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Neue Schallplattenspieler wird es weiter geben, doch Abspielgeräte für die Minidisc werden bald nicht mehr verkauft.
Neue Schallplattenspieler wird es weiter geben, doch Abspielgeräte für die Minidisc werden bald nicht mehr verkauft. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)

Unterschätzte MO-Technik und das Verschwinden von Archivtechniken

In Japan haben sich magneto-optische Systeme schon immer ganz gut verkauft. Neben Sonys Minidisc verbreitete sich dort auch die MO-Disk und wurde bis vor einigen Jahren vor allem von Fujitsu gut unterstützt. Olympus und Fujitsu boten auch in Deutschland 3,5-Zoll-MO-Laufwerke an. Die 5,25-Zoll-Medien der MO gab es auch noch, sie waren jedoch für den professionellen Einsatz bestimmt und für Endanwender noch weniger bezahlbar als die ohnehin schon teuren kleinen MOs. Ein Gigamo-USB-Laufwerk kostete 2001 rund 800 DM.

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Die drei Datenträgersysteme haben bis heute große Vorteile und werden in wenigen Bereichen deswegen auch weiterhin eingesetzt. Die Medien sind in Schutzhüllen untergebracht. Magneten können ihnen wenig anhaben, denn für eine Veränderung der Daten müssen die Datenträger punktuell erhitzt werden, erst dann ist es mit einem Magneten möglich, Daten zu verändern. Das Auslesen passiert rein optisch. Und weil die Laufwerke hohe Zuverlässigkeit garantieren sollten, wurde nach dem Schreibvorgang noch einmal kontrolliert, ob alles geklappt hat. Das machte die Laufwerke allerdings teils sehr langsam. Für eine versprochene Haltbarkeit von 30 bis 50 Jahren musste der Anwender hinnehmen, dass eine MO erst einmal gelöscht, dann beschrieben und dann kontrolliert werden musste. Nur mit Direct-Overwrite oder auch Limdow genannte Medien sparten den ersten Durchgang.

Viele Speichersysteme sind schon nahezu verschwunden

Manch einer wagte es, seine Daten Iomega-Technik oder anderen Wechselplattenformaten statt optischen Systemen anzuvertrauen. Gerade Iomega prägte damals den Click of Death bei den zwischenzeitlich beliebten Zip-Laufwerken. Clik!- und die gar nicht mal so alten Rev-Laufwerke hatten sich nicht gut verbreitet. Und dann gab es noch Syquest, das eine Konkurrenz zu Iomegas Jaz-Laufwerken aufbauen wollte. Das probierte auch Castlewood Systems mit dem ORB-Drive. Einige dieser Formate sind mit Festplatten verwandt, nur dass die Platten nicht in einem geschlossenen Gehäuse untergebracht sind. Das machte die Medien sehr anfällig für Staub, der zwischen Platte und Schreib-/Lesekopf geraten konnte.

Zuverlässige Archivmedien sind selten geworden. Sony hat die Professional Disc for Data (PDD) schon vor sieben Jahren eingestellt. Das war eine archivfähige Blu-ray-Variante, die in einem Caddy geschützt wurde. Die DVD-RAM hat kaum noch Bedeutung, auch hier war ein Caddy völlig normal. Zudem besteht bei einigen DVD-RAM-Kombinationen Verletzungsgefahr. DVD-RAM-Laufwerke konnten immerhin noch alte PD-Medien mit Caddy lesen. Allerdings war die DVD-RAM2 nicht in allen Laufwerken lesbar. Die HD-DVD-RAM hat es trotz ihres Potenzials nie auf den Markt geschafft. Wir haben auf einer Internationalen Funkausstellung aber immerhin einmal ein Medium mit sichtbaren Sektoren gesehen - ohne Caddy.

