Soundracer Künstliche Motorengeräusche für Elektroautos

Elektroautos machen kaum Geräusche - und stellen so eine Gefahr für unaufmerksame Fußgänger dar. Soundracer präsentiert in Berlin einen Generator für Motorengeräusche. Mit sattem Sound hat das schwedische Unternehmen Erfahrung.

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Künstlich erzeugte Motorengeräusche für Elektroautos sollen Aufmerksamkeit erregen und für Sicherheit sorgen. Denn diese verringern zwar die Geräuschkulisse im Straßenverkehr vor allem in Städten, sind für Fußgänger im Straßenverkehr akustisch jedoch kaum wahrnehmbar.

Das schwedische Unternehmen Soundracer hat ein Gerät entwickelt, das das Problem beheben soll: Es erzeugt künstliche Motorengeräusche. Diese sollen der Fahrsituation angepasst sein: Das Geräusch beim Beschleunigen ist anders als beim Verlangsamen oder bei gleichbleibender Geschwindigkeit. Die entsprechenden Daten erhält das System vom Auto.

Motor leiser stellen

Der Vorteil dieser Lösung: Fußgänger werden auf Elektroautos und somit auf eine mögliche Gefahr aufmerksam gemacht. Anders als das echte Motorengeräusch kann das künstliche bei Bedarf ausgeschaltet oder leiser gestellt werden.

Die Schweden haben bereits Erfahrung mit künstlichem Motorenklang: Zur Frustkompensation haben sie für Fahrer untermotorisierter Fahrzeuge den Soundracer-Stick im Programm: Dieser wird in die Buchse des Zigarettenanzünders gesteckt. Vor dem Start wird er durch Hochdrehen des Motors im Standgas synchronisiert. Unterwegs sendet er dann satten 8- oder 10-Zylinder-Sound per UKW ans Autoradio.

Geräusch-Gesetz

Der Stick sei ein nettes Gerät zur Unterhaltung, sagt Soundracer-Chef Kenneth Palmestål. Auf lange Sicht habe das System für Elektroautos jedoch mehr Marktpotential. So erwäge die US-Straßensicherheitsbehörde National Highway Traffic Safety Administration (NHTSA) die Einführung solcher Systeme, um unaufmerksame oder sehbehinderte Fußgänger vor Autos mit Hybrid- oder Elektroantrieb zu schützen.

Welche Motorengeräusche der Generator genau erzeugt, teilte Soundracer nicht mit. Insofern lässt sich nicht sagen, ob ein Elektro-Smart oder ein Nissan Leaf wie ein Ferrari oder ein Mustang klingen könnte. Soundracer präsentiert das Gerät auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin (Halle 28, Stand 265).


Schiwi 07. Sep 2012

Ja, ich kenn das selbst, wohne an einer Bundesstraße und zu 2.) Nein, ich hab nicht nur...

Bouncy 06. Sep 2012

Schonmal über nen Roller nachgedacht ;) Und ansonsten: das Argument der...

ThadMiller 06. Sep 2012

Sagt wer? Zahlen?

tingelchen 05. Sep 2012

Da sag ich nur... Augen auf beim Eierkauf ;) Es gibt im übrigen einige Fahrzeuge die sehr...

tingelchen 05. Sep 2012

Irgendwo anders vieleicht. Aber nicht hier in D. E-Autos werden nicht einmal in 50 Jahren...

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