Soziale Netzwerke Viele Unternehmen nehmen Shitstorms nicht ernst

Als der Shitstorm startete, hatte das Social-Media-Team frei. So wie jüngst Vodafone geht es offenbar vielen Unternehmen: Sie sind auf Shitstorms nicht vorbereitet, wie eine Umfrage des Bitkom ergeben hat.

Anzeige

Am Freitag zur Feierabendzeit war noch alles in Ordnung - als das Social-Media-Team von Vodafone am Montag wieder zum Dienst kam, war es schon zu spät: Mehr als 6.000 Menschen hatten auf eine Kundenbeschwerde auf der Facebook-Seite des Unternehmens - zumeist wütend - geantwortet, über 60.000 hatten sie geliked: ein Shitstorm. Wie Vodafone sind offenbar viele Unternehmen auf die massenhafte Kritik in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter nur unzureichend vorbereitet. Von den 172 Unternehmen aus der Branche, die der IT-Branchenverband Bitkom befragt hat, haben nur 42 Prozent einen Krisenplan für die Kommunikation auf Facebook.

Obwohl 60 Prozent der Unternehmen Facebook für die Kommunikation mit Kunden und anderen Interessengruppen nutzen, beschäftigen ein Viertel der Unternehmen mit einer Facebook-Präsenz nicht einmal einen festen Mitarbeiter, der sich um die Seiten kümmert. Nur 37 Prozent der befragten Firmen geben ihren Mitarbeitern vor, innerhalb welcher Zeitspanne sie auf Nutzerbeiträge in sozialen Netzwerken reagieren sollen. Ist eine Reaktionszeit vorgegeben, ist sie häufig sehr lang: Die Hälfte dieser Unternehmen schreibt vor, dass innerhalb von 24 Stunden reagiert werden muss, nur 29 reagieren nach maximal sechs Stunden.

Mit der Kommunikation auf sozialen Netzwerken verfolgen viele der Unternehmen allerdings auch gar nicht das Ziel, sich mit ihren Nutzern auszutauschen. 69 Prozent wollen auf Facebook in erster Linie Informationen verbreiten, 47 Prozent sehen den Dialog mit dem Nutzer nicht als zentralen Bestandteil der Kommunikation dort.

Das scheint nicht zuletzt am mangelnden Problembewusstsein zu liegen: 54 Prozent der Unternehmen denken, dass ein Shitstorm auf Facebook ihren Ruf nicht gefährdet.


OnlineGamer 20. Aug 2012

Wie bekomme ich dann Neuigkeiten des Unternehmens mit wenn es nicht in Twitter&Co...

emden09 19. Aug 2012

Bzgl. vodafone kenne ich schon lange mehr Leute, die von denen mit irgendwelchen...

Casandro 18. Aug 2012

Ja, und mit den ganzen Schnüffel-Like Buttons möchte man auch nicht, dass Facebook so...

Casandro 18. Aug 2012

Ich frage mich auch, was sich denn die Leute dabei denken. Die können doch froh sein...

Anonymer Nutzer 18. Aug 2012

kam von einer unzufriedenen Kundin irgendeines Anbieters. Was daran allerdings Shit sein...

Kommentieren




Anzeige
  1. Softwareentwickler (m/w) .NET, C#, ASP.NET, WPF, WCF
    Klinkhammer Förderanlagen GmbH, Nürnberg
  2. Leiter Bereich IT (m/w)
    Barmherzige Brüder Trier e.V., Koblenz
  3. Web-Entwickler / Frontend-Entwickler (m/w)
    Affinitas GmbH, Berlin
  4. Anwendungs- und Prozessberater/in
    HÜGLI NAHRUNGSMITTEL GMBH, Radolfzell

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Datennetz

    Bundesweite Störung beim mobilen Internet der Telekom

  2. Heavy Gear Assault

    Mech-Action auf Basis der Unreal Engine 4

  3. Superkondensator

    Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

  4. Ruckus Wireless

    Telefonzellen werden zu Gratis-Hotspots

  5. Engine

    Unity-Basis kostenlos mit Mobile-Werkzeugen

  6. Drosselung

    Ein Drittel aller Filme wird als Video-on-Demand geliehen

  7. Wikileaks

    Wau-Holland-Stiftung kann nur noch die Server bezahlen

  8. Surface Pro im Test

    Microsofts Tablet überzeugt als Notebook

  9. Briefkastenfirmen

    Apple ist "einer der größten Steuervermeider" der USA

  10. Yahoo Japan

    Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Tallinn-Manual: Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern
Tallinn-Manual
Regierung äußert sich zu Nato-Regeln zum Töten von Hackern

Das Tallinn-Manual der Nato, das im Cyberwar das Töten von Hackern erlaubt, beschäftigt jetzt auch die Bundesregierung. "Es obliegt nicht der Bundesregierung, eine breite gesellschaftliche Debatte über die Regeln zu führen", heißt es trocken.

  1. Cyberwar Experten halten Stuxnet-Einsatz für Gewaltanwendung
  2. Cyberwar BND errichtet Abteilung zur Abwehr von Hackerangriffen
  3. Cyber Defense Nato-Papier gibt Hacker zum Abschuss frei

Cast AR: Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille
Cast AR
Gefeuerte Valve-Entwickler zeigen Räumliche-Objekte-Brille

Zwei ehemalige Valve-Mitarbeiter haben auf einer Entwicklermesse eine revolutionäre AR-Brille gezeigt. Damit sollen sich computergenerierte Objekte räumlich korrekt in die Echtwelt einblenden lassen.


Blackberry Z10 im Langzeittest: Tausche Android gegen Blackberry
Blackberry Z10 im Langzeittest
Tausche Android gegen Blackberry

Mit dem Z10 versucht Blackberry ein Comeback im Smartphone-Markt. Auch Android-Anwendungen lassen sich auf dem Gerät installieren. Golem.de-Autor Tobias Költzsch hat zwei Wochen lang sein Galaxy S3 gegen das Z10 getauscht und im Langzeittest überprüft, wie schwer ein Umstieg ist.

  1. Smartphones Blackberry Q5 im Juli, Blackberry 10.1 wird verteilt
  2. Mobilfunk Fast drei Viertel der Smartphones laufen mit Android
  3. Blackberry-Chef "In fünf Jahren gibt es keine Tablets mehr"

Zum Artikel