  • Hi-MD-Player samt Medium (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • TDK-Medium vor der Hi-MD-Zeit mit 74 Minuten Spielzeit (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber schützt Ober- und Unterseite der MD. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Minidisc wird im Unterschied zur verwandten MO-Disk mit einem c geschrieben. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Hier greift der Motor hinein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es in gut sortierten Audioabteilungen auch vorbespielt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Diese MDs werden nur auf einer Seite geöffnet. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Links gut zu sehen: der Mechanismus, der den Schieber festriegelt. Mit Fingernageleinsatz bekommt man MDs trotzdem auf. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schreibschutz einer MD (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MDs gab es häufig in transparenten Hüllen. Die Technik sah damals so spannend aus! (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Es gab aber auch Medien, die nicht zeigten, was in ihnen steckte. Sharps 60-Minuten-Disk wirkt wie ein Fremdkörper. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • MD-Hülle versus Kassettenhülle. Beide Formate sind viel handlicher als das der CD. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die MD ist deutlich kleiner als eine Kassette. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Trotzdem konnte sich die Minidisc nicht weit genug durchsetzen, um selbst die Kassette zu verdrängen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Im Vergleich zu einer Schallplatte wirkt die MD wirklich mini. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Schallplatten werden heute noch gepresst, auch wenn es nur noch wenige Maschinen gibt und diese mittlerweile gesucht werden. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Die Auftragsbücher einiger Schallplattenhersteller sind gut gefüllt. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eine Schallplattenhülle muss nicht viereckig sein. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Mit acht Ecken geht es auch. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Verwirrte unsere Leser in sozialen Netzwerken: Viele dachten, es sei eine 5,25-Zoll-Diskette. Tatsächlich hat sie aber 2,75 Zoll mehr. Im Bild sind übrigens 2,5-Euro-Stücke. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Ein Mac mit Laserdisc-Slot-In-Laufwerk? Schön wär's! Obwohl die Displays mittlerweile groß genug sind, kam niemand auf die Idee, das zu verwirklichen. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Der Schieber einer 5,25-Zoll-MO wird von einem 10-Mark-Stück aufgehalten. (Bild: Andreas Sebayang/Golem.de)
  • Eines der ersten ZIP-Laufwerke... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... für 100-MByte-Medien mit parallelem Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik hielt sehr lange auf dem Markt durch. Hier das 750-MByte-Modell... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... mit USB-Anschluss. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Diesen Film muss man noch mittendrin umdrehen, es sei denn, der Nutzer hat einen LD-Player mit zwei Köpfen. Diese Star-Wars-Version wurde übrigens noch nicht von George Lucas überarbeitet. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Eine UDO in unserer Sammlung. Mangels Laufwerk haben wir sie nie ausgepackt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD wurde von Microsoft mit dem zusätzlichen Xbox-Laufwerk unterstützt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Artverwandt: Die MO-Technik, hier mit einem Fujitsu-Laufwerk mit USB-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die Technik ist leider sehr langsam beim Schreiben. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Jaz-Laufwerke gehören zu den Wechselplattensystemen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Hier ein Modell mit externem SCSI-Anschluss (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die HD-DVD war Gegenspieler zu Sonys Blu-ray, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... die nur kurz auf dem Markt war. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Clik-Laufwerk. Ja, es ist noch eingeschweißt. Wir warten auf die richtige Gelegenheit, um es auszupacken und den Duft eines fabrikneuen Clik-Laufwerks einzuatmen. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Für Besitzer von MO-Laufwerken interessant... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ...ist dieser Adapter. Damit sollten von der Kamera direkt die Bilder auf eine kleine MO gesichert werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Ein Travan-Band, das mal zur Sicherung verwendet wurde. Dieses Band hatte zu viele Schreibzyklen und wurde vom mittlerweile entsorgten Laufwerk nicht mehr erkannt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Verschiedene Diskettengenerationen (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • MOs im Großformat... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... sind schwer, unhandlich, ... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... aber dafür ziemlich robust. Rechts ist ein 9,1-GByte-Medium zu sehen. Die Laufwerke gab es wie hier zu sehen in halber Bauhöhe. Auch in voller Bauhöhe waren die schweren und ziemlich heiß werdenden Laufwerke verfügbar.  (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die kleine 3,5-Zoll-MO... (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • ... war schön leicht. Hier zu sehen ist ein OW-Medium, das beim Schreiben ohne Löschvorgang auskommt. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Medien waren der Vorläufer der DVD-RAM. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Sie existierten etwa zur gleichen Zeit wie Caddy-basierte CD-Laufwerke. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Unsere Fotografin ist so jung, dass sie nicht einmal wusste, wie sie den Datenträger in den Caddy legen muss. Das wird für die Nachwelt hier dokumentiert. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Gut zu sehen: der Schieber, damit der Laser auf die CD gerichtet werden kann. Der Deckel ist aus anderen Gründen transparent. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Caddy-Laufwerk von Plextor (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • PD-Laufwerk von Panasonic. Eine LED zeigt an, ob eine PD oder CD eingelegt wurde. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Darunter befindet sich das Caddy-Laufwerk. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Die DVD-RAM kam mit Caddy. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Schon damals war absehbar, dass die Caddys nur im professionellen Umfeld gebraucht werden. Deswegen konnten die Medien bei einigen Caddys herausgenommen werden. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)
  • Der Minidisc-Recorder MXD-D3 beim schnellen Kopieren. (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
  • Display des Sony MXD-D3 (Bild: Nico Ernst/Golem.de)
Diesen Film muss man noch mittendrin umdrehen, es sei denn, der Nutzer hat einen LD-Player mit zwei Köpfen. Diese Star-Wars-Version wurde übrigens noch nicht von George Lucas überarbeitet. (Bild: Nina Sebayang/Golem.de)

