Dezentrales Storage-Netz soll Cloud-Speicher deutlich billiger machen.
Dezentrales Storage-Netz soll Cloud-Speicher deutlich billiger machen. (Bild: Space Monkey)

Space Monkey Eine Mischung aus Dropbox und Bittorrent

Space Monkey will Cloud-Speicher drastisch billiger machen und setzt dazu auf ein verteiltes Speichernetzwerk mit kleinen Boxen, die bei den Nutzern platziert werden. Der Zugriff soll so einfach sein wie bei Dropbox, die Preise aber 95 Prozent niedriger.

Anzeige

1 TByte Speicherplatz kostet beispielsweise bei Amazon S3 rund 93 US-Dollar mit reduzierter Redundanz und 125 US-Dollar in der Standardversion. Nur wer größere Datenmengen speichert, kann bei mehr als 5.000 TByte auf Preise von 37 bis 55 US-Dollar für jedes weitere TByte kommen. Wer eine Festplatte mit 1 TByte Kapazität kauft, zahlt mindestens etwa 80 Euro (rund 105 US-Dollar) pro TByte, bei größeren Festplatten sinken die Preise auf unter 50 Euro pro TByte, was rund 66 US-Dollar entspricht. Geht man von einer Lebenszeit einer Festplatte von drei Jahren aus, ist 1 TByte Cloud-Speicher bei Amazon im besten Fall zwölfmal teurer als der Kauf einer Festplatte, im schlechtesten Fall rund 32-mal teurer.

  • Speicherbox von Space Monkey
  • Speicherbox von Space Monkey
  • Speicherbox von Space Monkey
  • Speicherbox von Space Monkey bereit zum Versand
Speicherbox von Space Monkey bereit zum Versand

Der Grund dafür: Die Preise für Cloud-Speicher hängen in großem Maße von anderen Faktoren ab, denn auch der Betrieb des Rechenzentrums einschließlich Strom, Kühlung, Bandbreite, Notstromversorgung, Feuerschutz, Netzwerkequipment sowie Administratoren will bezahlt werden. Je weiter der Preis pro GByte beim Kauf einer Festplatte fällt, desto größer wird der Preisunterschied, da diese anderen Faktoren immer mehr Gewicht bekommen.

Verteiltes Storage-Netzwerk will Cloud-Speicher billiger machen

Genau hier setzt die Idee von Space Monkey an. Das Unternehmen will Speicherboxen an Endnutzer verteilen, um daraus ein verteiltes Storage-Netzwerk zu erzeugen. Der Nutzer erhält dadurch einen lokalen Cache, der den Zugriff auf seine im Space-Monkey-Netzwerk gespeicherten Daten beschleunigt. Zudem ist dieser verteilte Cloud-Speicher deutlich billiger als herkömmliche Cloud-Storage-Produkte, denn Space-Monkey benötigt kein Rechenzentrum, um die Nutzerdaten zu speichern.

Die Space-Monkey-Software soll sicherstellen, dass die Daten in diesem verteilten Netzwerk sicher sind. Sie teilt die Daten ähnlich wie Bittorrent in kleine Pakete auf, die dann im Netz verteilt und an mehreren Stellen redundant gespeichert werden. So soll das Space-Monkey-Netzwerk auch dem plötzlichen Ausfall von vielen Knoten, beispielsweise bei Naturkatastrophen, standhalten, ohne dass es zu Datenverlust kommt.

Jede Datei wird dabei mit AES-128 und RSA-4096 verschlüsselt. Nutzer haben dennoch die Möglichkeit, einzelne Dateien und ganze Ordner gezielt mit anderen zu teilen.

Der Zugriff auf die Daten soll unter Windows, Max OS X und Linux so einfach wie bei Dropbox sein, einschließlich passender Apps für iOS und Android. Auch der Zugriff per Browser ist von überall aus möglich.

Beta im Sommer, Vorbestellungen ab sofort

Noch ist Space Monkey nicht verfügbar, erst im Sommer 2012 soll eine öffentliche Beta starten. Die Preise sollen deutlich unter denen herkömmlicher Anbieter von Cloud-Speicher liegen. Space Monkey kündigt an, dass für die Hälfte des Preises, den Dropbox für 100 GByte verlangt, 19,99 US-Dollar im Monat beziehungsweise 199 US-Dollar im Jahr, bei Space Monkey 1.000 GByte gespeichert werden können.

Interessierte lockt Space Monkey mit einem Vorabangebot: Wer schon jetzt 240 US-Dollar zahlt, wird Space Monkey für zwei Jahre nutzen können. Das Geld will Space Monkey für die Produktion seiner Storageboxen einsetzen. Denn Nutzer sollen bei Space Monkey ausschließlich eine monatliche Gebühr zahlen und keine Hardware kaufen müssen.

Die Idee eines verteilten Cloud-Storage-Dienstes ist nicht neu. Der mittlerweile zu Lacie gehörende Dienst Wuala setzt schon seit 2007 auf ein solches Konzept, ist aber deutlich teurer als Space Monkey.


Freitagsschreib... 10. Mär 2012

Ach! Und Dropbox & Co kaufen die Platten jedes Jahr neu? Mir ist vollkommen egal, wer da...

aptana 10. Mär 2012

Super disst Euch nur für temporäres Unwissen :) Was Wuala noch von diversen anderen...

__destruct() 09. Mär 2012

Wenn man große Dateien in seine Dropbox wirft, dann kommt es vor, dass diese instant up...

highrider 09. Mär 2012

Es gibt einige, die das per Dropbox so machen (wollen). Das Blöde dabei ist, dass der...

HerrMannelig 09. Mär 2012

Das ist dann gar nicht "deine" Hardware

Kommentieren



Anzeige

  1. Elektrotechniker / Auto­ma­tisierungs­techniker (m/w)
    KADIA Produktion GmbH + Co., Nürtingen (bei Stuttgart)
  2. SAP Basis Berater (m/w)
    4brands Reply GmbH & Co. KG, Gütersloh
  3. Anwendungsbetreuer (m/w) Customer Relationship Management (CRM)
    AGRAVIS Raiffeisen AG, Münster
  4. Projektassistent IT (m/w)
    Beumer Group GmbH & Co. KG, Beckum (Raum Münster, Dortmund, Bielefeld)

 

Detailsuche


Hardware-Angebote
  1. G.Skill DIMM 8 GB DDR3-1600 Kit
    59,90€
  2. MSI GeForce GTX 970 Gaming 4G
    369,90€ (günstigster Preis laut Preisvergleich)
  3. Alle PCGH-PCs inkl. The Witcher 3

 

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Smartwatch-Probleme

    Apple Watch saugt iPhone-Akkus leer und lädt nicht

  2. Facetime-Klon

    Facebook Messenger kann jetzt Video-Telefonate

  3. Quartalszahlen

    Bei Apple hängt weiter (fast) alles vom iPhone ab

  4. Mobilfunk

    United Internet kauft großen Anteil an Drillisch

  5. Play Ready 3.0

    Keine 4K-Filme ohne neues Hardware-DRM für Windows 10

  6. Konsolenhersteller

    Energiesparen ja, aber nicht beim Spielen

  7. RTL Disney Fernsehen

    Super RTL startet kostenpflichtige Streaming-Plattform

  8. Steam

    Gabe Newell über kostenpflichtige Mods

  9. Cross-Site-Scripting

    Offene Sicherheitslücke in Wordpress

  10. HTTPS

    Kaspersky ermöglicht Freak-Angriff



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Storytelling-Werkzeug: Linius und die Tücken von Open-Source
Storytelling-Werkzeug
Linius und die Tücken von Open-Source
  1. ARM-SoC Allwinner soll LGPL-Verletzungen verschleiern
  2. Linux Siri bekommt Open-Source-Konkurrenz
  3. Microsoft Windows Driver Frameworks werden Open Source

Vindskip: Das Schiff der Zukunft segelt hart am Wind
Vindskip
Das Schiff der Zukunft segelt hart am Wind
  1. Volvo Lifepaint Reflektorfarbe aus der Dose schützt Radfahrer
  2. Munin Moderne Geisterschiffe brauchen keinen Steuermann
  3. Globales Transportnetz China will längsten Tunnel am Meeresgrund bauen

Raspberry Pi im Garteneinsatz: Wasser marsch!
Raspberry Pi im Garteneinsatz
Wasser marsch!
  1. Hummingboard angetestet Heiß und anschlussfreudig
  2. Onion Omega Preiswertes Bastelboard für OpenWrt
  3. GCHQ Bastelnde Spione bauen Raspberry-Pi-Cluster

  1. Re: Kennt jemand eine Fernbedienungs taugliche...

    Tzven | 00:09

  2. Re: und die leute wundern sich

    Hotohori | 00:09

  3. Re: In 10.000 Jahren...

    Schläfer | 00:05

  4. Re: Totgeburt

    Schnapsbrenner | 00:04

  5. Re: Und wenn die Qualität weiter so abnimmt, dann...

    luarix | 00:02


  1. 23:47

  2. 23:08

  3. 22:54

  4. 22:40

  5. 18:28

  6. 17:26

  7. 17:13

  8. 16:24


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel