Android-Schadsoftware verbreitet sich per SMS.
Android-Schadsoftware verbreitet sich per SMS. (Bild: Josep Lago/AFP/Getty Images)

Spamsoldier SMS-Attacke auf Android-Smartphones

In diesem Monat wurde eine neue Schadsoftware für Android-Systeme entdeckt. Der Schädling versendet SMS an potenzielle Opfer und will diese so zur Installation einer verseuchten Software verleiten.

Anzeige

Das Sicherheitsunternehmen Lookout hat in diesem Monat die Android-Schadsoftware Spamsoldier bemerkt. Diese versendet SMS an mögliche Opfer, um sich auf diesem Wege auf möglichst vielen Android-Smartphones zu verbreiten. Die Schadsoftware wurde bereits Anfang Dezember 2012 entdeckt. Obwohl die Schadsoftware bereits seit über zwei Wochen aktiv ist, soll sie sich bisher nur relativ wenig verbreitet haben. Lookout befürchtet, dass sich die Schadsoftware stärker verbreiten könnte, wenn sie weiterhin unbemerkt agieren kann und hat sich daher für eine Warnung entschieden.

Schad-SMS wirbt mit Gratisspiel

Vor allem in den USA soll der Schädling namens Spamsoldier sein Unwesen treiben. Per SMS bietet er eigentlich kostenpflichtige Spiele gratis an. Das Opfer soll so zum Download der Schadsoftware verleitet werden. Wer sich von dieser Masche blenden lässt und das vermeintliche Spiel nach der Installation startet, hat ein infiziertes Android-Smartphone.

Beim ersten Programmstart entfernt die Schadsoftware das eigene Icon, um unbemerkt sein Unwesen zu treiben. Außerdem wird eine kostenlose Version eines Spiels installiert, um den Anwender in Sicherheit zu wiegen. Er soll keinen Verdacht schöpfen, dass er sich infizierte Software installiert hat.

SMS-Versand hinterlässt keine sichtbaren Spuren auf dem Smartphone

Spamsoldier verbindet sich dann mit einem Server, um von diesem Instruktionen zu erhalten. Dazu gehört einerseits der SMS-Text sowie 100 Rufnummern von US-Mobilfunknutzern. Im nächsten Schritt werden die Kurzmitteilungen an weitere mögliche Opfer versandt. Die versandten Kurzmitteilungen werden nicht im SMS-Postausgang angezeigt, damit die Schadsoftware ihr Tun verschleiert. Außerdem werden eingehende SMS abgefangen, damit der Gerätebesitzer von dem Treiben der Schadsoftware nichts bemerkt.

Lookout erwartet, dass der SMS-Versand auf Seiten der Kunden entsprechende Kosten verursacht. Aber auch die Netzbetreiber könnten in Zukunft ein erhöhtes SMS-Aufkommen bemerken, wenn sich Spamsoldier weiter verbreitet. Die Spamsoldier-Schadsoftware verbreitet sich derzeit ausschließlich über den SMS-Weg. In Android-Software-Shops wurde der Schädling bislang nicht entdeckt.


ver.schepard 28. Dez 2012

Mensch Leute, wie schon vorher mal gesagt wurde. Nicht immer jedes Wort auf die...

tomate.salat.inc 20. Dez 2012

Amazon hat seine eigene ROM. Und darf, weil es sich nicht komplett an die Regelung von...

Versuchsperson 19. Dez 2012

Wenn du die Permissions nicht im Manifest angibst wird natürlich bei der Installation...

Endwickler 19. Dez 2012

"SMS an potenzielle Opfer und will diese so zur Installation einer verseuchten Software...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Business Process Expert (m/w) Module SD/MM/PP
    Brüel & Kjaer Vibro, Darmstadt
  2. IT-Systemingenieur (m/w) Schwerpunkt Virtualisierungslösungen
    gkv informatik, Schwäbisch Gmünd
  3. Inbetriebnehmer / Programmierer (m/w)
    Luft- und Thermotechnik Bayreuth GmbH, Goldkronach
  4. Implementation Consultant (m/w)
    Dennemeyer, Luxembourg

 

Detailsuche


Blu-ray-Angebote
  1. TIPP: Avatar 3D und Titanic 3D [3D Blu-ray]
    22,97€
  2. 2 TV-Staffeln auf Blu-ray für 30 EUR
    (u. a. The Big Bang Theory, Supernatural, The Vampire Diaries, The Clone Wars)
  3. Musik-Blu-rays reduziert
    (u. a. Metallica 9,99€, Bee Gees 9,97€, Bruce Springsteen 9,97€, Alanis Morissette 9,05€)

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Verzögerte Android-Entwicklung

    X-Plane 10 Mobile vorerst nur für iPhone und iPad

  2. International Space Station

    Nasa schickt 3D-Druckauftrag ins All

  3. Malware in Staples-Kette

    Über 100 Filialen für Kreditkartenbetrug manipuliert

  4. Day of the Tentacle (1993)

    Zurück in die Zukunft, Vergangenheit und Gegenwart

  5. ODST

    Gratis-Kampagne für Halo Collection wegen Bugs

  6. Medienbericht

    Axel Springer will T-Online.de übernehmen

  7. Directory Authorities

    Tor-Projekt befürchtet baldigen Angriff auf seine Systeme

  8. Zeitserver

    Sicherheitslücken in NTP

  9. Core M-5Y10 im Test

    Kleiner Core M fast wie ein Großer

  10. Guardians of Peace

    Sony-Hack wird zum Politikum



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Stacked Memory: Lecker, Stapelchips!
Stacked Memory
Lecker, Stapelchips!

Netzverschlüsselung: Mythen über HTTPS
Netzverschlüsselung
Mythen über HTTPS
  1. Websicherheit Chrome will vor HTTP-Verbindungen warnen
  2. SSLv3 Kaspersky-Software hebelt Schutz vor Poodle-Lücke aus
  3. TLS-Verschlüsselung Poodle kann auch TLS betreffen

Jahresrückblick: Was 2014 bei Golem.de los war
Jahresrückblick
Was 2014 bei Golem.de los war
  1. In eigener Sache Golem.de sucht (Junior) Concepter/-in für Onlinewerbung
  2. In eigener Sache Golem.de offline und unplugged
  3. In eigener Sache Golem.de sucht Videoredakteur/-in

    •  / 
    Zum Artikel