Sony Tiefrote Bilanz und schwache PS3-Verkaufszahlen

13,9 Millionen Einheiten der Playstation 3 hat Sony im abgelaufenen Geschäftsjahr verkauft - deutlich weniger als im Jahr davor. Das und eine Reihe weiterer Problemfelder bringt der Firma einen Rekordverlust. Der neue Chef Kazuo Hirai ist trotzdem optimistisch.

Anzeige

Seit Anfang April ist Kazuo Hirai der Chef von Sony, jetzt hat er erstmals die Geschäftszahlen des japanischen Konzerns präsentiert - eine Aufgabe, die ihm wegen massiver Verluste nicht viel Freude bereitet haben dürfte. Zumal die Sparte Consumer Products and Services, für die Hirai vor seinem Aufstieg gearbeitet hat, besonders schwächelt. So ging der weltweite Verkauf der Playstation 3 trotz einer Preissenkung auf 13,9 Millionen zurück - im Vorjahr waren es noch 14,3 Millionen Geräte. Von der Playstation 2 hat Sony 4,1 Millionen Stück (Vorjahr: 6,4 Millionen) und von der Playstation Portable 6,8 Millionen Stück (Vorjahr: 8 Millionen) verkauft; Zahlen für die Vita hat das Unternehmen nicht veröffentlicht.

Etwas besser lief es teils bei der Software: Zumindest der Absatz von Spielen für die PS3 stieg von 148 Millionen auf 157 Millionen Einheiten. Die PS2 nähert sich wohl tatsächlich so langsam dem Ende ihres Lebenszyklus, der Absatz von Spielen brach von 16,4 Millionen auf 7,9 Millionen ein. Auf der PSP waren es anstelle von 46,6 Millionen nur noch 32,2 Millionen Games. Aber auch bei anderen Produkten lief das Geschäft nicht gut: So sank der Umsatz mit LCD-Flachbildfernsehern um rund 18,5 Prozent. Als Folge verzeichnet Sony einen operativen Verlust von 230 Milliarden Yen (rund 2,2 Milliarden Euro) im Geschäft mit der Unterhaltungselektronik - im Vorjahr stand noch ein kleiner Gewinn in der Bilanz.

Der gesamte Konzern hatte im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 6,5 Billionen Yen (rund 63 Milliarden Euro), rund 9,6 Prozent weniger als im Vorjahr. Die Verluste lagen bei 457 Milliarden Yen (rund 4,4 Milliarden Euro) - im Vorjahr waren es 260 Milliarden Yen (2,6Milliarden Euro).

Für das neue Geschäftsjahr erwartet Hirai den Turnaround: Er rechnet damit, in einem Jahr einen Gewinn präsentieren zu können - erste Anzeichen in Form spürbar verringerter Verluste im vergangenen Quartal gibt es bereits. Hirai kündigte bereits im April 2012 Kostensenkungen in der Fernseherproduktion an, künftig werde die Zahl der TV-Modelle reduziert. Außerdem wird Sony rund 10.000 Mitarbeiter entlassen und damit etwa sechs Prozent der Belegschaft abbauen.


elitezocker 05. Jun 2012

Das Sony EyeToy-Tracking war z.B. eine Eigenentwicklung. Microsoft hat Kinect nicht...

elitezocker 05. Jun 2012

Die PS3 fährt seit 2 Jahren Gewinne ein und ist zur Zeit angeblich der einzige Bereich...

tunnelblick 14. Mai 2012

nein, das stimmt, trotzdem ging man bei sony garantiert davon aus, dass man statt...

madMatt 10. Mai 2012

"Für das neue Geschäftsjahr erwartet Hirai den Turnaround: Er rechnet damit, in einem...

Cohaagen 10. Mai 2012

Stimmt, ich bin sogar überrascht, wie gut sich die alte PS2 immer noch verkauft... das...

Kommentieren




Anzeige
  1. Linux / UNIX-Spezialist (m/w)
    SPIRIT/21, deutschlandweit
  2. Java-Softwareentwickler (m/w)
    GK SOFTWARE AG, Sankt Ingbert
  3. IT-Projektmanager (m/w) Kundenportale
    WIKA Alexander Wiegand SE & Co. KG, Klingenberg
  4. Solution Manager/IT-Spezialist DMS und Workflow (m/w)
    Deutsche Leasing AG, Bad Homburg

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Xbox One

    Handel muss Gebrauchtspiele de-registrieren

  2. Lenovo

    "Wir können uns jede Übernahme leisten"

  3. Bundesdatenschützer

    Jobcenter sollen nicht bei Facebook recherchieren

  4. Navigation

    Google Maps erhält Routenplanung per Fahrrad

  5. Test Call of Juarez Gunslinger

    Hör-Spiel im Wilden Westen

  6. Fonic All-Net Flat

    Telefon-, SMS- und Datenflatrate für 25 Euro

  7. Drosselung

    Die Mär vom teuren Traffic oder wie viel kostet ein GByte?

  8. Telekom

    Bundestagspetition gegen Drosselung erreicht 50.000

  9. E-Ink

    Das E-Paper errötet

  10. Security

    WLAN-Suche als Einfallstor bei Android und iOS



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Hacks for Sale: Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen
Hacks for Sale
Chinesische Hacker werben offen auf IT-Messen

Ein guter Hacker verdient in China 100.000 US-Dollar im Jahr. Die Fertigkeit, in fremde Systeme einzudringen, wird auf IT-Sicherheitsmessen ganz offen beworben und an Universitäten gelehrt.

  1. Yahoo Japan Daten von 22 Millionen Nutzern kompromittiert
  2. Security Gefährliche Lücke im Linux-Kernel
  3. Polizei Apple hat Warteliste für Umgehung der iPhone-Verschlüsselung

Xbox One: Big Brother im Wohnzimmer
Xbox One
Big Brother im Wohnzimmer

Die Xbox One beobachtet den Spieler zwingend per Kinect - und könnte die Daten zumindest zum Teil an Microsoft weiterreichen. Sie hat eine 500-GByte-Festplatte und muss zum Spielen nicht immer mit dem Internet verbunden sein.

  1. Xbox One Hauseigene Halo-Konkurrenz und neues Altes von Rage
  2. Xbox One Forza 5 und Halo-Serie von Spielberg kommen für Xbox One
  3. Microsoft Xbox One mit neuer Kinect und Blu-ray-Laufwerk

Superkondensator: Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit
Superkondensator
Neuer Energiespeicher mit kurzer Ladezeit

Ein Smartphone, das in einer halben Minute geladen ist, soll ein neuer Energiespeicher ermöglichen. Die Entwicklerin kam auf die Idee, weil sie sich über den dauernd leeren Akku ihres Mobiltelefons geärgert hat.

  1. Silverback-Gorilla Akku als Steckdosenersatz für Notebooks
  2. Akku Kleiner Akku mit großer Leistung
  3. Paul Scherrer Institut Lithium-Ionen-Akkus haben doch einen Memory-Effekt

Zum Artikel