Abo
  • Services:
Anzeige
Skyrmion: Tests bei minus 265 Grad Celsius
Skyrmion: Tests bei minus 265 Grad Celsius (Bild: Arbeitsgruppe Prof. R. Wiesendanger/Universität Hamburg)

Speicher Magnetwirbel werden zu Datenspeichern

Hamburger Forscher haben erstmals winzige Magnetwirbel erzeugt und wieder gelöscht. Diese Wirbel könnten künftig als Datenspeicher mit einer hohen Speicherdichte eingesetzt werden.

Anzeige

Forscher der Universität in Hamburg haben eine neue Form von Magnetspeicher getestet: Ihnen ist es gelungen, magnetische Wirbel, sogenannte Skyrmionen, zu erzeugen und wieder zu löschen.

Ein Skyrmion sei ein zweidimensionaler Knoten, "bei dem sich die magnetischen Momente mit einem einheitlichen Drehsinn innerhalb einer Ebene um 360 Grad drehen", erklären die Forscher um André Kubetzka und Kirsten von Bergmann. "Diese magnetischen Knoten haben Teilchencharakter und man kann ihnen eine Art Ladung - die topologische Ladung - zuordnen, womit es möglich ist, mit einem Skyrmion den Bit-Zustand '1' (es gibt ein Skyrmion) und '0' (es gibt kein Skyrmion) darzustellen."

Palladium und Eisen auf Iridium

Den Hamburgern ist es erstmals gelungen, Skyrmionen zu erzeugen und zu manipulieren: Ausgangspunkt war ein zwei Atomlagen dicker magnetischer Film aus Palladium und Eisen auf einem Iridium-Kristall. Auf diesem Film hätten sie mit spinpolarisierten elektrischen Strömen von einem Rastertunnelmikroskop Skyrmionen geschrieben und wieder gelöscht, berichten die Forscher in der Fachzeitschrift Science. Ein Skyrmion wird erzeugt, indem parallel ausgerichtete magnetische Momente verwirbelt werden. Dann bildet sich ein solcher zweidimensionaler Knoten. Zum Löschen wird der Knoten aufgelöst.

Die Magnetwirbel wurden erst vor wenigen Jahren entdeckt. Sie könnten künftig als Datenspeicher eingesetzt werden und die herkömmlichen Magnetspeicher ablösen. Diese lassen sich nicht beliebig verkleinern. Die Skyrmionen hingegen benötigen sehr viel weniger Atome für ein Bit als herkömmliche Magnetspeicher. Dadurch soll diese Technik deutlich höhere Speicherdichten als aktuelle Datenspeicher ermöglichen.

Dafür müssen allerdings noch einige Probleme gelöst werden: Die Tests fanden bei rund minus 265 Grad Celsius statt. Zudem bedarf es eines Lesekopfes, der die Aufgabe des Rastertunnelmikroskops übernimmt. Das "experimentell realisierte Schreiben und Löschen von Skyrmionen" sei eine erster Schritt, sagen die Forscher. Sie hätten damit aber die Machbarkeit gezeigt.


eye home zur Startseite
Eheran 11. Aug 2013

Magnetspeicher als SSD... naja...

Andre S 09. Aug 2013

klar ists noch weit zum Ziel aber ein Speicher mit einer Dichte von 2 Atomlagen ist...

alastor2001 09. Aug 2013

Ja, das nennt man Grundlagenforschung. Alle großen Technologien haben irgendwann mal...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. dSPACE GmbH, Paderborn
  2. WEGMANN automotive GmbH & Co. KG, Veitshöchheim
  3. atg Luther & Maelzer GmbH, Wertheim Raum Würzburg
  4. SoftwareONE Deutschland GmbH, deutschlandweit


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 5,49€
  2. 9,99€

Folgen Sie uns
       


  1. Spionage im Wahlkampf

    Russland soll hinter neuem Hack von US-Demokraten stecken

  2. Comodo

    Zertifikatsausstellung mit HTML-Injection ausgetrickst

  3. Autonomes Fahren

    Mercedes stoppt Werbespot wegen überzogener Versprechen

  4. Panne behoben

    Paypal-Lastschrifteinzug funktioniert wieder

  5. Ecix

    Australier übernehmen zweitgrößten deutschen Internetknoten

  6. Die Woche im Video

    Ab in den Urlaub!

  7. Ausfall

    Störung im Netz von Netcologne

  8. Cinema 3D

    Das MIT arbeitet an 3D-Kino ohne Brille

  9. AVM

    Hersteller für volle Routerfreiheit bei Glasfaser und Kabel

  10. Hearthstone

    Blizzard feiert eine Nacht in Karazhan



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Core i7-6820HK: Das bringt CPU-Overclocking im Notebook
Core i7-6820HK
Das bringt CPU-Overclocking im Notebook
  1. Stresstest Futuremarks 3DMark testet Hardware auf Throttling

Geforce GTX 1060 im Test: Knapper Konter
Geforce GTX 1060 im Test
Knapper Konter
  1. Quadro P6000/P5000 Nvidia kündigt Profi-Karten mit GP102-Vollausbau an
  2. Grafikkarte Nvidia bringt neue Titan X mit GP102-Chip für 1200 US-Dollar
  3. Notebooks Nvidia bringt Pascal-Grafikchips für Mobile im August

Pokémon Go im Test: Hype in der Großstadt, Flaute auf dem Land
Pokémon Go im Test
Hype in der Großstadt, Flaute auf dem Land
  1. Pokémon Go Pikachu versus Bundeswehr
  2. Nintendo Gewinn steigt durch Pokémon Go kaum an
  3. Pokémon Go Monsterjagd im Heimatland

  1. Re: Mal nicht Nordkorea?

    onkel_joerg | 09:13

  2. Re: Teilautonomes fahren riskant?

    kazhar | 09:04

  3. Re: Wo ist der Haken?

    Chris79 | 08:50

  4. Re: Zu Teuer (wie immer)

    Georgm. | 08:47

  5. Re: Aggressive Frontflügel (F-E...

    Moe479 | 08:29


  1. 14:22

  2. 13:36

  3. 13:24

  4. 13:13

  5. 12:38

  6. 09:01

  7. 18:21

  8. 18:05


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel