Abo
  • Services:
Anzeige
Edgar Berger
Edgar Berger (Bild: Johannes Simon/Getty Images)

Sony Music: Millionenverlust wegen Gema-Sperren auf Youtube

Edgar Berger
Edgar Berger (Bild: Johannes Simon/Getty Images)

Sony Music will, dass die Gema seine Musikvideos auf Youtube nicht mehr sperrt. Der Chef von Sony Music International sieht für die Musikindustrie großes Potenzial im Internet: "Das Internet ist für uns ein Segen."

Sony Music will, dass in Deutschland seine Musikvideos bei Youtube zu sehen sind. "Ich wünsche mir sehr, dass es auch in Deutschland bald diese Möglichkeit gibt", sagte Edgar Berger, Chef von Sony Music International, im Gespräch mit der Tageszeitung Die Welt. Sony Music International ist eine Sparte von Sony Music Entertainment Germany.

Anzeige

Dass dies nicht möglich sei, liege nicht an Sony Music, sondern an der "Verwertungsgesellschaft Gema", "die Urheberrechte sehr restriktiv lizenziert. Uns gehen dadurch Millionenumsätze verloren", erklärte Berger. Diese Praxis sei auch einer der Hauptgründe, warum der digitale Musikhandel in Deutschland weniger stark ausgeprägt ist. "Ich bin mir aber auch relativ sicher, dass es bei der Gema irgendwann Einsicht zwecks ökonomischer Notwendigkeit geben wird."

Das Internet sei für die "Musikindustrie ein großer Glücksfall, oder besser gesagt: Das Internet ist für uns ein Segen", betonte Berger.

Das Internet habe der Musikindustrie "enorme neue Möglichkeiten gebracht." Soziale Netzwerke schufen ganz neue Verbindungen zwischen Musikstars, Fans und Produzenten.

Der Rückgang beim physischen Verkauf von Musik werde schon fast durch den Verkauf über das Internet ausgeglichen. Mit Song-Download-Diensten, Musikvideo-Angeboten und Abonnements sei im Angebot nun die kritische Masse erreicht.

Im vergangenen Jahr habe die Musikindustrie weltweit nur noch etwa drei Prozent Umsatz verloren. Deutschland, der drittgrößte Musikmarkt der Welt, sei zum ersten Mal seit 15 Jahren wieder stabil. Berger: "Ich bin mir sicher, dass wir in ein bis drei Jahren wieder in einem Wachstumsmarkt sind."

Nachtrag vom 23. Februar 2012, 16:14 Uhr

Eine Gema-Sprecherin sagte Golem.de, dass die Gema für die Sperren auf Youtube nicht verantwortlich sei. "Die Texttafel, die bei jedem geblockten Video angezeigt wird, ist irreführend: Es wird suggeriert, dass die Gema die Rechte nicht eingeräumt hätte - dabei hat Youtube diese Rechte einfach noch gar nicht erworben." Die Sperrung eines Videos auf Youtube könne viele Gründe haben. "Die Labels - auch Sony Music - können beispielsweise ihr Repertoire wegen des Leistungsschutzrechtes sperren und tun das auch. Auch viele Verlage nehmen ihre Rechte im Onlinebereich selbst wahr." Die Gema habe dagegen noch nie aktiv Videoclips gesperrt.


eye home zur Startseite
Danijoo 12. Mai 2015

Ich finde auch Friseure, Erzieher und Krankenschwestern sollten noch weniger verdienen...

Nordicwarrior 22. Mär 2012

signed

saschapascal 07. Mär 2012

Zuerst einmal studiere ich kein BWL, sondern Kommunikationswissenschaft. Und meine...

Pandur 03. Mär 2012

Was ist dir den so schlimmes widerfahren, dass du sowas behauptest. Wer hat kein Respekt...

zambanini 25. Feb 2012

in anderen ländern braucht es keine verwertungsgesellschaften welche in die raubritter...


Pop-O-Mat / 26. Feb 2012

Sony: Internet ist toll, GEMA nicht so



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Deutsche Telekom AG, Darmstadt
  2. Villeroy & Boch AG, Mettlach bei Saarbrücken / Merzig
  3. KNV Logistik GmbH, Erfurt
  4. Daimler AG, Böblingen


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. 22,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 9,99€
  3. 139,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. China

    Dropbox-Alternative Seafile im Streit mit Mutterkonzern

  2. Verizon Communications

    Yahoo hat einen Käufer gefunden

  3. Deutschland

    Preiserhöhung bei Netflix jetzt auch für Bestandskunden

  4. Künstliche Intelligenz

    Softbank und Honda wollen sprechendes Auto bauen

  5. Alternatives Android

    Cyanogen soll zahlreiche Mitarbeiter entlassen

  6. Update

    Onedrive erstellt automatisierte Alben und erkennt Pokémon

  7. Die Woche im Video

    Ausgesperrt, ausprobiert, ausgetüftelt

  8. 100 MBit/s

    Zusagen der Bundesnetzagentur drücken Preis für Vectoring

  9. Insolvenz

    Unister Holding mit 39 Millionen Euro verschuldet

  10. Radeons RX 480

    Die Designs von AMDs Partnern takten höher - und konstanter



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Axon 7 vs Oneplus Three im Test: 7 ist besser als 1+3
Axon 7 vs Oneplus Three im Test
7 ist besser als 1+3
  1. Axon 7 im Hands on Oneplus bekommt starke Konkurrenz
  2. Axon 7 ZTEs Topsmartphone kommt für 450 Euro nach Deutschland

Besuch beim HAX Accelerator: Made in Shenzhen
Besuch beim HAX Accelerator
Made in Shenzhen
  1. Surround-Video Nico360 filmt 360-Grad-Videos zwischen Fingerspitzen
  2. Superbook Neues Laptop-Dock für Smartphones soll 100 US-Dollar kosten
  3. Kreditkarten Number26 wird Betrug mit Standortdaten verhindern

Die erste Ransomware: Der Virus des wunderlichen Dr. Popp
Die erste Ransomware
Der Virus des wunderlichen Dr. Popp
  1. Erpressungstrojaner Locky kann jetzt auch offline
  2. Ransomware Ranscam schickt Dateien unwiederbringlich ins Nirwana
  3. Botnet Necurs kommt zurück und bringt Locky millionenfach mit

  1. Re: Netflix ist es wert

    gudixd | 04:12

  2. Re: Ich glaube den Chinesen

    quasides | 02:15

  3. Re: Gut so, hoffentlich bald alle arbeitslos

    Pjörn | 02:08

  4. Re: Der Grund war eindeutig.

    zampata | 01:26

  5. Re: Immer noch kein HBM?

    ms (Golem.de) | 01:05


  1. 15:30

  2. 14:13

  3. 12:52

  4. 15:17

  5. 14:19

  6. 13:08

  7. 09:01

  8. 18:26


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel