SpaceX Weltraumtransporter Dragon dockt verspätet an ISS an

Weil drei der vier Triebwerke ausfielen, musste das Andocken der Raumfähre Dragon an die Internationale Raumstation um einen Tag verschoben werden. Am Sonntag konnte die Dragon an der ISS festmachen.

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Mit einem Tag Verspätung hat die Raumfähre Dragon an der Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS) angedockt: Wegen technischer Probleme musste das Manöver, das für Samstag geplant war, auf Sonntag verschoben werden. Es ist die zweite reguläre Mission, die das US-Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX) für die US-Raumfahrtbehörde National Aeronautics And Space Administration (Nasa) durchführt.

Die Raumfähre Dragon war am Freitag um 16:10 Uhr (mitteleuropäischer Zeit, MEZ) vom Startplatz Cape Canaveral in Florida gestartet. Eine Falcon-9-Trägerrakete brachte sie ins All. An Bord hat die Raumfähre, die erneut unbemannt unterwegs ist, über 540 Kilogramm an Versorgungsgütern für die Raumstation.

Problem nach Abtrennen

Der Start sei planmäßig verlaufen, doch nach der Abtrennung habe es Schwierigkeiten mit den Triebwerken der Dragon gegeben. Ursache sei ein Problem mit einer Druckleitung gewesen, teilte SpaceX mit. Schon zu dem Zeitpunkt war laut Nasa klar, dass sich das Andocken an die ISS verzögern würde.

Drei der vier Triebwerke der Dragon hätten nicht gestartet werden können, twitterte SpaceX-Chef Elon Musk. Es werde versucht, die Triebwerke neu zu starten. Die Dragon braucht sie, um die ISS zu erreichen.

Dragon driftet

SpaceX versuchte, das Problem zu beheben, was gut vier Stunden später auch klappte. Alle Triebwerke seien wieder funktionsfähig, die Dragon sei, nachdem sie durch den Weltraum gedriftet sei, wieder unter Kontrolle, twitterte Musk. Er dankte zudem der US-Luftwaffe, die SpaceX ihr Kommunikationssystem zur Verfügung gestellt hatte.

  • Start zum zweiten Versorgungsflug des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX zur ISS: Die Trägerrakete Falcon 9 mit der Raumfähre Dragon hebt am 1. März 2013 von Cape Canaveral aus ab. (Foto: Tony Gray, Robert Murray/Nasa)
  • Beim Start lief noch alles gut. Später gab es Schwierigkeiten mit den Triebwerken der Dragon. (Foto: Kim Shiflett/Nasa)
  • Am 28. Februar 2013 wurde ein Triebwerkstest mit der Falcon 9 durchgeführt. (Foto: Frankie Martin/Nasa)
  • Dazu war die Rakete kurz zuvor zum Startplatz transportiert worden. (Foto: Frankie Martin/Nasa)
  • Die Raumfähre Dragon wird am 15. Januar 2013 für den Flug zur ISS vorbereitet. (Foto: Kim Shiflett/Nasa)
Start zum zweiten Versorgungsflug des US-Raumfahrtunternehmens SpaceX zur ISS: Die Trägerrakete Falcon 9 mit der Raumfähre Dragon hebt am 1. März 2013 von Cape Canaveral aus ab. (Foto: Tony Gray, Robert Murray/Nasa)

Wegen des Triebwerkausfalls musste das Andocken um einen Tag auf Sonntag verschoben werden. Um 11:31 Uhr (MEZ) fingen Kevin Ford, derzeit Kommandant der ISS, und Flugingenieur Tom Marshburn die Dragon mit dem Roboterarm Canadarm 2 ein, als sie sich der Station bis auf knapp 10 Meter genähert hatte. ISS und Dragon befanden sich zu dem Zeitpunkt in etwa 400 Kilometern Höhe über der Ukraine. Um 14:56 Uhr (MEZ) sei die Dragon am Harmony-Modul angedockt gewesen, erklärte die Nasa. Um 19:14 Uhr (MEZ) habe Mashburn die Luke der Dragon geöffnet.

Rückkehr am 25. März

Die Dragon hat laut Nasa rund 575 Kilogramm an Versorgungsgütern, Ersatzteilen und wissenschaftlichen Gütern zu ISS gebracht. Sie wird mehr als 1,2 Tonnen an Gütern an Bord haben, darunter Ergebnisse wissenschaftlicher Experimente, wenn sie sich am 25. März auf den Rückweg zur Erde macht. Die Dragon ist derzeit die einzige Möglichkeit, Güter von der ISS zur Erde zurückzubringen.

Es ist der zweite reguläre Versorgungsflug zur ISS - insgesamt soll SpaceX zwölf durchführen. Der erste Flug fand im Oktober 2012 statt. Premiere war aber bereits im Mai 2012, als die Dragon einen Demonstrationsflug zur ISS absolvierte.


Charles Marlow 05. Mär 2013

Und so sieht ein klarer Fall von Selbstüberführung aus. ;)

Hotohori 04. Mär 2013

Ganz genau. Und man muss ja auch so etwas mal im Ernstfall testen, nur so kann man...

Raistlin 04. Mär 2013

da gab es doch einen Plan (von den Chinesen glaub ich) einen Aufzug zu konstruieren der...

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