers gesammelt, um die Nutzung des Dienstes zu analysieren.

Beanstandet wurde auch die Länge der Vertragsbedingungen. So waren etwa die Bedingungen von Napster 19 DIN-A4-Seiten lang. Bei Rdio musste ein Verbraucher, der den Musik-Streaming-Dienst über das Smartphone nutzen will, fast 100 Mal scrollen, um sämtliche Klauseln durchlesen zu können. Dies sei unzumutbar. Die Länge der AGB mache es Verbrauchern nahezu unmöglich, sie voll zu erfassen, so der VZBV.

Acht Dienste machten gar keine oder unvollständige Impressumsangaben. Anbieterkennzeichnungen wie die E-Mail-Adresse sind erforderlich, um mit dem Unternehmen bei Beschwerden Kontakt aufnehmen zu können. Im Bestellprozess fehlte bei neun Unternehmen zudem der Bestellbutton mit einer Formulierung wie "Zahlungspflichtig bestellen". Auch waren wesentliche Informationen wie der Preis nach Ablauf der Testphase und die Vertragslaufzeit nicht deutlich hervorgehoben vor dem Bestellbutton angezeigt.

Nach den Abmahnungen seien die meisten Anbieter ihren Informationspflichten nachgekommen und hätten ihre Vertragsklauseln geändert. Nur 24-7 Entertainment (Myjuke), Amazon/Lovefilm, Rara, Sky (Snapbysky) und Watchever hätten keine vollständigen Unterlassungserklärungen abgegeben. Die Verbraucherschützer prüften darum Unterlassungsklagen.


eye home zur Startseite
Tamashii 15. Mai 2014

Zudem müsste man den Platz für die CDs zu Hause bereitstellen und die Produktion von...

grorg 14. Mai 2014

Da wurde niemand verklagt. Bilden bitte.

FrankyFire 14. Mai 2014

Korrekt. Ein hoch auf die Standards in der Informatik (wenn sich denn dran gehalten...

grorg 14. Mai 2014

Ich benutze nur Prepaid, Verträge sind wirtschaftlich unsinnig bei meinem Nutzungsverhalten.

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Information Security Lead (m/w)
    TUI Business Services GmbH, Hannover oder Crawley (England)
  2. Trainee Requirements Engineer (m/w) Cloud Produkte
    Haufe Gruppe, Freiburg im Breisgau
  3. Automatisierungstechniker / Programmierer (m/w)
    Vogt-Plastic GmbH, Rheinfelden
  4. IT-Supporter/in
    WALDORF FROMMER, München

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Zcryptor

    Neue Ransomware verbreitet sich auch über USB-Sticks

  2. LTE-Nachfolger

    Huawei schließt praktische Tests für Zukunftsmobilfunk ab

  3. Beam

    Neues Modul für Raumstation klemmt

  4. IT-Sicherheit

    SWIFT-Hack vermutlich größer als bislang angenommen

  5. Windows 10

    Microsoft bringt verdoppelten Virenschutz

  6. Audience Network

    Facebook trackt auch Nichtnutzer für Werbezwecke

  7. Statt Fernsehen

    Ministerrat will europaweite 700-MHz-Freigabe für Breitband

  8. Gran Turismo Sport

    Ein Bündnis mit der Realität

  9. Fensens Parksensor

    Einparken mit dem Smartphone

  10. Telefónica

    Microsoft und Facebook bauen 160-TBit/s-Seekabel nach Europa



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hyperloop Global Challenge: Jeder will den Rohrpostzug
Hyperloop Global Challenge
Jeder will den Rohrpostzug
  1. Hyperloop HTT will seine Rohrpostzüge aus Marvel-Material bauen
  2. Hyperloop One Der Hyperloop fährt - wenn auch nur kurz
  3. Inductrack Hyperloop schwebt ohne Strom

Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  2. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden
  3. id Software Dauertod in Doom

Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

  1. Re: Adblocker sind die besseren Antiviren

    D43 | 05:53

  2. Mittelfristig wird ein ganz anderes Rechtekonzept...

    lahmbi5678 | 05:02

  3. Re: Vertrag richtig lesen

    Moe479 | 04:25

  4. Re: MS warnt? Die Unterstützen das doch.

    errezz | 04:06

  5. Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht

    Moe479 | 03:51


  1. 17:09

  2. 16:15

  3. 15:51

  4. 15:21

  5. 15:12

  6. 14:28

  7. 14:17

  8. 14:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel