Anzeige
Das EU-Projekt Caper soll soziale Netzwerke wie Twitter für Strafverfolgungsbehörden durchsuchen.
Das EU-Projekt Caper soll soziale Netzwerke wie Twitter für Strafverfolgungsbehörden durchsuchen. (Bild: Caper/Screenshot: Golem.de)

Soziale Medien: Rasterfahndung mit Caper

Unter dem Namen Caper erforscht die EU ein System zur Überwachung sozialer Medien. Die Daten sollen mit Polizeidaten verknüpft werden. An dem Forschungsprojekt sind auch deutsche Firmen beteiligt.

Anzeige

Mit Caper sollen unter anderem Daten aus sozialen Netzwerk aggregiert und Strafverfolgungsbehörden zur Verfügung gestellt werden. Das Forschungsprojekt wird von der EU gefördert. Aus Deutschland ist das Fraunhofer-Institut für Grafische Datenverarbeitung beteiligt, während das Bundeskriminalamt das Projekt beobachtet.

Caper (Collaborative Information Acquisition Processing Exploitation and Reporting) ist "ein datenbankgestütztes Tool zur Datensammlung, Auswertung, Analyse und visuellen Darstellung von öffentlich zugänglichen Informationen", heißt es in der Antwort auf eine Anfrage der Linken. Zu öffentlich zugänglichen oder "Open-Source-Informationen" gehören unter anderem Suchmaschinen und soziale Netzwerke. Caper soll vor allem für die Strafverfolgung, "insbesondere der organisierten Kriminalität", eingesetzt werden.

Bildersuche dank Fraunhofer-Institut

Andrej Hunko von der Partei Die Linke befürchtet, dass "mit diesen sogenannten "Open-Source"-Informationen auch "Informationen aus anderen Systemen" verknüpft werden sollen. Hierzu gehören Polizeidatenbanken, aber auch Datenströme aus der Überwachung des öffentlichen Raumes. Ich weiß, dass das BKA bereits eine Bildersuche in seinen Informationssystemen einsetzt." Das Fraunhofer IDG forscht laut Auskunft der Bundesregierung im Bereich Bildvergleiche und der anschließenden Visualisierung der gesammelten Daten. "Personen in Bildern und Videos zu erkennen, soll es Ermittlungsbehörden ermöglichen, die Beziehungen innerhalb von Mafiastrukturen auch auf diesem Wege nachzuvollziehen," sagt die Bundesregierung.

"Derartige Anstrengungen wurden zuletzt vom britischen Geheimdienst GCHQ mit seinem Tool "Squeaky Dolphin" bekannt." Beide Projekte verfolgten eine ähnliche Zielsetzung: Es würden automatisierte Werkzeuge entwickelt, um Daten aus Suchmaschinen und Sozialen Netzwerken auszuwerten und darzustellen. "Ähnliche Verfahren wurden im EU-Projekt INDECT beforscht, das deshalb von Bürgerrechtsgruppen zu Recht kritisiert wurde. Allerdings gehen die neuen Projekte viel weiter: Die Inhalte der Nachrichten werden mit "semantischen Analysemöglichkeiten" durchforstet, " sagte Hunko weiter.

Das Forschungsprojekt Caper wird von EU mit etwa 5,5 Millionen Euro mitfinanziert. Die Forschung läuft vom 1. Juli 2011 bis zum 30. Juni 2014.


eye home zur Startseite
Jack Stern 13. Mär 2014

Jeden Tag eine neue Meldung, die der Talfahrt der sozialen Medien ein bisschen mehr...

AllDayPiano 13. Mär 2014

Leute die auf Datenschutz Wert legen, haben keine wichtigen Dinge im sozialen Netzwerk...

TheUnichi 12. Mär 2014

Gar nicht notwendig dank OpenGraph/Insights. Alles Open-Source und Public. Zumindest...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. BKK·VBU, Berlin
  2. Bertrandt Technikum GmbH, Eh­nin­gen
  3. Schaeffler AG, Herzogenaurach
  4. über Robert Half Technology, Hamburg


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 36,99€
  2. (jeden Dienstag ist eine neue Folge verfügbar)
  3. 13,97€

Folgen Sie uns
       

Anzeige
Whitepaper
  1. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von Skillsoft
  2. Mehr dazu im aktuellen Whitepaper von Gedys


  1. Die Woche im Video

    Der Preis ist heiß und der Trick nicht mehr billig

  2. Netzausbau

    Telekom will ihre Mobilfunkmasten verkaufen

  3. Bruno Kahl

    Neuer BND-Chef soll den Dienst reformieren

  4. Onlinehandel

    Amazon sperrt Konten angeblich nur in seltenen Fällen

  5. The Assembly angespielt

    Verschwörung im Labor

  6. Kreditkarten

    Number26 wird Betrug mit Standortdaten verhindern

  7. Dobrindt

    1,3 Milliarden Euro mehr für Breitbandausbau in Deutschland

  8. Mini ITX OC

    Gigabyte bringt eine 17 cm kurze Geforce GTX 1070

  9. Autonomes Fahren

    Teslas Autopilot war an tödlichem Unfall beteiligt

  10. Tolino Page

    Günstiger Kindle-Konkurrent hat eine bessere Ausstattung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus Three im Test: Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
Oneplus Three im Test
Ein Alptraum für die Android-Konkurrenz
  1. Android-Smartphone Diskussionen um Speichermanagement beim Oneplus Three
  2. Smartphones Oneplus soll keine günstigeren Modellreihen mehr planen
  3. Ohne Einladung Oneplus Three kommt mit 6 GByte RAM für 400 Euro

Mobbing auf Wikipedia: Content-Vandalismus, Drohungen und Beschimpfung
Mobbing auf Wikipedia
Content-Vandalismus, Drohungen und Beschimpfung
  1. Freies Wissen Katherine Maher wird dauerhafte Wikimedia-Chefin

Neue Windows Server: Nano bedeutet viel mehr als nur klein
Neue Windows Server
Nano bedeutet viel mehr als nur klein
  1. Windows 10 Microsoft will Trickserei beim Upgrade beenden
  2. Windows 10 Microsoft zahlt Entschädigung für nicht gewolltes Upgrade
  3. Microsoft Patchday Das Download-Center wird nicht mehr alle Patches bieten

  1. Re: Kurzfristig! Jetzt! Geld!

    DetlevCM | 09:17

  2. Re: Mal ein paar Infos von einem FBA Verkäufer.

    serra.avatar | 09:10

  3. Re: Saudämliche Entscheidung und fast nutzlos

    Kleba | 09:03

  4. Re: wenn amazon Kleidung verkaufen will, müssen...

    Braineh | 09:02

  5. Re: Halb-OT: Aufsummierung aller Förderungen?

    RipClaw | 08:59


  1. 09:02

  2. 20:04

  3. 17:04

  4. 16:53

  5. 16:22

  6. 14:58

  7. 14:33

  8. 14:22


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel