Abo
  • Services:
Anzeige
Mitarbeiter von Sony beklagen zu laxe Sicherheit in ihrem Unternehmen.
Mitarbeiter von Sony beklagen zu laxe Sicherheit in ihrem Unternehmen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Sony-Hack: Angestellte beklagen seit langem mangelnde Sicherheit

Mitarbeiter von Sony beklagen zu laxe Sicherheit in ihrem Unternehmen.
Mitarbeiter von Sony beklagen zu laxe Sicherheit in ihrem Unternehmen. (Bild: Screenshot Golem.de)

Um die Sicherheit in der IT-Infrastruktur bei Sony soll es bereits seit längerem schlecht bestellt gewesen sein. Die Malware, vor der das FBI im Zuge des Sony-Hacks gewarnt hat, wurde von Kaspersky analysiert und hat jetzt einen Namen.

Anzeige

Der Hack bei Sony hat die Mitarbeiter dort offenbar nicht überrascht. Sie berichten von einer jahrelang zu lax gehandhabten IT-Sicherheit in dem Unternehmen. Geleakte Dokumente belegen, dass das Security-Team aus elf Personen besteht, die insgesamt 7.000 Personen betreuen. Mittlerweile hat Kaspersky die Malware "Wiper" analysiert, vor der das FBI nach dem Sony-Hack gewarnt hat. Sie trägt jetzt den Namen Destover und war in abgewandelter Form bereits zweimal im Einsatz.

Eine jüngst veröffentlichte XLS-Datei aus dem Sony-Hack mit Passwörtern trägt den Namen "Passwords" und war nicht geschützt. Das sei symptomatisch für die mangelhafte Sicherheit der IT-Infrastruktur in ihrem Unternehmen, sagte ein anonymer Mitarbeiter der Webseite Fusion.net. Das elfköpfige Security-Team dort sei ein Witz, so der Sony-Angestellte. Wenn potenzielle Sicherheitslücken von Mitarbeitern gemeldet würden, würden sie einfach ignoriert - auch wiederholt. Ein Einbruch auf Sonys Server vor einem Jahr sei beispielsweise deshalb möglich gewesen, weil sich ein Mitarbeiter in einem ungeschützten WLAN im Café ins Firmennetz eingeloggt habe. Die jetzt gestohlenen Daten hätten ebenfalls ungeschützt auf den Firmenservern gelegen.

Ein anderer Mitarbeiter berichtet, dass es zwar Risikoanalysen gegeben habe, die Reaktion darauf aber ausgefallen sei. Das Unternehmen habe offenbar keine umfassende Kenntnis von IT-Security und investiere auch nicht in dem Bereich. Experten beklagen bereits seit langem, dass IT-Sicherheit auch aus finanziellen Interessen in Unternehmen eine niedrige Priorität habe. Denn es sei schwer zu vermitteln, warum in etwas investiert werden müsste, was keinen offensichtlichen Profit abwirft. Erst wenn ein massiver Hack wie der bei Sony geschehe, würden Unternehmen aktiv.

Malware-Abkömmling wurde in Südkorea und Saudi-Arabien verwendet

Derweil hat Kaspersky (Destover) mit der Analyse der Malware begonnen, vor der das FBI kurz nach dem Sony-Hack gewarnt hatte und die mutmaßlich auf Rechnern bei Sony gefunden wurde. Sie ähnele den Varianten, die bei einem großflächigen Angriff in Südkorea 2013 und auf die staatliche Erdölfördergesellschaft Saudi Aramco in Saudi-Arabien 2012 genutzt wurden. Dort hieß die Malware Darkseoul beziehungsweise Shamoon. Sie soll primär dafür eingesetzt werden können, Festplattenpartitionen und den Master Boot Record (MBR) zu löschen. Dazu wird die Rawdisk-Bibliothek von Eldos verwendet, die einen direkten Zugriff auf Datenträger ohne Adminstratorrechte unter Windows ermöglicht.

Die Malware nutzt einen integrierten Webserver, um eine Nachricht zu verbreiten. "Hacked by #GOP", heißt es dort auf einem Bild, das auf den Computerbildschirmen der Sony-Mitarbeiter erschien. Sony hat nach eigenem Bekunden das IT-Sicherheitsunternehmen Mandiant mit der Datenwiederherstellung beauftragt. Möglicherweise konnten die Hacker die Malware großflächig einsetzen.


eye home zur Startseite
Clown 08. Dez 2014

Das sehe ich insofern anders, als dass die wenigstens Angreifer tatsächlich komplett von...

ronlol 05. Dez 2014

Man muss keiner Meisterhacker sein, um ein Unternehmen halbswegs sicher zu machen. Das...

Hotohori 05. Dez 2014

Bei Sony? Sicher? Halte ich eher für ein schönes Gerücht. Vielleicht bei Sony Online...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. TUI Cruises GmbH, Hamburg
  2. TUI Deutschland GmbH, Hannover
  3. Universität zu Köln RRZK, Köln
  4. über Robert Half Technology, Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Jurassic World, Creed, Die Unfassbaren, Kingsman, John Wick, Interstellar, Mad Max)
  2. (u. a. Interstellar, Mad Max, Codename UNCLE, American Sniper, San Andreas)

Folgen Sie uns
       


  1. Dice

    Kampagne von Battlefield 1 spielt an vielen Fronten

  2. NBase-T alias 802.3bz

    2.5GbE und 5GbE sind offizieller IEEE-Standard

  3. Samsung-Rückrufaktion

    Bereits 60 Prozent der Note-7-Geräte in Europa ausgetauscht

  4. Mavic Pro

    DJI stellt klappbaren 4K-Quadcopter für 1.200 US-Dollar vor

  5. Streamripper

    Musikindustrie will Youtube-mp3.org zerstören

  6. Jupitermond

    Nasa beobachtet Wasserdampf auf Europa

  7. Regierung

    Wie die Telekom bei Merkel ihre Interessen durchsetzt

  8. Embedded Radeon E9550

    AMD packt Polaris in 4K-Spieleautomaten

  9. Pay-TV

    Ultra-HD-Programm von Sky startet im Oktober

  10. Project Catapult

    Microsoft setzt massiv auf FPGAs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Osmo Mobile im Test: Hollywood fürs Smartphone
Osmo Mobile im Test
Hollywood fürs Smartphone
  1. Osmo Mobile DJI präsentiert Gimbal fürs Smartphone
  2. DJI Osmo+ Drohnenkamera am Selfie-Stick
  3. DJI Flugverbotszonen in Drohnensoftware lassen sich ausschalten

Neuer Porträtmodus: Das iPhone 7 Plus entdeckt die Hintergrundunschärfe
Neuer Porträtmodus
Das iPhone 7 Plus entdeckt die Hintergrundunschärfe
  1. Neues iPhone US-Late-Night-Komiker witzeln über Apple
  2. IOS 10.0.2 Apple beseitigt Ausfälle der Lightning-Audio-Kontrollen
  3. Jailbreak 19-Jähriger will iPhone-7-Exploit für sich behalten

Fifa 17 im Test: Mehr Drama auf dem Fußballplatz
Fifa 17 im Test
Mehr Drama auf dem Fußballplatz
  1. Fifa 17 Was macht Dragon Age in meiner Fifa-Demo?
  2. Electronic Arts Millionenliga mit dem Ultimate Team
  3. Fifa 17 Sonderpartnerschaft mit den Bayern

  1. Re: Wo werden die Daten gespeichert?

    Llame | 01:47

  2. Re: 1+N-Tonnen-System

    Carlo Escobar | 01:45

  3. Re: warum Urheberrecht-Verletzung?

    Prinzeumel | 01:43

  4. Auch im incognito mode?

    Llame | 01:42

  5. Re: Andere Firmen bei Leergut nicht besser...

    Carlo Escobar | 01:27


  1. 20:57

  2. 18:35

  3. 18:03

  4. 17:50

  5. 17:41

  6. 15:51

  7. 15:35

  8. 15:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel