Abo
  • Services:
Anzeige
Das interplanetare Raumschiff von SpaceX
Das interplanetare Raumschiff von SpaceX (Bild: Frank Wunderlich-Pfeiffer / SpaceX)

Zwischen Traum und Realität

SpaceX hat über die Prototypen des Tanks und der Triebwerke des Raumschiffs nur Pläne und noch keine weitere Hardware vorzuweisen - abgesehen von dem, was die Firma in ihrer 14-jährigen Geschichte bisher getan hat. Während die Rückschläge und die Verzögerungen zu Recht zu großer Prominenz gelangt sind, gehört dazu auch der Erfolg der Firma. Selbst die heute hochgelobte Ariane-5-Rakete explodierte bei ihren ersten 14 Flügen zweimal, zwei weitere Flüge blieben weit unter der geforderten Leistung. Fehler und Lernprozesse sind unvermeidlich.

Anzeige

Das zeigt auch die Entwicklung der neuen Trägerrakete. Sie wird auf die Heliumdruckflaschen in den Tanks komplett verzichten, die für die beiden Verluste von Falcon-9-Raketen verantwortlich waren. Stattdessen soll mit einem Wärmetauscher an den Triebwerken heißes Gas in die Tanks geleitet werden, um sie unter Druck zu setzen. Mit den Entwicklungsarbeiten an dem Raumschiff und der neuen Trägerrakete will SpaceX zeigen, dass ein Flug zum Mars möglich ist. Dazu wird viel mehr notwendig sein, als zwei Prototypen von Teilen eines noch nicht existierenden Raumschiffs.

Die Erfahrung mit den letzten 14 Jahren von SpaceX zeigt vor allem drei Dinge: übertrieben optimistische Zeitpläne von SpaceX, übertrieben pessimistische Kommentare von Kritikern und die Erfüllung von übertrieben geglaubten Versprechen, meistens mit einiger Verspätung.

Was technisch machbar ist, muss erst getan werden

Es ist keine Frage, ob der Bau von Trägerraketen und Raumschiffen, wie sie Elon Musk angekündigt hat, rein technisch möglich ist. Wie 1962, als John F. Kennedy einen Flug zum Mond versprach, basiert jeder Teil des Plans auf real vorhandener und umsetzbarer Technik. 42 Raptor-Triebwerke mit den angegebenen technischen Daten können die 10.500 Tonnen schwere Rakete abheben lassen und dabei wenig genug Treibstoff verbrauchen, dass das 2.500 Tonnen schwere Raumschiff darauf in den Orbit fliegen kann. Raumschiffe können aneinander andocken und Treibstoff transferieren, die Progress-Transporter tun das auf der ISS regelmäßig.

Der Treibstoffanteil des Raumschiffs wäre groß genug, um den Mars in drei bis fünf Monaten zu erreichen. Er wäre groß genug, um vom Mars zur Erde zurückzufliegen. Der Treibstoff könnte auf dem Mars erzeugt werden, die nötigen Prozesse sind seit über 100 Jahren bekannt, und genug Wasser ist vorhanden. Die Materialien für die Raumschiffe sind vorhanden. Alles das sind Fragen der Physik, und sie sind geklärt.

Was fehlt, sind Antworten auf die konkreten Fragen der Konstruktion. Oft stellen sich diese Fragen erst, wenn die Konstruktion tatsächlich begonnen wird. Genau das ist es, was SpaceX jetzt tun muss, um von der Machbarkeit zu überzeugen. In den optimistischsten Plänen will SpaceX den ersten Prototypen eines Raumschiffs, noch ohne die Raketenstufe, in den nächsten vier Jahren bauen und erste Testflüge unternehmen. Dragon-Raumschiffe sollen alle zwei Jahre auf dem Mars landen. Das könnte genau das sein, was nötig ist, um die Menschen von der Lösbarkeit der übrigen Probleme zu überzeugen. Aber zuvor muss SpaceX genau das auch tun. Das wird wahrscheinlich ein paar Jahre länger dauern, als SpaceX in den optimistischten Plänen hofft. Elon Musk sagte jedenfalls: "Wir haben eine gute Chance zu scheitern".

