Speedport W 921V, W 504V, W 723V: Sicherheitslücke in drei WLAN-Routern der Telekom
Der unsichere Speedport W 921V sollte nur ohne WLAN genutzt werden. (Bild: T-Online)

Speedport W 921V, W 504V, W 723V Sicherheitslücke in drei WLAN-Routern der Telekom

Nicht nur der Speedport W 921V hat eine Sicherheitslücke in der Funktion WPS, betroffen sind auch zwei weitere Geräte. Bei diesen genügt aber ein Abschalten von WPS, wie die Telekom erklärt. Beim W 921V hilft auch nach Angaben des Providers nur das Abschalten des WLANs.

Anzeige

Am Abend des 25. April 2012 hat die Telekom Stellung zur Sicherheitslücke ihrer Router genommen. Betroffen sind von dem Problem, das beim W 921V trotz Beachtung aller üblichen Maßnahmen zu einem offenen WLAN führt, in abgemilderter Form auch die Geräte W 504V und W 723V (Typ B). Bei diesen beiden Routern reicht es nach Angaben des Unternehmens, die Funktion WPS über die Konfigurationsoberfläche abzuschalten. Beim W 921V ist das nicht so: Hier existiert eine Hintertür, die der Anwender nicht schließen kann.

Gleichzeitig kündigte die Telekom an, dass an Firmwareupdates bereits gearbeitet wird. Zusätzlich will das Unternehmen Warnhinweise auf seinen Webseiten veröffentlichen. Ob die Kunden auch direkt kontaktiert werden, sagte die Telekom noch nicht. Hier die Erklärung des Unternehmens im vollen Wortlaut:

"Die Deutsche Telekom hat ihre WLAN-Router der Marke Speedport intensiven Sicherheitstests unterzogen. Hierbei wurde festgestellt, dass die WLAN-Router Speedport W 504V, Speedport W 723V Typ B und Speedport W 921V von einer Schwachstelle betroffen sind.

Ein Angreifer, der sich innerhalb der Reichweite des Funknetzwerks aufhält, kann sich unbefugt Zugang zu dem WLAN beschaffen. Das heißt, er kann beispielsweise über den Anschluss im Internet surfen oder gegebenenfalls auf Dienste oder Komponenten in dem Heimnetzwerk zugreifen, zum Beispiel auf einen Netzwerkspeicher, der nicht durch ein Passwort geschützt ist.

Kunden sollen WPS-Funktion über Weboberfläche deaktivieren

Die Deutsche Telekom empfiehlt betroffenen Kunden, die WPS-Funktion in dem Speedport W 504V und Speedport W 723V Typ B über die Konfigurations-Weboberfläche des Geräts zu deaktivieren, bis die fehlerbereinigte Softwareversion vorliegt. Ergänzend sollte ein neues, sicheres WLAN-Passwort vergeben werden. Bei dem Speedport W 921V empfiehlt die Telekom, die WLAN-Funktion komplett auszuschalten.

Es wird mit Hochdruck an einem Firmwareupdate für die genannten Speedport-Modelle gearbeitet. Geräte, bei denen die Funktion "Easy Support" aktiviert ist, erhalten dieses Update automatisch, sobald es zur Verfügung steht.

Sollte die 'Easy Support'-Funktion nicht aktiviert sein, empfiehlt die Telekom, regelmäßig die Firmware-Downloadseiten zu besuchen und bei Vorliegen des Updates, dieses sofort manuell einzuspielen.

Mit dem Hersteller der Router wurde umgehend Kontakt aufgenommen und ein Prozess eingeleitet, der künftig wieder eine sichere Vorkonfiguration der Geräte ab Werk gewährleistet.

Die Telekom wird entsprechende Produktwarnungen auf ihren Webseiten www.telekom.com und www.telekom.de veröffentlichen."


kendon 27. Apr 2012

ausser denen die ein (v)dsl-modem dabei haben...

Youssarian 27. Apr 2012

Meines Wissens war es ein Beitrag eines Useres im Telekom-Forum selbst, der dann...

Youssarian 27. Apr 2012

Das Leben ist eines der gefährlichsten überhaupt. Wenn Du rechnerisch nur 10 Jahre...

Ampel 26. Apr 2012

Die großen Konzerne reagieren nur wenn es mal richtig Knallt. Solange da nichts...

Kommentieren




Anzeige

  1. Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter - Sicherheit in Informationssystemen
    Universität Passau, Passau
  2. HiL-Testingenieur Bereich alternative Antriebe (m/w)
    MBtech Group GmbH & Co. KGaA, Sindelfingen bei Stuttgart (Home-Office möglich)
  3. IT-Projektleiter im technischen Infrastrukturbereich (m/w)
    ADAC e.V., München
  4. IT-Systemadministrator/-in
    Grüner Fisher Investments GmbH, Roden­bach bei Kaiserslautern

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Ex-NSA-Chef

    Keith Alexander gründet Cybersecurity-Firma

  2. Spielebranche

    Crytek verkauft Homefront mitsamt Studio an Koch Media

  3. Anonymisierung

    Projekt bestätigt Angriff auf Tors Hidden Services

  4. Amazon

    Marketplace-Händler verliert Klage gegen schlechte Bewertung

  5. Groupon

    Gnome und die Tücken das Markenrechts

  6. Secusmart/Blackberry

    Krypto-Handys mit vielen Fragezeichen

  7. Selbsttötung

    Wieder ein toter Arbeiter bei Foxconn

  8. Linux

    Opensuse Factory wird Rolling-Release-Distribution

  9. Bau-Simulator 2015

    Schwere Maschinen am PC

  10. Gericht

    Kim Dotcom muss Filmindustrie sein Vermögen offenlegen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Android L im Test: Google verflacht Android
Android L im Test
Google verflacht Android
  1. Android L Keine Updates für Entwicklervorschau geplant
  2. Inoffizieller Port Android L ist für das Nexus 4 verfügbar
  3. Android L Cyanogenmod entwickelt nicht anhand der Entwicklervorschau

Sony RX100 Mark III im Test: Klein, super, teuer
Sony RX100 Mark III im Test
Klein, super, teuer
  1. Custom ROM Sonys Bootloader einfacher zu entsperren
  2. Sony Xperia T3 kommt als Xperia Style für 350 Euro
  3. Auge als Vorbild Sony entwickelt gekrümmte Kamerasensoren

Luftfahrt: Die Rückkehr der Überschallflieger
Luftfahrt
Die Rückkehr der Überschallflieger
  1. Verkehr FBI sorgt sich um autonome Autos als "tödliche Waffen"
  2. Steampunk High Tech trifft auf Dampfmaschine
  3. Aerovelo Eta Kanadier wollen mit 134-km/h-Fahrrad Weltrekord aufstellen

    •  / 
    Zum Artikel