Abo
  • Services:
Anzeige
Auszug aus dem Gadget-Update
Auszug aus dem Gadget-Update (Bild: Kaspersky Lab)

Spionage-Trojaner: Flame verbreitete sich über Microsoft-Update

Auszug aus dem Gadget-Update
Auszug aus dem Gadget-Update (Bild: Kaspersky Lab)

Der Spionage-Trojaner Flame soll sich auch über Microsofts Updatesystem verbreitet haben. Zudem wurde eine umfassende Serverinfrastruktur identifiziert, die nach der Entdeckung von Flame sofort abgeschaltet wurde.

Analysen von Kaspersky Lab zufolge hat sich Flame unter anderem über Microsofts Updatefunktion verbreitet. Über eine Man-in-the-Middle-Attacke hat sich ein mit Flame infizierter Rechner in das Netzwerk integriert und manipulierte Updatepakete an andere Rechner verteilt sowie einen eigenen Updateserver eingerichtet. Über Microsofts Updatefunktion gelangte der Spionagetrojaner so auf andere Computer.

Anzeige

Flame behauptete, ein Update für die Gadget-Funktion von Windows bereitzustellen und verleitete Anwender so dazu, sich die Schadsoftware selbst auf den Rechner zu holen. Das Update war mit einem gefälschten Microsoft-Zertifikat unterzeichnet. Erst gestern hat Microsoft mitgeteilt, dass Flame gefälschte Microsoft-Zertifikate genutzt habe, um vorzugaukeln, bei Flame handele es sich um eine offizielle Software von Microsoft.

Die über die Updatefunktion verteilte Software wurde am 27. Dezember 2010 kompiliert und ist am 28. Dezember 2010 mit dem Zertifikat versehen worden. Flame soll vor allem Systeme mit Windows XP und Windows 7 befallen haben; Letztere aber nur in der 32-Bit-Version.

Botnetz mit mehr als 15 Servern

Neue Erkenntnisse hat Kaspersky Lab auch zur Botnetz-Infrastruktur, die von Flame verwendet wurde. So soll das Botnetz aus mehr als 15 Servern mit mehr als 80 Domains bestanden haben, die jeweils mehr als 50 Opfer attackiert haben. Zusammen mit Godaddy und OpenDNS hat Kaspersky Lab die Infrastruktur analysiert. Bei Godaddy waren viele der Domains registriert und OpenDNS half den Sicherheitsspezialisten dabei, die Daten der Spionagesoftware an Kaspersky Lab zu leiten.

Die Server standen unter anderem in Deutschland, in der Schweiz und den Niederlanden, in Großbritannien, Polen, der Türkei, Malaysia, Lettland und Hongkong. Für die über 80 Domains verwendeten die Angreifer falsche Identitäten und meldeten für gewöhnlich nur zwei bis drei Domains auf eine dieser Tarnidentitäten an. Nur in Ausnahmefällen gab es auch vier Domainanmeldungen für eine der Tarnidentitäten. Die Domainregistrierungen wurden zwischen 2008 und 2012 vorgenommen. Nur einige Stunden, nachdem erstmals über Flame berichtet worden war, gingen alle Botnetz-Server offline.

Den meisten Tarnidentitäten wurde als Adresse ein Wohnort im österreichischen Wien untergejubelt. Kaspersky Lab grübelt noch, weshalb gerade Wien so oft als falsche Anschrift angegeben wurde. Ferner wurden gefälschte Anschriften in Deutschland und Österreich angegeben. Einige der Adressen existieren gar nicht oder sind die Anschriften von Hotels, Läden, Organisationen oder Arztpraxen.

Weil Kaspersky Lab mittels Sinkhole an die Daten gelangt ist, die Flame gesammelt hat, gibt es auch dazu neue Erkenntnisse. So hat sich die Spionagesoftware vor allem für AutoCAD-Zeichnungen interessiert, was für technische Zeichnungen verwendet wird. Aber auch PDF- und Office-Dateien hat Flame gesammelt.