 Neue Treibstofftanks und Triebwerke werden schon getestet

eye home zur Startseite
Atalanttore 08. Okt 2016

Weil es halt nicht geht.

mindo 07. Okt 2016

Großartig! Kann ich zu 100% unterschreiben.

redwolf 04. Okt 2016

Die Menschheit hat die Tendenz ihr eigener Feind zu sein. Sei es z.B. Überbevölkerung...

redwolf 04. Okt 2016

Dezentralisierung der Menschheit. Wenn hier der Nuke Button gedrückt wird, hat die...

Emulex 03. Okt 2016

Ein Visionär ist für mich jemand, der nicht nur Dinge sieht die völlig offensichtlich...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. über Ratbacher GmbH, Stuttgart (Home-Office möglich)
  2. BST eltromat International Leopoldshöhe GmbH, Bielefeld
  3. Thalia Bücher GmbH, Berlin
  4. über Baumann Unternehmensberatung AG, Raum Stuttgart


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. 3x B12-PS 120mm für 49,90€, 3x B14-1 140mm für 63,90€)
  2. (u. a. 5€ Gratis-PSN-Guthaben zur PlayStation-Plus-Mitgliedschaft)

Folgen Sie uns
       


  1. USA

    Samsung will Note 7 in Backsteine verwandeln

  2. Hackerangriffe

    Obama will Einfluss Russlands auf US-Wahl untersuchen lassen

  3. Free 2 Play

    US-Amerikaner verzockte 1 Million US-Dollar in Game of War

  4. Die Woche im Video

    Bei den Abmahnanwälten knallen wohl schon die Sektkorken

  5. DNS NET

    Erste Kunden in Sachsen-Anhalt erhalten 500 MBit/s

  6. Netzwerk

    EWE reduziert FTTH auf 40 MBit/s im Upload

  7. Rahmenvertrag

    VG Wort will mit Unis neue Zwischenlösung für 2017 finden

  8. Industriespionage

    Wie Thyssenkrupp seine Angreifer fand

  9. Kein Internet

    Nach Windows-Update weltweit Computer offline

  10. Display Core

    Kernel-Community lehnt AMDs Linux-Treiber weiter ab



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Super Mario Bros. (1985): Fahrt ab auf den Bruder!
Super Mario Bros. (1985)
Fahrt ab auf den Bruder!
  1. Quake (1996) Urknall für Mouselook, Mods und moderne 3D-Grafik
  2. NES Classic Mini im Vergleichstest Technischer K.o.-Sieg für die Original-Hardware

HPE: Was The Machine ist und was nicht
HPE
Was The Machine ist und was nicht
  1. IaaS und PaaS Suse bekommt Cloudtechnik von HPE und wird Lieblings-Linux
  2. Memory-Driven Computing HPE zeigt Prototyp von The Machine

Kosmobits im Test: Tausch den Spielecontroller gegen einen Mikrocontroller!
Kosmobits im Test
Tausch den Spielecontroller gegen einen Mikrocontroller!
  1. HiFive 1 Entwicklerboard mit freiem RISC-Prozessor verfügbar
  2. Simatic IoT2020 Siemens stellt linuxfähigen Arduino-Klon vor
  3. Calliope Mini Mikrocontroller-Board für deutsche Schüler angekündigt

  1. Re: Eigentlich reicht auch der Entzug der...

    Sharra | 13:43

  2. Re: Diese ganzen angeblichen F2P sollte man...

    Olga Maslochov | 13:40

  3. Re: Dann können ja die nächsten Steuergelder für...

    Ovaron | 13:38

  4. Re: schade ...

    Ovaron | 13:32

  5. Re: Mensch Hauke

    Blacee | 13:29


  1. 12:53

  2. 12:14

  3. 11:07

  4. 09:01

  5. 18:40

  6. 17:30

  7. 17:13

  8. 16:03


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel