Sonys Minidisc Das letzte Speichersystem seiner Art
Das letzte noch verbreitete magneto-optische Datenträgersystem nähert sich seinem kommerziellen Ende. Sony will im März 2013 das letzte System mit der Minidisc auf den Markt bringen. Ein Nachruf mit Bildern längst vergessener Datenträgersysteme, die für viel zu kurz geratene Ewigkeiten gebaut wurden.
Sony hat das Ende der Minidisc (MD) angekündigt, das berichtet unter anderem Cnet Japan, und es geht aus der japanischen Pressemitteilung der letzten Minidisc-Anlage hervor. Die letzte MD-Anlage wird voraussichtlich im März 2013 in Japan ausgeliefert. Danach gibt es keine neue Hardware. Zwar wird es weiterhin Garantieleistungen geben, aber keine neuen Anlagen, portablen Player oder gar USB-Laufwerke. Sony wird nur die Medienproduktion aufrechterhalten. Mit dem Ende der Minidisc endet auch eine Ära der digitalen Speichersysteme.
Die Minidisc war einmal ein System mit Vorteilen, die teilweise erst mit dem Aufkommen des Flash-Speichers wieder erreicht wurden. In Zeiten, in denen der Austausch von Daten zwischen Anwendern mehr als nur anstrengend war, als es noch keine USB-Sticks gab, es einfach keine Option war, mit einem melodisch fiependen Modem mal eben eine Fotosammlung zu verschicken und jeder sein eigenes Format hatte, waren die Minidiscs ein Teil einer enormen Medienvielfalt, sowohl im Musik- und begrenzt auch im Datenbereich.
Vom Flop zu ersten Erfolgen
Doch die Geschichte der MD begann mit einem Flop. Das erste und damals einzige verfügbare Gerät war der als "Walkman" bezeichnete MZ-1, der in Deutschland Anfang 1993 auf den Markt kam, also vor ziemlich genau 20 Jahren. Verglichen mit den damals schon sehr schlanken und leichten Kassettenspielern namens Walkman war der MZ-1 ein regelrechter Brocken: 680 Gramm (inklusive Akku) verteilten sich auf 14 x 11,4 x 4,3 cm. Nicht nur die schieren Dimensionen, derentwegen das Gerät kaum in eine Jackentasche passte, verhinderten einen Erfolg.
Woran es hakte, merkten wir schon, als uns ein befreundeter Kollege seinen MZ-1 eine Woche nach dem Kauf für einen Bruchteil des Verkaufspreises von rund 600 Mark anbot: Die Akkulaufzeit war zu kurz. Maximal eine Stunde konnte der Rekorder mit einer Ladung aufzeichnen, abspielen nur ein paar Minuten mehr. Die Nickel-Cadmium-Akkus waren proprietär, ein externes Batteriefach erst angekündigt.
Aus Neugier auf ein discbasiertes digitales Audiogerät und den Klang der Atrac-Komprimierung haben wir den MZ-1 dann aber doch gekauft. Die miese Akkulaufzeit bestätigte sich, reichte aber für den Hin- und Rückweg zur Arbeitsstelle noch aus. Dabei war es schon faszinierend, während der Zugfahrt analog von Langspielsplatten aufgenommene Stücke in einzelne Tracks aufzuteilen und sie dann noch über die 10er Tastatur zu benennen. Endlich ein Medium, das man selbst bespielen konnte und das direkten Zugriff auf einzelne Stücke bot. Vor- und Rückspulen war Geschichte, und so stoßempfindlich wie ein CD-Walkman war der MZ-1 auch nicht.
| Schlechter, aber rauschfreier Klang der ersten MD-Abspielgeräte |






Geldstücke müssen doch gar nicht mehr gewechselt werden, oder? Dachte, dass man aktuell...
Jaaaa..:-)..*nostalgie an* Ich habe damals mit dem Mikro meines Radios die...
Sony hat, nur so am rande, letztes Jahr noch ein Doppel-Kassetten-Deck rausgebracht. Ich...
die frage stellt sich überhaupt nicht, weil du in 15 jahren sowieso keinen rechner mehr...
der MZR35 hatte ein extern anschraubbares 2xAA Batteriefach, war auch nötig bei häufiger...
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