Mit den neuen Erkenntnissen sieht Kaspersky Lab die bisherige Vermutung untermauert, dass es sich bei Flame um eine der interessantesten und komplexesten Schadanwendungen handelt, die bisher entdeckt wurden.


eye home zur Startseite
dnl 07. Jun 2012

"Wenn es jemandem gelingt Viren oder sonstige Malware zu schreiben die sich auf allen...

dnl 07. Jun 2012

"Kriegen die Clients nicht irgendwie über ihre Domäne mitgeteilt, wo sie Updates saugen...

Rulf 06. Jun 2012

anscheinend hast du mein posting nicht ganz verstanden...ich war schon dafür, daß so ein...

der_wahre_hannes 06. Jun 2012

Farbmonitore bringen aber nur halb so viel Spaß, wenn der Text nicht so einen tollen...

Rulf 05. Jun 2012

wieso nur quellcode?...die bekommen sicher auch zertificate...zur not dann halt von...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Raum Frankfurt
  2. B. Metzler seel. Sohn & Co. Holding AG, Frankfurt
  3. Robert Bosch GmbH, Leonberg
  4. Stadt Kirchheim unter Teck, Kirchheim unter Teck


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. beim Kauf ausgewählter Gigabyte-Mainboards
  2. 17,99€ statt 29,99€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mit digitalen Workflows Geschäftsprozesse agiler machen
  2. Wichtige Anwendungen von automatisierter Inventarisierung
  3. Praxiseinsatz, Nutzen und Grenzen von Hadoop und Data Lakes


  1. Apple

    Aktivierungssperre des iPads lässt sich umgehen

  2. Amazon

    Downloader-App aus dem Fire-TV-Store entfernt

  3. Autonomes Fahren

    Apple zeigt Interesse an selbstfahrenden Autos

  4. Sicherheit

    Geheimdienst warnt vor Cyberattacke auf russische Banken

  5. Super Mario Bros. (1985)

    Fahrt ab auf den Bruder!

  6. Canon EOS 5D Mark IV im Test

    Grundsolides Arbeitstier mit einer Portion Extravaganz

  7. PSX 2016

    Sony hat The Last of Us 2 angekündigt

  8. Raspberry Pi

    Schutz gegen Übernahme durch Hacker und Botnetze verbessert

  9. UHD-Blu-ray

    PowerDVD spielt 4K-Discs

  10. Raumfahrt

    Europa bleibt im All



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Spielen mit HDR ausprobiert: In den Farbtopf gefallen
Spielen mit HDR ausprobiert
In den Farbtopf gefallen
  1. Ausgabegeräte Youtube unterstützt Videos mit High Dynamic Range
  2. HDR Wir brauchen bessere Pixel
  3. Andy Ritger Nvidia will HDR-Unterstützung unter Linux

Breath of the Wild: Spekulationen über spielbare Zelda
Breath of the Wild
Spekulationen über spielbare Zelda
  1. Konsole Nintendo gibt Produktionsende der Wii U bekannt
  2. Hybridkonsole Nintendo will im ersten Monat 2 Millionen Switch verkaufen
  3. Switch Nintendo erwartet breite Unterstützung durch Entwickler

Gear S3 im Test: Großes Display, großer Akku, große Uhr
Gear S3 im Test
Großes Display, großer Akku, große Uhr
  1. In der Zuliefererkette Samsung und Panasonic sollen Arbeiter ausgebeutet haben
  2. Vernetztes Auto Samsung kauft Harman für 8 Milliarden US-Dollar
  3. 10LPU und 14LPU Samsung mit günstigerem 10- und schnellerem 14-nm-Prozess

  1. Re: Genau sowas steht in den...

    LinuxMcBook | 03:04

  2. Re: Pervers... .

    Tunkali | 02:51

  3. Re: DAU-Gesetzgebung für DAUs

    LinuxMcBook | 02:34

  4. Re: Einheiten richtig umrechnen du musst

    Sarkastius | 02:19

  5. Re: Transparenz zum Kündigungstermin ist Schwachsinn!

    LinuxMcBook | 02:13


  1. 12:54

  2. 11:56

  3. 10:54

  4. 10:07

  5. 08:59

  6. 08:00

  7. 00:03

  8. 15:33


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel