SpaceX: Triebwerksausfall beim Start der Falcon-9-Trägerrakete
Start der Raumfähre Dragon am 8. Oktober: Aufblitzen und Trümmerteile (Bild: Nasa)

SpaceX Triebwerksausfall beim Start der Falcon-9-Trägerrakete

Wegen eines Triebwerksausfalls bei der Falcon-9-Trägerrakete von SpaceX musste ein Kommunikationssatellit in einer niedrigeren Umlaufbahn ausgesetzt werden als vorgesehen. Die Dragon-Mission soll aber nicht beeinträchtigt sein.

Anzeige

Zwischenfall beim Start der Falcon-9-Trägerrakete: Eines der Triebwerke der ersten Stufe sei kurz nach dem Start ausgefallen, berichtet das US-Raumfahrtunternehmen Space Exploration Technologies (SpaceX). Die Trägerrakete hat in der Nacht zum Montag die Raumkapsel Dragon ins Weltall transportiert.

Etwa 1 Minute und 19 Sekunden nach dem Start habe der Bordcomputer "eine Anomalie" an Triebwerk 1 festgestellt. Es sei zu einem Druckverlust gekommen, woraufhin der Computer das Triebwerk abgeschaltet habe. Zudem seien spezielle Klappen abgeworfen worden, um den Druck im Triebwerk zu verringern. Mit dieser Maßnahme sollten die anderen Triebwerke und die ganze Raketenstufe geschützt werden.

Satellit im falschen Orbit

In einer Zeitlupe des Videos vom Start sind ein kurzes Aufblitzen sowie einige wegfliegende Trümmerteile zu sehen. "Wir wissen, dass das Triebwerk nicht explodiert ist, weil wir weiterhin Daten von ihm bekommen haben", schreibt SpaceX. Laut der Telemetriedaten seien weder die anderen Triebwerke noch die Stufe in Mitleidenschaft gezogen worden. Die Ursache für den Fehler haben die Techniker noch nicht gefunden.

Auf die Dragon-Mission selbst hatte der Triebwerksausfall keine Auswirkungen: Der Bordcomputer hat die übrigen acht Triebwerke der Rakete länger brennen lassen und so den Ausfall kompensiert. Ein Triebwerksausfall scheint nicht problematisch: Die Falcon 9 schalte auch bei einem normalen Flug zwei Triebwerke ab, um die Beschleunigung auf 5 g zu begrenzen. "Die Falcon 9 operierte genau nach Plan", resümierte SpaceX.

Satellit im falschen Orbit

Weniger Glück hatte das US-Unternehmen Orbcomm, für das die Falcon 9 einen Kommunikationssatelliten in die Erdumlaufbahn gebracht hat. Der Satellit sollte gegen 15 Uhr, nach der Zündung der zweiten Stufe, ausgesetzt werden. Wegen des Ausfalls konnte diese aber nicht wie geplant gestartet werden. Deshalb habe der Satelliten in einer niedrigeren Umlaufbahn ausgesetzt werden müssen, erklärte das Unternehmen.

Techniker von Orbcomm prüften nun zusammen mit Kollegen des US-Raumfahrtunternehmens Sierra Nevada Corporation, ob der Satellit mit Hilfe seiner Bordtriebwerke auf seine richtige Umlaufbahn gebracht werden könne. Der Satellit ist der Prototyp der zweiten Generation der Kommunikationssatelliten von Orbcomm (OG2). Orbcomm will eine Konstellation aus 18 OG2 aufbauen. SpaceX wird 2013 acht und 2014 die restlichen neun Satelliten ins All bringen.

Güter für die ISS

Die Raumfähre Dragon bringt rund 450 Kilogramm Versorgungsgüter zur Internationalen Raumstation (International Space Station, ISS), darunter Geräte für wissenschaftliche Experimente, Ersatzteile, ein Tiefkühlschrank sowie Kleidung und Nahrungsmittel für die ISS-Besatzung.

Die Dragon soll am morgigen Mittwoch gegen 13:30 Uhr unserer Zeit an die ISS andocken. Sie wird 18 Tage bleiben und am 28. Oktober wieder zur Erde zurückkehren. Sie wird von der ISS rund 900 Kilogramm an Ladung mitbringen, darunter Proben von wissenschaftlichen Experimenten und nicht mehr gebrauchte Gegenstände.


swissmess 11. Okt 2012

nee aber im jahr des untergangs wo ja angeblich eventuell die sonne verrückter (als...

swissmess 11. Okt 2012

sag das mal denen von Orbcomm ;-)

caddy77 09. Okt 2012

...sie brauchen auf der ISS ihr Essen doch bloß vor die Tür legen.. ;)

Kommentieren



Anzeige

  1. IT-Systemadministrator/-in
    Grüner Fisher Investments GmbH, Roden­bach bei Kaiserslautern
  2. Wissenschaftliche Mitarbeiterin / Wissenschaftlicher Mitarbeiter - Sicherheit in Informationssystemen
    Universität Passau, Passau
  3. Java Developer (m/w)
    GK SOFTWARE AG, Schöneck/Vogtland, Köln, Sankt Ingbert
  4. Software-Ingenieur (m/w) Mask Aligner
    SUSS MicroTec Lithography GmbH, Garching bei München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Internet-Brille

    Lenovo stellt Konkurrenten für Google Glass vor

  2. Ex-NSA-Chef

    Keith Alexander gründet Cybersecurity-Firma

  3. Spielebranche

    Crytek verkauft Homefront mitsamt Studio an Koch Media

  4. Anonymisierung

    Projekt bestätigt Angriff auf Tors Hidden Services

  5. Amazon

    Marketplace-Händler verliert Klage gegen schlechte Bewertung

  6. Groupon

    Gnome und die Tücken das Markenrechts

  7. Secusmart/Blackberry

    Krypto-Handys mit vielen Fragezeichen

  8. Selbsttötung

    Wieder ein toter Arbeiter bei Foxconn

  9. Linux

    Opensuse Factory wird Rolling-Release-Distribution

  10. Bau-Simulator 2015

    Schwere Maschinen am PC



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Bluetooth Low Energy und Websockets: Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
Bluetooth Low Energy und Websockets
Raspberry Pi als Schaltzentrale fürs Haus
  1. Echtzeitkommunikation Socket.io 1.0 mit neuer Engine

PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K: "Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
PC-Spiele mit 4K, 6K, 8K, 15K
"Spielen mit Downsampling schlägt Full-HD immer"
  1. Transformers Ära des Untergangs - gefilmt mit Sensoren im Imax-Format
  2. Intel-Partnerschaft mit Samsung 4K-Monitore sollen unter 400 US-Dollar gedrückt werden
  3. Asus ROG Kleine Gaming-PCs im Konsolendesign mit Desktophardware

Samsung Galaxy Tab S im Test: Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
Samsung Galaxy Tab S im Test
Flaches, poppig buntes Leichtgewicht
  1. Samsung Neue Galaxy Tabs ab 200 Euro erhältlich

    •  / 
    Zum Artikel