Ein Exot ist Plasmons UDO-Technik, die mit der Blu-ray wegen des blauen Lasers gewissermaßen verwandt ist und eigentlich professionelle 5,25-Zoll-MOs beerben sollte. Der Hersteller geriet allerdings zwischenzeitlich in finanzielle Not und wurde von Alliance Storage Technologies (ASTI) gerettet. Jetzt wird zwar noch die zweite UDO-Generation mit 60 GByte Kapazität (doppelseitig) verkauft, allerdings lassen die dritte und vierte Generation auf sich warten. Seit 2007 ist beim UDO-Format nichts passiert. ASTI unterstützt sogar noch die alten optischen 12-Zoll-Datenträger. Selbst in Auktionshäusern ist die Technik selten, man findet aber noch Medien wie Sonys WORM-Disk WDM6DA0. Wir haben im Rahmen der Recherchen nicht herausgefunden, ob diese mit den damals seltenen 11,8-Zoll-Laserdiscs verwandt waren, die in Varianten teils mit Caddy (Sonys LVR-6000) auch beschrieben werden konnten. Es würde den Rahmen dieses Artikels sprengen, auf Laserdiscs und dergleichen näher einzugehen. Eine Übersicht über analoge Bildplattensysteme wie die Laserdisc bietet Elmar Dünßer - wie es sich damals gehörte, in schönstem frame-basierten HTML-Design.

 Neustart als Hi-MD mit 1 GByte KapazitätNicht nur optische Datenträger eignen sich als Archivmedium 

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divStar 12. Apr 2014

Also privat geht mir das Verbot auf Kopie sowieso am Allerwertesten vorbei. Wenn ich mir...

ploedman 06. Feb 2014

Ich habe noch ein 5 DM Schein, ein Kunstwerk.

Anonymer Nutzer 01. Mär 2013

Sony hat, nur so am rande, letztes Jahr noch ein Doppel-Kassetten-Deck rausgebracht. Ich...

narfomat 27. Feb 2013

die frage stellt sich überhaupt nicht, weil du in 15 jahren sowieso keinen rechner mehr...

Phreeze 25. Feb 2013

der MZR35 hatte ein extern anschraubbares 2xAA Batteriefach, war auch nötig bei häufiger...


annotary.com / 22. Feb 2013

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