Spaceview: Crowdsourcing gegen Weltraumschrott
Weltaumschrott (künstlerische Darstellung): geringe finanzielle Vergütung (Bild: Esa)

Spaceview Crowdsourcing gegen Weltraumschrott

Die Darpa ruft Amateurastronomen auf, beim Schutz von Satelliten vor Weltraumschrott zu helfen. Die Astronomen sollen ihre Ausrüstung zur Verfügung stellen, um die Objekte im Orbit im Blick zu behalten.

Anzeige

Weltraumschrott bereitet den Betreibern von Satelliten große Sorgen: Trifft ein größeres Teil einen Satelliten, kann dieser sich schnell in weiteren Weltraumschrott verwandeln. Die Defense Advanced Research Project Agency (Darpa) will dem Problem mit Crowdsourcing beikommen.

Spaceview heißt das Programm, das die Forschungsagentur des US-Verteidigungsministeriums dazu eingerichtet hat. Sie will Amateurastronomen anwerben, die dabei helfen sollen, die Objekte im Orbit im Blick zu behalten und so die Satelliten zu schützen.

Die USA betreiben bereits das Space Surveillance Network (SSN), das den Weltraumschrott von der Erde aus beobachten soll. Es besteht aus 29 Beobachtungsstationen weltweit, die den Weltraum per Teleskop und Radar absuchen.

Das SSN könne aber nur 30.000 der 500.000 gefährlichen Objekte beobachten, erklärt die Darpa. Es so auszubauen, dass alle im Blick behalten werden, sei zu teuer, gibt die Darpa offen zu. Sie setzt deshalb auf die Mitarbeit von Amateurastronomen, die "ohnehin die Fähigkeit und die Leidenschaft haben, den Weltraum zu beobachten".

Die Darpa will ihnen nicht näher bezeichnete "qualitativ hochwertige Astronomiehardware und -software" zur Verfügung stellen. Die Spaceview-Teilnehmer sollen diese betreiben und unterhalten sowie ihre Teleskope zur Nutzung für das Programm zur Verfügung stellen. Dafür erhalten sie "eine relativ geringe finanzielle Vergütung" und dürfen offenbar auch alle oder einen Teil der Geräte, die die Darpa ihnen zur Verfügung stellt, behalten.

Alle angeschlossenen Spaceview-Stationen werden dann zu einem Netz zusammengeschlossen, das einen einzigen virtuellen Sensor ergibt. Mit diesem will die Darpa rund 500.000 Objekte, die zwischen 1 und 10 Zentimeter groß sind, beobachten.

Weltraumschrott stellt eine Bedrohung für Satelliten und andere Raumfahrzeuge in der Erdumlaufbahn dar. Verschiedene Projekte beschäftigen sich damit, das Problem in den Griff zu bekommen. Die Darpa etwa plant, Teile von außer Dienst gestellten Satelliten wieder zu verwenden. Das Deutsche Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz (DFKI) in Bremen entwickelt einen Satelliten, der Weltraumschrott einfängt und unschädlich macht. US-Wissenschaftler sind gar auf die Idee gekommen, Objekte im Orbit mit einer Laserkanone abzuschießen.


led02 13. Nov 2012

Also hier wird ja wild herumgemutmaßt... Also zunächst erstmal ist ganz klar: Solange die...

Technikfreak 13. Nov 2012

Das hatte ich schon verstanden, nur leider ist nicht klar, was die Darpa genau liefert...

SirFartALot 13. Nov 2012

http://wirtschaftsblatt.at/home/nachrichten/oesterreich/1241838/Grazer-orten...

Kommentieren



Anzeige

  1. Project Engineer / Projekt Ingenieur (m/w) Broadcast / Sportanalyse
    ST SPORTSERVICE GmbH, Ismaning bei München
  2. SEO Manager (m/w)
    redcoon GmbH, Aschaffenburg
  3. Anwendungsadministrator/-in
    Dataport, Hamburg, Bremen, Altenholz bei Kiel
  4. Call Center Coordinator (m/w)
    di support GmbH, Eschborn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Android Wear

    Asus bringt Zenwatch zur Ifa

  2. iWatch

    Apple plant angeblich Wearable zum 9. September

  3. Wartungspanne

    Totalausfall bei Time Warners Internetzugängen

  4. AGB

    Amazon.de verschlechtert Bedingungen für Kreditkarte

  5. Rockstar Games

    GTA 5 wird zu groß für 12-GByte-Playstation

  6. Nach 36 Jahren

    Bundesdatenschutz wird unabhängige Behörde

  7. Lumina

    PC-BSD zeigt Fortschritte des eigenen Desktops

  8. Cloud

    Niedrigerer Preis und neue Funktionen bei Dropbox

  9. Dragon Age Inquisition

    Multiplayer mit Mikrotransaktionen

  10. Vorwurf

    Uber bekämpft Konkurrenten mit schmutzigen Methoden



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Breitbandausbau: Netzbetreiber und Regierung schachern um Netzneutralität
Breitbandausbau
Netzbetreiber und Regierung schachern um Netzneutralität
  1. Mobiles Internet Roaming-Gebühren benachteiligen Grenzregionen
  2. Digitale Agenda Bitkom fordert komplette Nutzung des 700-Megahertz-Bandes
  3. Digitale Agenda 38 Seiten Angst vor festen Zusagen

Spiele auf dem Oculus Rift DK2: Manchmal klappt es, manchmal nicht
Spiele auf dem Oculus Rift DK2
Manchmal klappt es, manchmal nicht
  1. Oculus Rift Geld für gefundene Sicherheitslücken
  2. Virtuelle Realität Hüft-OP mit Oculus Rift und zwei Gopro-Kameras
  3. Oculus Rift Valve aktualisiert SteamVR für das DK2

Sofia: Der fliegende Blick durch den Staub
Sofia
Der fliegende Blick durch den Staub
  1. Audio aus Video Gefilmte Topfpflanze verrät Gespräche
  2. Nahrungsmittel Trinken statt Essen
  3. Bioelektronik Pilze sind die besten Zellschnittstellen

    •  / 
    Zum Artikel