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Weltraumaufzug: eine Woche Aufstieg in den geostationären Orbit
Weltraumaufzug: eine Woche Aufstieg in den geostationären Orbit (Bild: Nasa)

Geht das?

Volker Schmid, Leiter Fachgruppe Internationale Raumstation (International Space Station, ISS) beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), ist skeptisch. Attraktiv sei die Idee allemal. "Theoretisch ist das alles rechenbar und auslegbar und designbar, aber das muss man dann auch bauen und finanzieren können", sagt er im Gespräch mit Golem.de.

  • Das Konzept eines Weltraumaufzugs: Das 100.000 km lange Seil wird von einem Gegengewicht straff gehalten. (Bild: Skyway, en.wikipedia/ CC BY-SA 1.0)
  • Die Bodenstation wird auf einer schwimmenden Plattform mitten im Pazifik errichtet. (Bild: Liftport Group)
  • Von dort aus tritt der Climber seine Reise ins All an. Er steigt bis auf 36.000 km. (Bild: Liftport Group)
  • Auch die US-Raumfahrtbehörde Nasa setzt sich mit solchen Konzepten auseinander. (Bild: Nasa)
  • So soll der Climber mit Strom versorgt werden: Ein Laser soll auf seine Solarmodule gerichtet werden. In größerer Höhe übernimmt das die Sonne. (Bild: Nasa)
  • Ein Aufzug auf der Erde ist derzeit noch nicht möglich. Aber vielleicht auf dem Mond? Nasa-Konzept für einen Mondaufzug. (Bild: Nasa)
  • Die Technik, die einen Weltraumaufzug ermöglicht? Eine Nanofaser, in der die Kohlenstoffatome angeordnet sind wie in einem Diamanten. (Bild: John Badding Lab, Penn State)
Die Technik, die einen Weltraumaufzug ermöglicht? Eine Nanofaser, in der die Kohlenstoffatome angeordnet sind wie in einem Diamanten. (Bild: John Badding Lab, Penn State)


Er glaubt nicht, dass gegenwärtig die Technik zur Verfügung steht, um ein solches Bauwerk errichten zu können. Nanoröhrchen seien nicht stabil genug, um daraus das Seil herzustellen, das unter seinem eigenen Gewicht nicht reiße, den Climber tragen und äußeren Belastungen standhalten könne. "Das ist aus meiner Sicht nach wie vor zu schwach." Für aussichtsreicher hält Schmid Einkristall-Fasern aus Diamant, die könnten derzeit allerdings noch nicht in der nötigen Länge gezogen werden.

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Faden gefunden

Möglicherweise aber hat eine Gruppe von Wissenschaftlern der Universität des US-Bundesstaates Pennsylvania in State College eine Lösung für das Seilproblem gefunden: Sie hätten, schreiben sie in der Fachzeitschrift Nature Materials, einen Nanofaden aus Kohlenstoff hergestellt, in dem die Atome wie in einem Diamanten angeordnet sind.

"Weil dieser Faden im Kern ein Diamant ist, erwarten wir, dass er sich als außerordentlich steif, außerordentlich stark und außerordentlich nützlich erweisen wird", erklärt Projektleiter John Badding. Und damit ist auch klar, wozu dieser Nanodiamantfaden eingesetzt werden kann: "Einer unserer kühnsten Träume ist, dass aus den Nanomaterialien, die wir entwickeln, superstarke, leichte Kabel hergestellt werden, die den Bau eines Weltraumaufzugs ermöglichen, den es bisher nur in der Science-Fiction gibt."

Bau finanzieren

Aber die Technik ist nur ein Aspekt. Ein anderer ist die Finanzierung. Schmid schätzt, die Entwicklung eines Weltraumaufzugs "dürfte in ähnlicher Größenordnung liegen wie eine Raketenentwicklung, wenn nicht darüber". Die Entwicklung der künftigen Trägerrakete Space Launch System (SLS) wird voraussichtlich einen niedrigen zweistelligen Milliardenbetrag kosten.

Dennoch hegen einige bereits konkrete Pläne für den Bau eines Aufzugs in den Orbit.

 Ein Hotel über den WolkenAufzug zum Mond 

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Thegod 23. Aug 2015

Der Mond hat eine Masse von 7.3477×10²² kg, selbst wenn hiervon ein paar hundert Tonnen...

KritikerKritiker 09. Nov 2014

Sollte deine Rechnung stimmen: verknüpfen des Seiles sollte doch möglich sein. Eine...

Marple 06. Nov 2014

Ja das ist richtig, er meinte wohl die Zentrifugalkraft.

Icestorm 03. Nov 2014

Nicht zu vergessen Sänger, das SS1/2 wohl als Vorbild gedient hat, und seitens unserer...

plutoniumsulfat 31. Okt 2014

stimmt, da ist was dran.



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