Spielebranche Verbände G.A.M.E. und BIU wollen fusionieren

Der Spielepublisherverband BIU und der einst als Gegenentwurf gestartete Spieleentwicklerverband G.A.M.E. könnten sich zusammenschließen. Das empfehlen die beiden Verbandsvorstände zumindest ihren Mitgliedern - und haben auch schon einen vertraut klingenden Namensvorschlag.

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Spieleentwickler und Spielepublisher haben nicht immer dieselben Ziele. Mit ihrem Vorschlag einer Fusion der deutschen Verbände G.A.M.E. (Bundesverband der Computerspielindustrie e. V.) und BIU (Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware e. V.) wollen die jeweiligen Vorstände diese Trennung zugunsten der Gemeinsamkeiten aufheben.

"Beide Verbände haben die gleiche Absicht: den deutschen Games-Standort und die hier ansässige Industrie stärken. Ein gemeinsamer Verband hat wesentlich mehr Schlagkraft, um dieses Ziel zu erreichen", heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. In der operativen Verbandsarbeit würden ohnehin weitgehend gemeinsame Interessen und Positionen vertreten.

Laut dem BIU-Vorstandssprecher Olaf Coenen soll es ein Zusammenschluss auf Augenhöhe werden. Coenen erklärt: "Die traditionellen Unterschiede zwischen Entwicklern und Publishern von Games verschwinden zunehmend. Viele BIU-Mitglieder unterhalten auch Entwicklungsstudios in Deutschland, und viele Unternehmen in beiden Verbänden bieten ihre Spiele im Internet direkt den Gamern an. Daher hat sich die historische Trennung in zwei Verbände inzwischen überholt."

Das Ziel der Fusion sei es nun, eine gemeinsame, starke Interessenvertretung der deutschen Computer- und Videospielindustrie gegenüber Politik, Behörden, Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen. Einen neuen Namen wollen sich die beiden Verbände auch geben. Bliebe es beim aktuellen Vorschlag, würde aus BIU und G.A.M.E. der "Game Bundesverband Interaktive Unterhaltung".

Die Eckpunkte der Fusion sollen auf Vorstands- und Geschäftsführungsebene bereits abgestimmt worden sein. Nun müssen noch die G.A.M.E.- und BIU-Mitglieder zustimmen. Die Mitgliederversammlungen sind für Ende November (BIU) und Mitte Dezember 2012 (G.A.M.E.) angesetzt, dort soll der Fusionsplan aber erst einmal vorgestellt werden. Die eigentliche Abstimmung wird für das erste Quartal 2013 erwartet.

Laut einer gemeinsamen Pressemitteilung beschäftigt die deutsche Computer- und Videospielindustrie derzeit "rund 10.500 Personen in 950 Unternehmen und Institutionen, darunter rund 300 Entwickler und Publisher von Computer- und Videospielen." Im vergangenen Jahr sollen die Entwickler und Publisher von Computer- und Videospielen zwei Milliarden Euro in Deutschland umgesetzt haben - die Games-Branche ist damit eine der größten Unterhaltungsindustrien Deutschlands.


spambox 25. Okt 2012

Es gibt kaum Beispiele, in denen Fusionen zweier Einrichtungen irgendwelche Vorteile...

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